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Horb a. N. Herzblut, Akribie und voller Einsatz

Von
Karl-Heinz Kläger (Mitte) wurde zum Ehrendirigenten der Musikapelle Altheim ernannt. Mit ihm freuen sich die Vorstände (von links) Simon Pfeffer, Markus Singer und der wiedergewählte Walter Singer sowie Klägers Ehefrau Karoline. Foto: Morlok Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Peter Morlok

Sein letztes Konzert wurde zu seinem Besten – sein letzter Auftritt als Dirigent der Musikkapelle Altheim bei der Hauptversammlung zum emotionalsten Moment dieser Zusammenkunft.

Horb-Altheim. Karl-Heinz Kläger legte nach etwas mehr als 32 Jahren Dirigat der Jugend- und Aktiven-Kapelle von Altheim – davon 25 Jahre als musikalischer Leiter des Oberstufenorchesters – den Taktstock weg. Ein Moment, der zwar angekündigt war, der aber in seiner Endgültigkeit selbst Kläger, dessen Nachfolger nächsten Sonntag gewählt werden soll, tief berührte.

Organisieren, Schaffen, Proben, Freunde, Zusammenhalt, Erfolg, Kameradschaft – dies nannte Kläger in seinem letzten Bericht als die Erfolgsfaktoren, die es ermöglichten, auch so ein arbeitsintensives Jahr wie das zurückliegende Jubiläumsjahr – der Verein wurde 90 Jahre jung – zu stemmen. Ein Jahr, das neben der vielen Arbeit zudem gespickt war mit einigen musikalischen Höhepunkten. Nicht nur das viel umjubelte Jubiläumskonzert sondern auch die musikalische Umrahmung des Festaktes unterstrich hier einmal mehr die großartige Handschrift von Kläger. Er führte seinen Klangkörper bei den Aufführungen immer wieder an die Grenzen des klanglich Machbaren und manches Mal sogar darüber hinaus. Sehr deutlich wurde dies auch beim Wertungsspiel in Rangendingen, bei dem die Altheimer sich in der Kategorie "Oberstufe" die höchste Punktzahl aller angetretenen Kapellen erspielten und zum wiederholten Male mit dem Prädikat "Hervorragend" ausgezeichnet wurden.

Auf 74 aktive Musiker konnte Kläger 2015 zurückgreifen. Davon 36 Musikerinnen und 38 Musiker. Insgesamt 71 Termine – allein 48 Gesamtproben inklusive einem Probewochenende sowie einem Probentag und 23 Auftritte zu unterschiedlichsten Gelegenheiten – galt es zu bewältigen. Für ihre Mühe erhielten die Musikanten von ihrem scheidenden Dirigenten sein allerhöchstes Lob.

Sein besonderer Dank ging auch an das Nachwuchsteam mit Koordinator und Vize-Dirigent Christian Pfeffer an der Spitze, die es geschafft haben, die Nachwuchskapelle in Kooperation mit der Bläserklasse der Grundschule auf breiter Basis aufzubauen.

Nach dem offiziellen Teil seines letzten Jahresberichts richtete Kläger sehr private Worte an "seine" Musiker. Er, der sich schon in jungen Jahren nichts sehnlicher wünschte als Dirigent zu werden, durfte auf eine wunderschöne Zeit, die ihm großen Spaß gemacht habe, zurückblicken. "Ich war immer mächtig stolz darauf, euer Dirigent sein zu dürfen", gestand er und ging unter stehenden Ovationen und minutenlangem Beifall der Sitzungsteilnehmer an seinen Platz zurück. "Auch im Jubiläumsjahr warst du der Mann, der uns vorausging – danke Karl-Heinz", sagte Vorstand Markus Singer zu dem Orchesterchef, der an diesem Abend symbolisch einen Schritt zurückging. Sein Platz wird zukünftig im Orchester und nicht mehr davor sein.

Ortsvorsteher Andreas Bronner stellte fest: "Was die Musikkapelle heute kann, das hat sie dir zu verdanken. Wir Altheimer sind stolz auf dich und deine Kapelle. Du hast in diesen 25 Jahren unheimlich viel geleitet; doch Zeit, Energie und Engagement haben sich gelohnt." Bronner kam abschließend zu dem Fazit: "Die Musikkapelle Altheim weiß, was sie Dir zu verdanken hat."

Eine Feststellung, an die sich gegen Ende der Versammlung auch der Vorstand der Musikkapelle anschloss. Sie beantragte, dass man Karl-Heinz Kläger zum Ehrendirigenten ernennen möge. Markus Singer begründete diesen Antrag unter anderem damit, dass der Orchesterchef die Musikkapelle zu einem der besten Orchester der Region entwickelt habe. Kläger hat das Orchester in den letzten vier Wertungsspielen immer zu der Bestnote "Hervorragend" geführt und dies sei nur möglich gewesen, weil er mit vollem Einsatz und akribischer Arbeit, hinter der er mit vollem Herzblut gestanden hat, agiert habe. "Du hast in deinem Tun immer die Sache in den Mittelpunkt gestellt und persönliche Animositäten sind dir fremd. Du hast es dabei immer geschafft, die Probearbeiten und die anschließende Kameradschaftspflege strikt zu trennen. Die Erfolge der Musikkapelle werden unweigerlich mit deinem Namen verbunden sein." Natürlich stimmte die Versammlung diesem Antrag einstimmig zu und für den scheidenden Dirigenten.

Die Ära Karl-Heinz Kläger ist zu Ende. Wer in seine großen Fußstapfen treten wird, das zeigt sich in wenigen Tagen, wenn Christian Pfeffer als einziger Kandidat zum Probedirigat antritt und hinterher das Orchester in geheimer Wahl abstimmen wird.

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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