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Horb a. N. Ein künstlerischer Zufluchtsort in der Stadt

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Am Donnerstagnachmittag wurde die neue Stadtmöbilierung, der Seelenturm von Gerda Bier, enthüllt – mit dabei Peter Rosenberger, Benno Müller, Gerda Bier und Dominik Rakoczy. Foto: Morlok Foto: Schwarzwälder Bote

Gerda Biers Plastik "Großer Seelenturm" steht seit Kurzem an ganz prominenter Stelle in Horb.

Horb. Im Beisein der Künstlerin enthüllten Oberbürgermeister Peter Rosenberger, Benno Müller, Vorsitzende des Kunstvereins Oberer Neckar, und Regionalleiter Dominik Rakoczy vom Hauptsponsor, der Kreissparkasse Freudenstadt, das überlebensgroße Denkmal.

Diese Skulptur ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Denkmal, denn allein sein Titel "Großer Seelenturm" regt zum Nachdenken an. "Beim ›Großen Seelenturm‹ will ich das Bildnis, eines – nur der Seele zugänglichen – Zufluchtsorts schaffen. Die Seele, die nichts vergisst, kann hier alles ablegen oder auch bewahren. Meine Werke sind kompakte Skulpturen, die als Zeichen fungieren, als Kürzel für Behausung und Schutzraum", erklärte die Künstlerin dem zahlreich anwesenden Fachpublikum.

Der "Große Seelenturm" wurde ursprünglich für die Ausstellung "Marchtaler Fenster 2006" gestaltet und stand dort ein Jahr im Innenhof des Klosters in Obermarchtal. Danach war er an wechselnden Standorten und zu verschiedenen Ausstellung im Süddeutschen Raum präsent, bevor er jetzt für zwei Jahre seinen Platz an der Ecke Lotzerplatz/Neckarstraße in Horb fand.

Die Künstlerin, die aktuell mit dem Hohenloher Kunstpreis Werner Grund 2020 ausgezeichnet wurde, verwendet als Grundmaterialien für dieses Arbeit Metall und Holz.

Der Körper der Plastik, der sich aufstrebend verjüngt und auf dessen oberem Ende ein dunkler Holzblock in Form eines Hauses verankert ist, besteht aus Eisen. Der geschlossene Hohlkörper steht fest auf rechteckigem Grund. Viele einzeln zusammengeschweißte Stücke rostigen Eisenblechs bilden seine Außenhaut und der Aufbau der Form erfolgte stückweise. Ein Blech ist mit dem anderen durch unregelmäßige und erhabene Schweißnähte verbunden und man sieht und spürt geradezu der Hände Arbeit. "Die Plastik ›Großer Seelenturm‹ mag auch ein konkretes Bild für die Seele selbst sein. Material, Aufbau und Form der Plastik sind ein Bild für Wachsen und Geworden-Sein in der Auseinandersetzung mit Einflüssen und Prägungen", so eine ergänzende Anmerkung der Künstlerin.

Die Enthüllung des "Großen Seelenturms" war gleichzeitig auch ein Jubiläum. Es war das 25. Kunstwerk, mit dem die Bildhauerinnen und Bildhauer die Stadt seit 1999 "möblierten". Seit dieser Zeit stellen auf Initiative des damaligen Kunstvereinsvorsitzenden Albrecht Bopp bildende Künstler ausgewählte Arbeiten über einen Zeitraum von zwei Jahren in Horb aus. Was als erste Ausstellung mit dem Titel "Kunst in der Stadt" im April 1999 mit drei Bildhauerarbeiten an drei verschiedenen Standorten begann, hat sich längst zum Erfolgsmodell, manifestiert durch den Horber Skulpturenpark, entwickelt.

Oberbürgermeister Rosenberger, der sich ebenso wie Benno Müller dankbar zeigte, dass man sich wieder einmal zu solch einer Gelegenheit treffen konnte, betonte in seinem Grußwort, dass diese Art von öffentlich zugänglicher Kunst die Aufenthaltsqualität in der Stadt und die Atmosphäre deutlich hebt. Er freut sich insbesondere über das Engagement und die Kontinuität, mit der die Verantwortlichen des Kunstvereins Oberer Neckar, allen voran Projektleiterin Sonya Braun und der Kunstvereinsvorsitzende Müller, für diese schöne, die Stadt bereichernde Sache eintreten.

Kunst – egal in welcher Form – kostet Geld und daher ist man sowohl von Seiten der Stadt als auch des Kunstvereins froh, dass man mit der Kreissparkasse Freudenstadt einen verlässlichen Partner mit im Boot hat. Dominik Rakoczy, Leiter der Horber Geschäftsstelle, sieht es als Ehre an, dass sein Haus die Kunst im öffentlichen Raum nun auch schon seit vielen Jahren mitfinanzieren kann. "Es ist für unserer Bank wichtig, solche Projekte zu unterstützen", fasste er das Engagement der KSK zusammen und sprach damit vor dem Großen Seelenturm vielen aus der Seele.

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Florian Ganswind

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