Fasnet: Foxi und Locke heizen 2000 Zuschauern bei der "Home Fasnet" ein / Einige Narren schicken Fotos

Was für eine geniale Show aus den "21st Century Foxi-Studios!" Der Eröffnungsball "reloaded" schaffte es dank der Moderatoren Foxi und Locke, die Live-Stimmung der Hohenberg-Halle in Horb übers Internet in die "Home Fasnet" zu bringen.

Horb. 20 Uhr. Nach der Eurovisons-Hymne kommt der klassische MGM-Vorspann mit dem brüllenden Löwen. Nur diesmal reißt ein Hornauer Steinbrecher sein Maul auf. Als dann Stefan Fox und Alexander Guth loslegen, ist es still. Kein Ton.

90 Sekunden später ist auch das gerichtet. Und klar, da müssen die Moderatoren vorbeugen. Alexander "Locke" Guth: "Hm. Ich schütte erst mal wieder Wasser ein." Dann klingelt auch noch das Telefon deutlich hörbar. Locke: "Da haben wir schon den ersten Anruf im Studio. Leider können wir nicht rangehen, sonst würde alles zusammenbrechen!"

Die Zuschauer bleiben gelassen. Schon plingen die erste Fotos der Narren aus der "Home-Fasnet" rein: Von Christian "Speck" Bock. Von Anita zuhause, aus dem Partykeller. Na, schon das ist ein Grund, auf härtere Sachen umzusteigen.

Die perfekte Minute, damit Foxi erst mal das Geheimnis des "Knäcke-Cocktails" löst: Packt die Scheibe auf das Glas, wirft sie weg nach hinten: "Was hat ein Knäckebrot im Cocktail zu suchen? Dann kann man ja gleich zum Psychiater gehen!" Auch Wodka und Tomatensaft – keine Chance. Unter tatkräftiger Hilfe von Locke wird der erste Mix aus Eierlikör und Fanta geschüttet und geschlürft. Foxi: "Der Eröffnungsball ist der Hit mit Fanta Flip!"

Locke hat den Blues

Und zu dem 80er-Getränk passt auch der erste Clip: Axel Lipp und Thomas Grassinger als die Computerviren "Micro & Soft". Locke: "Sex Sells war schon damals das Motto." Klar, denn wie die Viren in ihren hautengen schwarz-weißen Leggins und dem roten Eng-Shirt über OB Theurer herziehen – optisch so sexy und noch heute so lustig wie Dick und Doof.

Dann die nächsten Bilder aus den heimischen Stuben. Kurz wird’s ernst, als Oliver Pollok mit dem Shirt "Fuck the Virus" auftaucht. Locke kriegt kurz den Blues: "Es tut immer noch weh, dass wir nur digital bei Euch sind und nicht in der vollen Halle!" Doch der nächste Frohsinns-Schub ist schon bereit zum Einspielen: Die besten Auftritte von Ex-Hofmarschall Thomas "Metze" Kreidler. Erst als Jumbo 2003, als James Bond 2007 mit dem Bond-Girl Carmina Brenner hinter dem roten Transparent mit runtergezogener Hose… Dann wird’s optisch streng: Metze mit Barock-Perücke im Bilderrahmen im Schiff. Lästert über den Stammtisch: "Alle schwarz wie die Neger – und werden von ihren Weibern regiert!"

Foxi und Locke – jetzt als Kermit und Hai – das Kostüm aus dem Eröffnungsball 2016. Sie hauen erst mal den ersten Sachpreis für die erste richtig beantwortet Frage raus: Ein Familienpack der Buttons des Grafenpaars 2019. Für die Zuschauer gibt es den nächsten Kracher: Axel Lipp mit Beate Zimmermann und Thomas Grassinger und der Teilort-Song. Foxi: "Ein Kracher. Das wird heute noch gesungen in den Bussen auf Auswärtsfahrten!" Und nach dem unvergesslichen Song, der mit Lipps blauer Mini-Gitarre endet, gesteht Foxi: "Wenn wir Fanta Flip so weitertrinken, dann platzt mir das Froschkostüm!" Locke meldet: "Wir haben jetzt über 2000 Zuschauer." Youtube zeigt zwar nur 750 an. Aber: Wie auch die vielen bis dahin eingeschickten Fotos beweisen – die "Home Fasnet" wird an den heimischen Bildschirmen meistens mindestens zu Dritt gefeiert. OB Peter Rosenberger übrigens gibt sich als weiße Lady diesmal ganz damenhaft. Locke: "Cyber-Sex sells."

Und auch bei den Deko-Bildern hauen die beiden die perfekten Sprüche raus. Drei Puppen im Häs – für Locke klar: "Die sehen aus wie anonyme Alkoholiker vor dem Buffet!"

Begeisterte Zuschauer

Zur Strafe hängt er im nächsten Einspieler als Vogel von der Bühne – Eröffnungsball 2009. Mit Markus "Magic" Meier. Und teilte schon damals kräftig aus: "Axel Blochwitz hat die Wirtschaftskrise schon vor acht Jahren in Horb eingeführt." Legt dann noch einen Witz drauf: "Theurer und Blochwitz treffen sich im Magen von Rosi. Theurer: Hat er dich auch gefressen? Blochwitz: ›Weiß ich nicht. Ich bin von hinten rein!‹"

Dann geht es Schlag auf Schlag: Kleopatra und Cäsar geben zu "Time to Say Goodbye" ihre Lob-Ode auf Horb zum besten – Foxi hat sich als Helene Fischer kostümiert und Locke als Dame in schwarz. Stefan Fox kämpft mit den Haaren und seiner Figur, grinst: "Für das Kleid könnte ich dich an die Wand bäppen." Locke: "Damit das hält, helfen nur Fischer-Dübel." Schleichwerbung, die sitzt. Und sogar die Zuschauer begeistert. Viviana Weschenmoser: "Perfekt, wie die beiden die Sponsoren-Werbung mit einbringen."

Und so locker-flockig führen die beiden durch die zweieinhalbstündige Show. Luis Schneiderhan und seine Zwerge. Die drei Wahrsagerinnen (Horb wird Einkaufsstadt. Refraín: "Der Schnaps tut Dir nicht gut!") Kannibalinnen mit Sprüchen wie "Einfach mal die Kresse halten". Grandios: Die Erbengemeinschaft ("Mein Mann war die Wildsau, der Jäger war ich" oder "Er flog mit der Geliebten nach Bali, zuhause gabs für ihn Wurstsalat mit Zyankali"). Oder Maureen Straub, die mit ihrem "beknackten Tanz" die ganze Hohenberghalle zum Kochen brachte…

Kein Wunder, dass Foxi nach dieser furiosen Show am Ende gesteht: "Ich hab ein paar Tränen in den Augen." Locke: "Bleibt negativ getestet und positiv gestimmt."

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