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Horb a. N. Haugenstein-Siedlung ist verkauft

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Die Haugenstein-Wohnanlage hat seit gestern einen neuen Eigentümer: die Horb Invest GmbH. Foto: Schülke

Horb - Viele Mieter der Wohnanlage Haugenstein 1-33 staunten gestern nicht schlecht, als sie das Schreiben aus ihrem Briefkasten zogen: Die Wohnsiedlung ist verkauft.

Dass es nun doch so schnell geht, hatte kaum jemand erwartet: Noch vor gut einer Woche hatte es zwar Signale gegeben, dass es gute Verhandlungen gebe (wir berichteten), aber so recht glauben konnten dies viele Mieter noch nicht – nach dieser langen Vorgeschichte. Immerhin begann die Serie von Verkaufsverhandlungen bereits vor gut fünf Jahren.

"Der Vertrag wurde gestern notariell beurkundet, und das Geld ist auch schon bezahlt", erklärte gestern Abend Dietmar Demczenko im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Vorstandsvorsitzender der Firma Deco Grundbesitz AG aus Korb (Rems-Murr-Kreis) ist einer der beiden Gesellschafter der neu gegründeten Horb Invest GmbH & Co.KG, ebenfalls mit Sitz in Korb. Die Gefahr eines Rückziehers – wie bereits einmal beim Haugenstein-Verkauf geschehen – sei nicht mehr gegeben, nachdem das Geld bereits an die BIMA überwiesen worden sei, unterstreicht Demczenko.

Die Mieter erfuhren die Nachricht gestern durch ein Schreiben, das in die Briefkästen gesteckt wurde. Die bisherige Eigentümerin, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA), informierte darin, dass die Wohnanlage Haugenstein verkauft worden sei. Die Horb Invest GmbH nehme mit sofortiger Wirkung alle Rechte und Pflichten aus den bestehenden Mietverträgen wahr. Weiter heißt es, dass die berechtigten Interessen der Mieter gewahrt bleiben und nicht eingeschränkt würden.

"Wir sind seit gut einem Jahr in Verhandlung gewesen", erklärt Demczenko. Da die Anlage oft schlecht gemacht worden sei, sei es schwierig gewesen, Banken zu gewinnen. Doch man sei nun in der glücklichen Lage gewesen, auch ohne die Hilfe von Banken den Kauf zu tätigen. Der Gesellschafter erklärt schon einmal die ersten Pläne: "Das Ziel ist, die Wohnanlage zu erhalten und sie nach vorne zu bringen." Es stehe jetzt schon fest, dass alle Gebäude saniert würden. So seien energetische Maßnahmen und ein Vollwärmeschutz geplant. Auch die Fenster würden geprüft, verspricht er. "Wir wollen, dass die Mieter zufrieden sind." Es sei aber klar, dass mit Blick auf den Mietpreis keine "Luxuswohnungen" zu erwarten seien. Es solle aber eine "schöne Wohnanlage" entstehen. Demczenko wünscht sich aber für die Startphase noch ein wenig Geduld: "Es wäre schön, wenn man uns ein bisschen Zeit gibt." Das Unternehmen "Deco" habe Erfahrung mit über 1000 Wohnanlagen, erklärt Demczenko – unter anderem habe man viele Wohnungen in Berlin privatisiert.

Er sieht große Vorteile in der örtlichen Nähe der Gesellschaft. "Wir wollen den persönlichen Kontakt zu den Mietern suchen und pflegen." Dies sei jetzt sicher besser möglich als mit der fernen BIMA. Die Vereinbarungen, die vor Kurzem mit der Bundesanstalt getroffen wurden – unter anderem ein Notdienst-Service –, bleiben laut Demczenko aber bestehen und sollen sogar noch verbessert werden.

Die Haugenstein-Siedlung sei besser als ihr Ruf, findet er. Die Wohnungen hätten beispielsweise einen schönen Zuschnitt. "Im Stuttgarter Raum findet man kaum eine Vier-Zimmer-Wohnung mit 130 Quadratmetern. Und vor allem nicht für diesen Mietpreis." Dass zwölf der 120 Wohnungen leer stehen, könne auch ein Vorteil sein. Diese könnten nun modernisiert und dann auch zur Besichtigung präsentiert werden.

Positiv überrascht über den plötzlichen Verkauf zeigte sich gestern Abend auch Oberbürgermeister Peter Rosenberger im Gespräch mit unserer Zeitung. Nun sei es sehr wichtig, dass der neue Investor schnell den Kontakt zu den Mietern suche und dass ein guter Dialog zwischen beiden Seiten stattfinde. Auch er wolle mit der Gesellschaft schnell ins Gespräch kommen und deutlich machen, wie wichtig Verbesserungen seien. Auch die Einhaltung der kürzlich getroffenen Vereinbarungen sei sehr wichtig, so Rosenberger.

 
 

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