Claudia Beuter vom Horber Stadtmarketing (von links), Udo Riefer vom Arbeitskreis Städtepartnerschaft, Oberbürgermeister Peter Rosenberger, Bauhofmitarbeiter Tomislav Gergel und Stefanie Müller vom Grünteam der Technischen Betriebe stehen neben der Erle.Foto: Kupferschmidt Foto: Schwarzwälder Bote

Gemeinde: Partnerschaftsgärten an Inselspitze wurden erneuert / Als "i-Tüpfelchen" pflanzt Stadt Laubbaum

Horb. Wer demnächst bei der Inselspitze in Horb spazieren geht, dem wird auffallen, dass nun in der Sichtachse des spanischen Partnerschaftsgartens von Sant Just Desvern eine Erle steht.

Diese wurde am 6. Mai gepflanzt. Mit dabei waren – trotz regnerischen Wetters – Oberbürgermeister Peter Rosenberger, Stefanie Müller vom Grünteam der Technischen Betriebe, Udo Riefer vom Arbeitskreis Städtepartnerschaft sowie Claudia Beuter vom Horber Stadtmarketing. Der ein oder andere fragt sich vielleicht, warum der Pflanzung einer Erle ein so großes Aufsehen gewidmet wird. Rosenberger: "Dieses Jahr feiern wir viele Jubiläen, unter anderem einen zehnten Geburtstag". Im Jahr 2011 wurden die drei Partnerschaftsgärten zur Gartenschau angelegt – der spanische, französische und englische Garten wurden jeweils thementypisch bepflanzt. Da viele Pflanzungen nicht mehr vorhanden oder Pflanzenkrankheiten zum Opfer gefallen sind, hat die Stadt Horb in diesem Jahr das Stadtjubiläum genutzt, um die "Gärten in dem alten Glanz, wie bei ihrer Eröffnung erstrahlen zu lassen", so Riefer. Die Erle sei nach den Arbeiten in den Gärten der vergangenen Wochen ein "i-Tüpfelchen".

Von Riefer stammt die Idee, den Laubbaum zu pflanzen. Daraufgekommen, einer Erle den Platz gegenüber des spanischen Gartens zu schenken, ist er durch den Namen des Baumes. "In katalanischen Ländern erscheinen Erlen in Namen von Orten wie Sant Just Desvern". Deswegen habe er den in fast ganz Europa heimischen Baum ausgewählt, es bestehe "eine Beziehung zum Namen mit der Stadt und sie ist zugleich ein Symbol für Sant Just Desvern". Auf der Inselspitze stehe die Erle nun in Sichtweite des Dragons, der vor Kurzem sein Winterquartier wieder verlassen durfte.

Müller, die laut Rosenberger die Funktion einer "grünen Fee" besitzt, erklärt, dass der Platz neben dem Mühlkanal für die Erle sehr geeignet sei. Denn normalerweise wachsen Erlen an den Ufern von Flüssen und Kanälen. Hier stehe dem Baum genug Wasser zur Verfügung. Gute Voraussetzungen hat die Erle also, hoch über Horb hinaus zu wachsen. "Das darf sie auch", so Rosenberger. "Sie soll sich frei entfalten". Normalerweise wächst der Baum zehn bis fünfzehn Meter in die Höhe. Nachdem die Pflanzung erfolgreich verlaufen ist, soll neben der Erle ein Schild angebracht werden. Riefer: "Damit auch jedem bewusst ist, dass hier ein besonderer Baum wächst".

n Spanischer Garten

Im Spanischen Garten wurden unter anderem neue rote Rosen gepflanzt. Diese sollen an die Feierlichkeiten des Georgstages (Sant Jordi), den Festtag der zu Ehren des Schutzpatrons von Katalonien abgehalten wird, erinnern. An diesen Feierlichkeiten erhält jede Frau als Geschenk eine rote Rose.

n Französischer Garten

Die franz­ösische Partnerstadt von Horb, Salins-les-Bains, ist von einem Salzvorkommen geprägt, welches der Stadt im Mittelalter Reichtum und Einfluss verschaffte. Aus diesem Grund ist im französischen Garten die Salzhand zu finden. Leuchtend gelbe Pflanzen symbolisieren das Gold und den Reichtum, der aus dem Salz entstand.

n Englischer Garten

Der Englische Garten, der durch die rote Telefonzelle zu erkennen ist, soll ein Stück Cottage-Garten widerspiegeln. Auch die englische Liebe zum Detail wurde berücksichtigt, so wachsen feine Blütenakzente, wie Glockenblumen, in dem Beet.

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