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Horb a. N. Flashmob für die Grundrechte

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Vertreter der Gruppe "Grundrechte Nordschwarzwald" – unter ihnen auch Dietmar Urban (mit dem Schild "Freiheit") - veranstalteten einen Flashmob am Sebastian-Lotzer-Platz, um gegen die Corona-Einschränkungen zu demonstrieren. Foto: Lück

Horb - Sie hatten einen Flashmob angekündigt. Und er fand tatsächlich statt. Die Gruppe "Grundrechte Nordschwarzwald" zeigte am vergangenen Freitag am Sebastian-Lotzer-Platz, was Freiheit für sie bedeutet.

Diskussion erreicht Horb

Eine Teilnehmerin zeigt mit ihrem T-Shirt, worum es geht. Vorne steht: "So wurden wir noch nie verarscht". Hinten steht drauf "Coronia 2020". Und die Diskussion um das Krisenmanagement der Bundesregierung, den Lockdown und die Folgen hat jetzt auch Horb erreicht.

Dietmar Urban aus Rexingen hat einen Trapperhut auf, schwenkt die Fahne "Freiheit". Eine Tänzerin hat ein Seil um die Stahlskulptur gebunden, versucht, sich aus dem Strick zu befreien. Und der Rest der Gruppe schaut mit Ferngläsern in den Himmel. Ein Sohn sagt zu seinem Vater: "Ich glaube, da oben ist sie." Der Vater: "Wirklich? Kann sein."

Autofahrer heben Daumen

Dann marschiert die Gruppe über den Fußgängerüberweg, einige Autofahrer hupen und heben den Daumen. Dietmar Urban: "Hier in Horb wurde Sebastian Lotzer geboren. Er hat in Memmingen zwölf Artikel formuliert, die für die Freiheit stehen. Hier hat die Freiheit Tradition, darauf können wir stolz sein. Und heute ist das Haus am Lotzer-Platz auch ein Symbol für eine unbekannte Freiheit. Das will ich nicht werten. Aber eins haben wir beobachtet: Der Abbau der bürgerlichen Freiheiten hat in den letzten Jahren begonnen. Corona hat das noch beschleunigt! Wo sonst als hier ist der ideale Ort, um heute nach der Freiheit zu suchen?" Dann schwenkt Urban seine Flagge. Sagt: "Wenn wir heute nicht Flagge zeigen, weiß der Nachbar nicht, wofür wir stehen!"

Die Gruppe "Grundrechte Nordschwarzwald." Sie diskutiert beim Nachrichtendienst Telegram, welche Auswirkungen der Corona-Beschränkungen ihre Freiheit beeinträchtigt.

FDP-Ortsvorsitzender mit von Partie

Interessant: Sogar ein echter Liberaler ist mit dabei: Andreas Schwarz, Ortsvorsitzender der FDP in Freudenstadt. Der Suchttherapeut sagt: "Alles, was nicht demokratisch beschlossen wurde, stört mich als liberaler Demokrat." Ein klares Statement zu den Corona-Beschränkungen, die Bundes- und Landesregierung mit Hinweis auf den Infektionsschutz durchgesetzt hatten. Schwarz weiter: "Weil diese Beschränkungen nicht demokratisch abgestimmt worden sind, sind sie letztendlich auch eine Form von Gewalt. Und die negativen Folgen dieser Freiheitseinschränkungen wie Gewalt gegen Kinder, Menschen oder verstärkte Sucht sind nicht adäquat abgewogen worden."

Und dann passiert das, was die Initiatoren der "Grundrechte Nordschwarzwald" auch beabsichtigt hatten: Die Gruppe fängt zu diskutieren an. Dietmar Urban: "Auf Demos oder in Gruppen in sozialen Medien bleibt man anonym. Wir wollen miteinander sprechen und uns real vernetzen. Als Beginn einer Graswurzel-Bewegung."

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