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Horb a. N. Fußballer nach Brand in Dettingen geehrt

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Der »Bleib-Fair«-Monatssieger Januar des WFV heißt Leonhard Graf (vorne liegend) und kommt aus den Reihen der E-Jugend der SG Dettingen/Rexingen. Die 1. Mannschaft wurde für ihren Rettungseinsatz beim Brand des Obdachlosenheimes von Knut Kircher (hintere Reihe, Sechster von rechts), Ralph Zimmermann (hintere Reihe, Dritter von links), Alfred Schweizer (hintere Reihe, Zweiter von links) und Robert Schwarz (hintere Reihe, Dritter von rechts) ausgezeichnet. Foto: Henger

Horb-Dettingen -Einen großen Bahnhof gab es im TSV-Sportheim: Der ehemalige FIFA-Schiedsrichter und Fairplay-Botschafter des Württembergischen Fußballverbands, Knut Kircher, zeichnete den E-Jugend-Spieler Leonhard Graf und die 1. Herrenmannschaft aus.

Seit über zehn Jahren bringen der Deutsche Fußballbund (DFB) und seine Landesverbände, zu denen der Württembergische Fußballverband (WFV) zählt, Fairplay im Fußball ins Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit.

Deshalb prämiert der WFV monatlich einen "Bleib-Fair"- Sieger. Damit faires Verhalten auf dem Platz belohnt wird, können alle Fußballfreunde ganz einfach eine faire Aktion vorschlagen und sie an den WVF melden.

Die Meldung kann auf dem Spielberichtsbogen, per Whats-App, Facebook oder Mail übermittelt werden. Formulare kann man auf der Homepage des WFV herunterladen.

Geste fasziniert Gastgeber Mühlen-Ahldorf

Und so kam es zum Dettinger Fairplay: Die SG Dettingen/Rexingen hatte beim letzten Horber Hallenturnier zwei E-Jugendmannschaften angemeldet, und so kam es, dass die beiden Dettinger/Rexinger Mannschaften im Halbfinale aufeinanderstießen. Die E 1 war mit 2:1 vorne, und nach einem Hin und Her vor dem Tor der E 1 landete der Ball knapp hinter der Linie, bevor der Torhüter Leonhard Graf den Ball sicher in seinen Händen hatte. Der Schiri bemerkte aber nicht, dass der Ball hinter der Linie war und gab das Zeichen zum Weiterspielen. Da ging Leonhard Graf – also der Torhüter selbst! – zum Schiri und sagte: "Der Ball war doch hinter der Linie." Der Unparteiische gab das Tor für die E 2, und so stand es kurzum 2:2. Am Ende konnten aber die Spieler der E 1 doch noch jubeln, denn sie gewannen nicht nur das Spiel mit 4:2, sondern auch das Turnier.

Diese Geste faszinierte die Verantwortlichen des Gastgebers Mühlen-Ahldorf, und sie meldeten dieses Ereignis an den WFV. Bei der Monatsabstimmung für den Januar wurde Leonhard Graf zum "Bleib Fair"-Monatssieger Januar gewählt. Dieses Ereignis nahm Knut Kircher zum Anlass, den jungen Fußballer im TSV-Sportheim auszuzeichnen. Das WFV-Vorstandsmitglied Kircher freute sich natürlich, dass Fairplay auch bei den Jüngsten angekommen ist. Es sei nicht selbstverständlich, zum Schiri zu gehen und so seiner Mannschaft einen Nachteil zu bescheren. Nachahmung wird empfohlen, so Kircher. Dieser Mut sollte belohnt werden, und so bekam Leonhard Graf eine Fairness-Urkunde, zwei Tickets für ein Heimspiel beim VfB Stuttgart, einen Rucksack und einen Turnbeutel. Und für seine Mannschaft gab es einen Satz "Bleib Fair"-T-Shirts.

Auch der Horber Bürgermeister Ralph Zimmermann war begeistert und freute sich über die faire Aktion des Jugendfußballers. "Ihr habt weit über den Fußball hinaus gezeigt, dass es ehrlich bleiben muss", sagte der Bürgermeister. "Ihr nehmt dies in den Alltag mit und geht dann Miteinander fairer um." Zimmermann übergab ein Geschenk an die Mannschaft. Auch der Sportkreisvorsitzende Alfred Schweizer war von der Aktion des Jugendspielers begeistert.

Vom Fußballbezirk nördlicher Schwarzwald kam für den erkrankten Bezirksvorsitzenden Edgar Pakai der Bezirksjugendleiter Robert Schwarz an den Neckar gereist. Auch er freute sich über die faire Geste des Jugendfußballers und übergab ein Geschenk. Trainer Peer Schliep, der zusammen mit Thomas Schmidt die Mannschaft trainiert, meinte, dass Fairplay an erster Stelle steht. "Wir wollen nicht nur trainieren sondern auch Werte vermitteln", sagte Peer Schliep.

"Ein Danke reicht hier nicht"

Nach der Ehrung lobten alle Redner das schnelle, beherzte kollektives Vorgehen der 1. Mannschaft der SG Dettingen/Rexingen mit ihrem Trainer Leo Klein, die beim Brand im benachbartem Obdachlosenheim ein Menschenleben gerettet hatten. Vom WFV bekam die Mannschaft Karten für das WFV-Pokalendspiel am 25. Mai im Stuttgarter Gazi Stadion. Für die Allgemeinheit habe der Fußball einen guten Beitrag geleistet, und Knut Kircher dankte den Lebensrettern. Eine Anerkennung gab es von der Stadt Horb. Denn ein nüchternes Danke reiche hier nicht, sagte Ralph Zimmermann. "Dies war ein Beispiel, bereit zu sein, anderen zu helfen."

Auch der Sportkreisvorsitzenden Alfred Schweizer dankte der Mannschaft mit einem Geschenk. Robert Schwarz war von der Rettungsaktion der Fußballer begeistert, und auch von ihm gab es ein Geschenk an die Mannschaft.

Nach dem Brand in Dettingen haben wir die Retter besucht:

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