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Horb a. N. Gemeinschaftliches Kirchenpflegeamt soll neue Akzente setzen

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Im katholischen Gemeindezentrum St. Mauritius in Nordstetten fand ein Treffen der Vertreter des Gemeinsamen Ausschusses der Seelsorgeeinheit statt. Foto: Seelsorgeeinheit Foto: Schwarzwälder Bote

Horb. Der von der Diözese Rottenburg-Stuttgart 2015/2016 eingeläutete Kiamo-Prozess (Kirche am Ort – an vielen Orten), um Schritte der Erneuerung und Entwicklung einzuläuten, ist jetzt in der Seelsorgeeinheit "Horb – miteinander unterwegs" insofern abgeschlossen worden, als im Zuge der Pfarrvisitation Dekan Armin Noppenberger und Dekanatsreferent Achim Wicker sowie seine Kollegin Nicole Uhde vergangene Woche im katholischen Gemeindezentrum St. Mauritius in Nordstetten ein Zusammentreffen mit den Vertretern des Gemeinsamen Ausschusses der Seelsorgeeinheit sowie einigen Interessierten aus den Kirchengemeinderäten stattfand.

Mit dabei waren Pfarrer Elmar M. Morein als Vorsitzender und Ursula Nagel als stellvertretende Vorsitzende des Gremiums sowie die Teamkollegin Raphaela Lehmann als Ehrenamtsbeauftragte und Kollegen P. Jennis Thomas und Diakon Klaus Konrad. Vorausgegangen sind in den vergangenen vier Jahren auch Tagungen und Konferenzen, in denen Schwerpunkte genannt worden sind, wie zum Beispiel die vier Haltungen, die künftig eine Rolle spielen: vertrauen – lassen – erwarten und wertschätzen, was auch in den Predigten aufgenommen wurde.

Jede Gemeinde hat sich Gedanken gemacht

Wenn auch strukturell keine großen Veränderungen herbeigeführt werden konnten und die Pfarreien weiter machen wollen wie bisher, hat es doch insofern eine Klärung ergeben, als es künftig ein gemeinschaftliches Kirchenpflegeamt geben soll, das für die Kirchengemeinden Horb, Bildechingen und Mühlen schon seit Jahren Bestand hat und jetzt von den einzelnen Gemeinden im Laufe der nächsten Jahre peu à peu ebenso genutzt werden kann.

Ein weiteres ist der neue Zweckverband für die Kita-Einrichtungen seit Januar dieses Jahres, der von den Pfarreien Horb, Ahldorf und Rexingen genutzt wird. Aber ein Einstieg in eine Gesamtkirchengemeinde – hier wären die Gemeinden zwar noch selbstständig und hätten nur ihre Hauptverwaltung in eine Hand gegeben – oder gar in eine vereinigte Kirchengemeinde, dass alle von einem Gremium aus organisiert werden wie es in der Erzdiözese Freiburg der Fall ist, ist derzeit nicht oder zumindest jetzt noch nicht gewollt, wenngleich der Bereich Zukunftsvisionen de facto für alle Anwesenden eine große Rolle spielt, wie sich im Zusammenhang mit einem Schaubild, das Nicole Uhde erstellt hat, deutlich zeigte.

Jede Gemeinde hat sich innerhalb des Prozesses viele Gedanken gemacht und Ideen entwickelt im Sinne der Schaffung von Spielräumen für Aufbrüche sowie um die Planung der Pastoral, was für die Zukunft sinnvoll erscheint. Einige Gemeinden unterhalten auch eigene Pastoralausschüsse zur Unterstützung des Kirchengemeinderates. So sind in den Gemeinden auch neue Ideen und Ansätze für die Fortentwicklung entwickelt und gemacht worden. Pfarrer Morein hat dazu den Pastoralbericht in Abstimmung mit dem Gemeinsamen Ausschuss erstellt. Wichtig sind ihm dabei insbesondere die Ehrenamtskultur und im liturgischen Bereich neben der Eucharistie und Wortgottesdienstfeier neue Gottesdienstformen, die die Menschen ansprechen.

Was das Netzwerk im Lebensraum der Seelsorgeeinheit betrifft, so gibt es bis dato allenfalls Ansätze wie die gemeinsame Gottesdienstplanung oder hier und da auch Angebote in der Erwachsenenbildung oder Gebets- und Singkreisen.

Fest steht auf alle Fälle, die Gemeinden bleiben dran, wobei jetzt erst einmal im nächsten Jahr am 22. März wieder Kirchengemeinderatswahlen anstehen und vor Ort bis zum 22. September bereits ein Wahlausschuss eingesetzt werden muss.

Die Aufgabe ist es jetzt, wieder Kandidatinnen und Kandidaten zu finden, und von den seitherigen werden wieder viele mitmachen, obgleich die pastorale Arbeit in ihrer Differenziertheit und auch in der heutigen säkularisierten Zeit bestimmt nicht leichter wird. Zuvor wurde in der St.-Mauritius-Kirche gemeinsam Eucharistie gefeiert, und Dekan Armin Noppenberger ging es in der Predigt um Orte der Gegenwart Gottes, die heilend und helfend wirken sollen im Sinne von Kirche im Dienst an den Menschen.

Summa summarum: eine Euphorie hinsichtlich einer Zusammenlegung und Zentralisierung im Sinne mancher kirchlicher Entwicklungen auf Bundesebene gibt es nicht, und offenbar wird in Horb doch gerne vor Ort eigenständig gearbeitet, zumindest im Moment noch.

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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