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Horb a. N. Ernährungsberater Sven Bach macht den Supermarkt-Check

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Ernährungsberater Sven Bach führte durch den Real-Markt und erklärte, wie man sich gesund und fit shoppt. Foto: Lück

Horb - Wie shoppe ich mich gesund und fit? Was sollte im Einkaufwagen landen und was nicht. Wer könnte das besser beantworten als Ernährungsberater Sven Bach.

Der Horber Ernährungsberater –­ auch bekannt aus dem Fernsehen – bei seinem ersten Einkaufscoaching. Bach geht durch den Real-Markt: erster Halt am Ölregal. "Man muss wissen: Maiskeimöl und Sonnenblumenöl erhalten viel Linolsäure. Wer Arthrose oder Rheuma hat, sollte diese Öle aus dem Einkaufswagen verbannen."

Keine Zusatzstoffe

Nächste Station: Das Regal mit Senf und Co. Bach greift ein Senfglas raus. Liest die Zutatenliste vor. Der Ernährungsberater: "Kein Zusatzstoffe – perfekt. Nur Senfsaat und Brandweinessig. Man sollte nur Lebensmittel kaufen, wo keine Zusatzstoffe drin sind. Im Moment weiß keiner, was die auslösen können. Das werden wir oder unsere Kinder oder Enkel in dreißig oder vierzig Jahren ausbaden."

Bracht greift eins höher, nach dem Meerrettich im Gläser. "Rapsöl, Zucker, Molkenerzeugnisse, Xanthan, Natriummetabisulfit. Das würde ich weglassen. Dafür lieber eins rüber gehen in die Gemüseabteilung und frischen Rettich kaufen. Kurz schälen, reiben – fertig. Schmeckt auch viel besser und frischer. Und weil man den Rettich auch tiefgekühlte reiben kann, hält sich der Meerrettich auch Zuhause!"

Frischer Fisch geht immer

Dann geht es zum Backshop. "Das würde ich eher weglassen. Vor allem, wenn man nach dem Essen des Brotes Bauchgrimmen bekommt. Das liegt daran, dass diese Backwaren hier als Teigling tiefgekühlt geliefert werden und dann fertig gebacken werden. Das heißt: Der Teig ruht kaum. Und das sorgt dafür, dass es zum Bauchgrimmen kommen kann. Lieber beim Bäcker kaufen –­ die lassen den Teig so lange ruhen, bis die Bakterien-Prozesse fertig sind." Fügt aber hinzu: "Das ist kein Dogma! Ein oder zwei Mal die Woche schadet das auch nichts, wenn man diese Backwaren verträgt."

Nebenan geht es mit Fisch-, Käse-, Wurst- und Fleischtheke weiter. Bach: "Die Fischtheke ist hervorragend! Frischer Fisch geht immer –­ da habe ich keine Bedenken."

Dann zückt er sein Smartphone. "Es gibt die Fisch-App vom WWF. Dort steht alles drin: Ist der Fisch meiner Wahl belastet? Ist er überfischt oder nicht?"

Bach steht mit seiner Gruppe inzwischen am Wurstregal. Der Ernährungsberater: "Käse kann man so oft essen, wie man will. Wenn man das Kalorienzählen nicht vergisst. Wurst nicht. Die sollte man als Genussmittel wie Schokolade betrachten!" Und was ist mit Rohmilchkäse? Bach: "Wer schwanger ist, sollte lieber auf den Genuss verzichten."

Dann geht es zum Kühlregal. Bach greift zum Naturjoghurt. "Das ist immer gut für den Darm. Bitte achten Sie darauf, dass im Natur-Joghurt nicht mehr als 5 Gramm Kohlenhydrate auf 100 Gramm enthalten sind. Wenn es mehr sind, ist Milchpulver untergerührt."

Butter oder Margarine? Bach: "Der Blick auf die Zutatenliste. Margarine braucht kein Mensch. Lieber reine Butter oder Butterschmalz. Wer möchte, kann auch reines Schweineschmalz zum Anbraten ausprobieren."

Bio oder Konventionell?

"Ich würde im Zweifelsfall eher Bio nehmen. Es gibt – grob gesagt –­ drei Produktkategorien: Das No-Name Produkt ganz günstig. Das Bio-Produkt. Und das High-End Markenprodukt. Bio liegt meistens preislich in der Mitte. Wegen dem Tierwohl und dem Verzicht auf Spritzmittel und Chemie würde ich immer zu Bio neigen." Doch ist Bio immer gut? Bach steht vor dem Müsliregal. Zieht das Bio-Müsli raus. Bach: "Zucker, Fett und Honig ist auch noch drin. Das ist schon Hüftgold." Zieht die nächste Tüte raus. "Ich finde es interessant, dass es hier für 2,49 Euro Demeter-Produkte bekomme. Denn Demeter ist das beste Bio-Siegel. Bei normalem Bio dürfen fünf Prozent konventionelle Produkte beigemischt werden. Deshalb immer darauf achten, ob zusätzlich noch das Siegel ›Ohne Gentechnik‹ auf der Packung steht."

Und der Ernährungsberater weist darauf hin, dass man bei Bio-Fertigprodukten besonders auf die Zutatenliste aufpassen muss. Bach: "In Bio-Fertigprodukten dürfen bis zu 30 Prozent konventionelle Produkte dabei sein. Dreimal dürfen sie raten, was bei der Bio-Maultasche im Zweifelsfall nicht Bio ist? Das Fleisch natürlich!"

Billig oder teuer?

Die letzte Station des Rundgangs ist am Reisregal. Der Ernährungsberater: "Mit Basmati-Reise machen sie nichts verkehrt. Der wird nur am Himalaya angebaut und ist naturbelassen." Er greift dann nach dem Billigprodukt: "Die kostet 1,99 Euro." Dann die Marken-Tüte: "4,59 Euro. Der Inhalt ist der gleiche."

Das erste Einkaufscoaching von Sven Bach: Was hält Geschäftsleiter Kelpin davon? Er lächelt: "Die Führung war klasse. Ich bin überrascht, wie offen und professionell Sven Bach das gemacht hat. Ich habe selbst viel über meine Produkte gelernt –­ und der Kunde soll selbst entscheiden, was er kauft."

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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