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Horb a. N. Die Bilder beginnen zu sprechen

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Auf dem Foto hintere Reihe von links: Madita-Julie Presna, Rosalie und Annika Weiß, Emiliana Hellstern, Jakob Gonser. Vorne von links: Lena Blank, Floriane Weiß, Tayler Weigand, und Franziska Gonser. Fotos: Veranstalter Foto: Schwarzwälder Bote

Bunt und lustig ging es vor Kurzem im Atelier Blaues Fachwerk zu. Das Angebot "Malen und Erzählen", in zwei Kursen, geleitet von der Künstlerin Karin Bandomer, entpuppte sich als spannend.

Horb. Zuerst konnten sich die jungen Künstler aus vielen Ordnern Motive ihrer Wahl als Anregung für ihre Gemälde aussuchen. Für das Motiv und die Mischung der Farben konnte jeder erst einmal eine Malprobe herstellen. Alle bekamen eine Farbtafel, die in vielen Variationen zeigte, wie Farben durch Mischen und Abstufungen zum Leuchten gebracht werden.

Und dann trat auf einmal arbeitsame Stille ein – bis die ersten Fragen aufkamen. Malen und Erzählen wurde unter dem Tandems Kunstfestival veranstaltet. Tandemfahren bedeutet Abhängigkeit voneinander und eine gemeinsame Richtung, für die beide Fahrer ihre Energie einsetzen.

Erst kurz vor der Erzählrunde erfuhren die Kinder das aktuelle Thema einer, in diesem Fall, kurdischen Flüchtlingsfamilie, die nach Deutschland kommt. Sie konnten etwas über den politischen Hintergrund erfahren und warum Flüchtlinge unter großen Gefahren ihr Land verlassen.

Die Veranstalter berichten über den Hintergrund: "Wir wollen mit den Flüchtlingen in eine gemeinsame Richtung gehen, im übertragenen Sinn Tandemfahren. Die Kinder haben diese Flüchtlingsfamilie in ihre gemalten Bilder mit hineingenommen und sie als Nachbarn betrachtet. Diese Familie erlebt dann das, was die Kinder gemalt haben."

Durch die Darstellungen eines Doktorfisches, eines Löwen beim Sonnenuntergang und eines Einhorns nahm die Erzählung zum Teil abenteuerlich märchenhafte Formen an. Gemalte Horrorgestalten wurden zu Angsträumen, in welchen die Familie den Krieg und die Flucht verarbeitete. Ein Blütenzweig, der den Frühling ankündigt, ein Stillleben und bunte Träume, in welchen das Auge Gottes über die Familie wacht, ganz besondere Rosen, ein Lama, das wunderschöne Farben spuckt, und das Rehkitz, das eine Rose frisst. Lebhaft und fantasievoll kamen viele Ideen zu den einzelnen Kunstwerken, die sich dann als Geschichte zusammenfügte.

Im Nachmittagskurs ging es etwas realistischer zu: Zwei Nymphensittiche im Vorgarten auf den Zweigen des Kirschbaumes, ein Besuch der Burg Hohenzollern und eine besonders schöne blaue Blume.

Die Gemälde und wie aus den Bildern zweimal eine ganze Geschichte entstanden ist, kann am Aktionstag "Rad & Kunst", Sonntag, 29. September, am Radweg in Mühlen beim Atelier Blaues Fachwerk betrachtet und nachgelesen werden.

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