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Horb a. N. Gasthaus zum Teufel ist Geschichte

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Am 29. Dezember wird der "Teufel" in Bittelbronn geschlossen. Das Gebäude soll anschließend zum Verkauf ausgeschrieben werden. Foto: Wagner

Horb-Bittelbronn - Zum Ende des Jahres schließt das Gasthaus zum Teufel in Bittelbronn, und damit endet auch ein Stück Wirtshausgeschichte im Ort.

So langsam hat es sich bereits in der Ortschaft Bittelbronn herumgesprochen, dass die letzte Gaststätte im Ort bald schließen soll. Auch wenn der Betreiberin des Gasthauses Teufel, Eugenia Kopp, dieser Schritt nicht leicht fällt, so steht ihr Entschluss dennoch fest. Am 29. Dezember wird der Betrieb in Bittelbronns Kult-Gaststätte eingestellt. Das Gebäude soll anschließend zum Verkauf ausgeschrieben werden.

Anfang diesen Jahres habe ihr Ehemann Paul Kopp bereits den Entschluss gefasst, das Gasthaus zum Ende des Jahres zu schließen, verriet die Betreiberin unserer Zeitung in einem persönlichen Gespräch. Ihm selbst war es leider nicht mehr vergönnt, dies in die Tat umzusetzen. Paul Kopp verstarb nach langer Krankheit im Alter von 79 Jahren am 10. September 2019. Die Wirtschaft wurde bis 1971 von seinem Vorgänger und Schwager Eugen Teufel betrieben. Die Gästebucheinträge reichen zurück bis in das Jahr 1931, als de r Gasthof als "Pension zum Bahnhof" von dessen Vater August Teufel geleitet wurde. Erst in den 60er-Jahren etablierte sich der Name "Gasthof zum Teufel".

Eugenia Kopp kann auf eine sehr bewegende Zeit zurückblicken. "Es wurden sehr viele Feste gefeiert. Mit Jung und Alt sind wir stets gut ausgekommen", resümierte die Witwe. Regelmäßig wurde das Gasthaus für Betriebsfeiern, Hochzeiten, Geburtstage, Taufen sowie Kommunions- und Konfirmationsfeiern gebucht. Auch an den Wochenenden trieb es viele Besucher aus Nah und Fern in das Gasthaus in Bittelbronn. "Wir hatten auch stressige Wochenenden, aber die Zufriedenheit der Gäste hat meinem Mann auch im Rentenalter die Kraft und den Antrieb gegeben, um weiter zu machen", verriet Kopp. Was bei ihr zurückbleibt, sind freudige Erinnerungen, aber ebenso Wehmut und Trauer. Ähnlich verhält es sich bei den rund 20 regelmäßigen Besuchern des Stammtischs, die seit zwölf Jahren an zwei Tagen in der Woche im "Teufel" zusammenkommen. "Mit der Schließung der Gaststätte geht ein großes Stück Bittelbronner Geschichte verloren. Das ist viel schlimmer, als wenn die Kirche zu macht", so das Fazit eines Stammtischgängers.

Die besondere Art der tiefen Verbundenheit der Besucher zu der Gaststätte und dem Personal ruft in der Betreiberin große Dankbarkeit hervor. Kopp sagt ihren Gästen: "Vielen herzlichen Dank für die jahrelange Treue, große Wertschätzung und die vielen schönen Stunden. Ein ganz großer Dank gehört auch unseren Mitarbeitern, die uns in all den Jahren immer die Treue gehalten haben."

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