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Horb a. N. E-Check: Stadtwerke auf letztem Platz

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Die Ladesäule der Stadtwerke an der Dammstraße: Strom gibts nur mit Kundenkarte, Halten dürfen nur Car-Sharing-Autos. Bewertung: Setzen, sechs! Foto: Lück

Horb - Mit dem Carsharing hat das Rathaus versprochen, zur Modellregion auch für Elektromobilität zu werden. Doch die Realität sieht anders aus. Denn wer frischen Saft für sein Auto oder sein E-Bike haben will, hat es gar nicht so leicht.

Der Schwarzwälder Bote machte den E-Check. Wo kann ich als Ortsfremder mein E-Bike laden? Wo gibt es Saft für mein Elektroauto?

Denn: Elektroautos (außer dem Tesla) haben eine maximale Reichweite von 130 Kilometer mit einer Akkuladung. Wer aus Stuttgart an den Bodensee will, für den wäre Horb die ideale Zwischenlade-Station.

Der E-Check für Elektroautos

Doch wo kann ich hier laden? Erste Anfahrstation Dammstraße. Liegt eigentlich ideal. Doch hier gibt es gleich zwei Probleme: Auf dem Parkplatz direkt neben der Ladesäule herrscht Halteverbot! Ein Schilder sagt hier "Car Sharing Station". Es steht in der Mitte der beiden Parkplätze. Komisch. Denn laut Energie-Agentur ist hier nur noch ein Renault Kangoo (mit Verbrennungsmotor) stationiert.

Noch schlimmer: Am 10. September 2014 hatte Stadtwerke-Chef Eckardt Huber versprochen, dass in der Ladesäule "SMS & Charge" installiert wird. Huber damals: "Wir werden jeweils eine Ladesäule an der Dammstraße und im Parkhaus Altstadt aufbauen. Dabei können an jeder Ladesäule jeweils zwei E-Mobil-Fahrer ihr Auto, ihren Roller oder ihr E-Motorrad ganz bequem aufladen. Bezahlt wird per Handy."

Der Blick gestern zeigt: Von Aufladen und Bezahlen per Handy keine Spur. Das heißt: Kein Ladeparkplatz für Elektrofahrzeuge. Strom kriegt nur der, der eine Kundenkarte der Stadtwerke hat. Am Wochenende schwierig zu besorgen.

Schulnote: 6

Die Ladesäule der Stadtwerke auf der Inselspitze wurde inzwischen klammheimlich abgebaut. Hier hatte es lange Ladekabel gegeben.

Schulnote: 6

Die nächste Ladesäule der Stadtwerke steht im Parkhaus Marktplatz. Auch hier von der Handy-Lademöglichkeit keine Spur. Dafür gibt es hier immerhin zwei extra gekennzeichnete Lade-Parkplätze. Text: "E-Mobil Tankstelle. Parken nur während des Ladevorganges erlaubt."

Schulnote: 4 minus

Nächste Ladestation: Deger Energie im Industriegebiet Heiligenfeld. Laut Internet kann man hier sein Elektroauto den ganzen Tag und die ganze Nacht umsonst laden. Einfahrt beim Verwaltungsgebäude. Doch auf den Parkplätzen mit dem Schild "Visitors" ist nichts zu sehen. Schnell ins Büro rein: "Wo ist hier die Ladesäule?" Antwort: "Da hinten rechts an den Solarpaneelen ist ein roter Kasten. Dort können Sie den Stecker reinstecken." Da eine Schranke zur Einfahrt geschlossen ist, frage ich, ob das Teil auch nachts geöffnet ist. Antwort: "Ja. Eine Schranke ist nur zu wegen dem Brandschutz."

Am roten Kasten ist derzeit ein Parkplatz frei, weil daneben eine Anlage getestet wird. Es stehen zwei Steckdosen zur Verfügung. Bewertung: Beschilderung fehlt, Strom Tag und Nacht umsonst, mindestens ein Parkplatz frei.

Schulnote: 2 minus

Der E-Check für Pedelecs

Reinhold Kuch, Besitzer des Campingplatzes Schütte: "Der Akku eines E-Bikes hält maximal 80 Kilometer durch. Wenn man die Motorunterstützung auf volle Kraft stellt, kann man froh sein, wenn man 50 Kilometer schafft. Deshalb ist es wichtig, dass das Netz der Ladestationen dicht ist. Derzeit sind aber noch große Lücken."

Laut ADFC Kreisgruppe Freudenstadt wäre bei einer E-Bike-Station auch noch wichtig, dass man sein teures Fahrrad während des Ladevorganges sicher abstellen kann.

Laut der E-Bike-Karte des Landkreises Freudenstadt (Stand: Juli 2014) gibt es in Horb vier Ladestationen: Stadtinfo Horb, Camping Schüttehof, Neckarbad beim Kiosk von Lilo Fradella sowie beim Gleis Süd. Die nächsten sind dann im Waldachtal, Hotel Empfinger Hof.

Bei den Horber Ladestationen heißt es: Wer sein Ladegerät dabei hat, kann das Bike per Stecker verbinden und kräftig laden.

Doch viele Gastronomen sind sehr flexibel. Beispielsweise Vicky und Koray Yildiz vom La Dolce Vita am Wilhelmsplatz: "Das ist schon häufig passiert, dass Pedelec-Fahrer gefragt haben. Klar können die hier laden. Wir haben sogar schon mit unserem Vermieter Peter Haipt gesprochen. Dort könnten wir eine zweite Steckdose nutzen."

Auch das Café Tamino am Flößerwasen ist E-Bike-freundlich. Chefin Petra Dogan: "Es haben schon mehrere gefragt. Klar können die E-Biker bei uns ihr Pedelec laden."

Sowohl Yildiz als auch Dogan fragen, was ein Ladevorgang wohl kostet. Daraus kann man schließen, dass die E-Biker bisher beim Verzehr in den Gastros wohl kostenlos Strom zapfen können.

Damit haben sich die privaten "Spontan"-Pedelec-Ladestationen klar die Schulnote 2 verdient.

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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