Wer weiß: Vielleicht kommt ja zum Glühwein-Flashmob der Weihnachtsmann. Foto: SB-Archiv

Weihnachtliche Facebook-Party: Ideengeberin Christina Langlotz bekommt mehr Unterstützer.

Horb - Der spontane Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz findet immer mehr Fans. Christina Langlotz und ihren Mitstreitern ist vor allem eines wichtig: Es soll eine positive Veranstaltung und kein gegnerischer Markt zum Horber Advent sein.

Christina Langlotz (in unserer gestrigen Ausgabe leider falsch geschrieben) hatte die Idee für den "Glühwein-Treff" am Samstag, 10. Dezember, ab 19 Uhr auf dem Marktplatz über das Internet verbreitet. 500 Menschen hatten sich bei Facebook schon angemeldet. Und auch Händler sind inzwischen willkommen.

Initiatorin Christina Langlotz zum Schwarzwälder Boten: "Es gab offenbar ein Kommunikationsproblem. Klar ist: Der Glühwein-Flashmob ist keine kommerzielle Veranstaltung. Wenn Leute oder Händler etwas verschenken oder den kompletten Erlös für einen guten Zweck geben, sind sie willkommen."

Weinhändler Georg Djuga hatte versucht, mit anderen Händlern am Marktplatz am Spontan-Weihnachtsmarkt teilzunehmen. Er sagt: "Wir hatten geplant, den Flashmob zu unterstützen, indem wir Getränke und anderes an die Teilnehmer austeilen würden – und zwar unentgeltlich."

Initiatorin Langlotz gestern: "Leider haben Herr Djuga und ich bisher noch nicht miteinander sprechen können. Ich hoffe, wir können das Missverständnis jetzt ausräumen." Damit stehen die Chancen gut, dass sich viele am Flashmob und der Aktion von Elisabeth Schneiderhan beteiligen. Sie plant, an einem Verkaufsstand Met, Kinderpunsch und Gebäck anzubieten. Der Erlös geht an Vanessa Velte vom Verein "Verschenke eine Ziege".

Ihre Veranstaltung auf dem Marktplatz will die Friseurin auch nicht als "Gegen-Weihnachtsmarkt" verstehen: "Es geht nicht darum, dem Markt auf dem Flößerwasen irgendwie Konkurrenz zu machen. Meine Idee ist ein spontaner Treff für alle Horber, die in der Atmosphäre des Marktplatzes einen Glühwein trinken wollen." Und mit diesem Konzept gewinnt Christina Langlotz offenbar immer mehr Fans – nicht nur auf Facebook.

Katrin Kinsler zum Schwarzwälder Boten: "Wir kommen auch zum Glühwein-Flashmob." Vor dem "Spontan-Weihnachtsmarkt" feiert sie um 17 Uhr das Helfer-Fest am Sankt Leonhardsbrunnen. Kinsler hatte mit der Anwohnergemeinschaft "Nachbarn im Tal" und vielen Sponsoren aus der Stadt den Brunnen zur Landesgartenschau mit Pflanzen und Rollrasen verschönert. Kinsler: "Als Dank wollen wir alle Helfer und Sponsoren mit Waffeln und Glühwein bewirten. Danach gehen wir zum Marktplatz. Wenn bei uns etwas übrigbleibt, bringen wir es mit auf den Marktplatz und verteilen es dort."

Kommentar

Facebook-Partys? Sind das nicht die, von denen man immer nur Negatives hört? Bei denen regelmäßig die Polizei einschreiten muss? Nein, das muss nicht sein. Der "Glühwein-Flashmob" wird aller Voraussicht nach ein positives Beispiel dafür sein, dass im Internet Veranstaltungen organisiert werden, die spontan, lustig und für alle ein tolles Erlebnis sind.

Der Flashmob von Ideengeberin Christina Langlotz ist das Positivbeispiel dafür, wie sich Bürger zusammenschließen können, ohne dass es einer großartigen Organisation bedarf. Alles locker, kein Zwang, jeder bringt etwas mit – wie auf einer netten Privat-Party. Um so schöner, wenn sich dann noch Händler anschließen, um für den guten Zweck zur großen Sause beizutragen.

Und nach dem Erfolg des Horber Advents, der für viele noch hätte länger gehen können, kann es gerne besinnlich fröhlich weitergehen.