Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Horb a. N. Fridays for Future: Reaktionen sind gespalten

Von
Die Reaktionen auf die Fridays for Future-Demos sind gemischt. Foto: Soeder

Horb - Zur Fridays-For-Future-Kundgebung am Freitag in Horb nehmen Kommunalpolitiker Stellung. Die Jungen Liberalen des Landkreises halten die Forderungen der Demonstranten für "nicht ausgereift", während Stefan Dreher von der Linken die Kundgebung unterstützt.

Die Jungen Liberalen räumen ein: "Klimawandel ist heute und auch in der Zukunft eines der wichtigsten Probleme, das wir lösen müssen. Schaut man in die Vergangenheit, muss man zugeben, dass dies lange Zeit vernachlässigt, verdrängt und sogar ignoriert wurde."

Der Kreisvorsitzende der Jungen Liberalen, Lars Schmitter, sagt dazu: "Der Klimawandel ist heute eine der größten Herausforderungen unserer Gesellschaft, für unsere Zukunft, vor allem die der jungen Generation. Daher darf effektiver Klimaschutz nicht belächelt, sondern muss sehr ernst genommen werden." Doch zu demonstrieren, anstatt zur Schule zu gehen, "reicht noch lange nicht", so Schmitter. "Wer das Problem des Klimawandels in Angriff nehmen will, muss Partei ergreifen und sich politisch stärker engagieren. Anlaufstellen findet man hier bei den politischen Jugendorganisationen, wie den Jungen Liberalen Freudenstadt." Die Jungen Liberalen nehmen dieses Thema nach eigenem Bekunden "sehr ernst".

Die Forderungen der Fridays-For-Future-Demonstrationen halten sie jedoch für "nicht ausgereift". Sie argumentieren: "Wenn man den Klimaschutz ohne Rücksicht auf unseren Lebensstil realisieren will, laufen wir Gefahr u nsere Gesellschaft zu spalten. Beispielsweise muss der Kohleausstieg so schnell wie möglich umgesetzt werden; jedoch wird trotzdem weiterhin Strom für unsere Handys, Computer oder andere alltägliche Dinge benötigt. Bislang kann die entstehende Stromlücke nicht durch die alternativen Stromlieferanten kompensiert werden. Dies führt zwangsläufig zu einer Preisexplosion durch das mangelnde Angebot. Doch Strom darf nicht nur für Reiche sein. Nur durch eine ausgeprägte Förderung von Innovation und Forschung werden wir in der Lage sein, hier auch für die Zukunft Zeichen zu setzen und Lösungen zu präsentieren."

Einen ganz anderen Standpunkt nimmt Stefan Dreher, Parteisekretär der Linken, ein: "Dass es völlig für die Katz ist und es niemanden interessiert, wenn Schüler in ihrer Freizeit demonstrieren, dürfte selbst denen klar sein, die ständig von ›Schulpflicht‹ faseln. Es wäre so, als ob man von der IG Metall verlangt, den Streik doch bitte auf den Feierabend zu legen. Es ist gut, wenn Schüler mit dieser Aktionsform wahrnehmbar den rückgratbefreiten Geiferern den Mittelfinger entgegenstrecken und sich diese an ihrem Schaum vorm Mund verschlucken."

Dass sich auch in Horb Schüler an den Protesten beteiligen, findet Dreher "in höchstem Maße erfreulich". Er argumentiert: "Die einfache Wahrheit ist: Es gibt eben nur diesen Planeten und dessen Ressourcen sind endlich." Die Linke, so Dreher, solidarisiere sich mit der Horber Fridays-For-Future-Bewegung. Sie wüscht "im Interesse aller Menschen den Horber Schülerinnen und Schülern viel Spaß und Erfolg".

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

Flirts & Singles

 
 

Top 5

1

Kommentar

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.