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Horb a. N. Horb hat ein nagelneues Wasserrad

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Links das neue, rechts das alte Wasserrad am Marmorwerk. Die einzigartige Anlage wurde gestern vorgestellt. Fotos: Hopp Foto: Schwarzwälder Bote

Horb hat ein weiteres Wasserrad. Die Stadtverwaltung Horb und Investor Joachim Zacher haben die neue Anlage gestern Nachmittag vorgestellt. In Betrieb ist das Rad am Marmorkwerk noch nicht, weil behördliche Genehmigungen ausstehen.

Horb. Investor Joachim Zacher steht auf der Baustelle seines neuen Wasserkraftwerks. Wegen drei Hochwassern hat sich die Fertigstellung bis jetzt verzögert –­ eigentlich sollte das neue Wasserrad aus Edelstahl seit Ostern laufen.

Zacher: "Ich denke, es gibt wenige Orte in Europa, wo man sowohl die alte als auch die neue Wasserkraft an einem Ort sehen kann. Wenn man von der Inselspitze bis hier her geht, kann man vier Wasserkraftwerke sehen. Das bietet sich auch für den Tourismus an!"

Der Investor –­ er "vereinnahmt" das denkmalgeschützte Zuppinger Wasserrad. Wird auch auf der Schautafel, die am Technik-Häuschen neben dem Uferweg auf der Holzverschalung montiert werden wird, sowohl die neue als auch die alte Technik erklären.

Doch stört das neue Kraftwerk den Blick auf das alte Wasserrad?

Stadtplaner Peter Klein: "Es war unsere Auflage an den Investor, dass das historische Wasserrad durch die neue Anlage nicht beeinträchtigt werden darf. Deshalb haben wir auch darauf bestanden, dass der Technik-Raum nicht direkt auf dem Wasserrad ist, sondern daneben. So ist das Dach niedriger. Sonst hätte das Gebäude die Blickbeziehung vom Uferweg auf das historische Wasserrad beeinträchtigt!"

Klein betont, dass es eine der Auflagen der Stadt im städtebaulichen Vertrag mit Joachim Zacher war, dass das historische Wasserrad weder in der Funktion noch im Erhalungszustand beeinträchtigt wird.

Die Stadt hat den Vertrag mit Zacher gemacht. Weil sie Eigentümerin sowohl der Wasserrechte im Mühlkanal als auch der Gebäude ist. Klein ergänzt: "Weil die zu erwartende Pacht unterhalb gewisser Wertgrenzen liegt, war dazu keine Genehmigung der Gremien wie dem Gemeinderat notwendig!"

Investor Zacher. Ein Freund der Wasserkraft. Der Mitarbeiter des Regionalverbandes Neckar-Alb, der sich in der Arbeit mit Standorten für Wasserkraftwerke beschäftigt und so Lust bekommen hatte, selbst eine Anlage zu bauen.

Was sagt Zacher zum Streit mit dem Kultur- und Museumsverein? Die Vorsitzenden hatten den Schlüssel für das Gebäude an die Stadt zurückgegeben und gesagt: Sie kümmern sich nicht mehr ehrenamtlich um den Erhalt. Weil der Neubau das alte Wasserrad beeinträchtigt (wir berichteten). Zacher sagt: "Es ist faszinierend, das Zuppinger Wasserrad in Aktion zu sehen. Und die Technik von innen –­ mit den Zahnrädern und Transmissionsriemen. Ich finde den Streit schade. Der Verein hat sich mit viel Engagement dem alten Wasserkraftwerk angenommen. Ich sehe aber nicht, dass wir mit unserem Neubau uns in die Belange des Vereins einmengen."

Und das neue Wasserkraftwerk könnte demnächst endlich in Betrieb gehen. Zacher: "Wir werden nächste Woche einen Termin aller beteiligten Behörden anschieben. Denn erst, wenn alle Behörden – unter anderem das Regierungspräsidium, das Landratsamt und die Stadt Horb – alles vor Ort überprüft haben, dürfen wir starten. Wenn der Strom da ist, können wir dann auch die beiden Schieber für den Kanal zum historischen Wasserrad ­aufmachen, damit es sich wieder dreht!" Wann das sein wird? Zacher: "Da sind so viele dran beteiligt, und die haben alle volle Terminkalender. Das wage ich wirklich nicht, vorherzusagen!"

Und wie geht es mit dem historischen Wasserrad weiter? Wer pflegt es jetzt anstatt des Kultur- und Museumsvereins? Klein: "Das Gebäude des ehemaligen Marmorkwerks mit dem Getrieberaum und dem Zuppinger Wasserrad gehören der Stadt. Die Unterhaltung dieses Kulturdenkmals muss natürlich durch die Stadt wahrgenommen werden. Möglicherweise kann das Gebäude mit dem Wasserrad auch Ziel von Stadtführungen werden. Wenn das Stadtmarketing das für sinnvoll hält."

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