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Horb a. N. "Deutlicher Schub" bei alternativem Lernen

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Vertreter der Industrie- und Handelskammer (IHK) und des Kunststoffzentrums informierten über Weiterbildungschancen. Foto: IHK Foto: Schwarzwälder Bote

Die Kunststoff-Industrie der Region steht vor Herausforderungen. Corona hat die Lehr- und Lernmethoden geändert. Doch das Problem des Fachkräftemangels bleibt akut. Obendrein hat die Branche ein Imageproblem.

Horb. Das Kunststoff-Zentrum SKZ in Horb lud in Zusammenarbeit mit der IHK Nordschwarzwald zu einem Unternehmensbesuch ein. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Unternehmens-Besuchsprogramms "Profile 2020" statt.

Die Besucher wurden zu Beginn von Werner Morgenthaler (IHK Nordschwarzwald) und Jürgen Kern (Standortleiter des SKZ in Horb) begrüßt. Nach einer informativen Vo rstellung der IHK und des SKZ konnten die Gäste direkt mit Ausbildern und Spezialisten sprechen, um sich über Bedeutung und Chancen der beruflichen Weiterbildung umfassend zu informieren.

In einem Expertenvortrag skizzierte der Leiter des Bildungsmanagements am SKZ, Alexander Hefner, aktuelle Herausforderungen bei Fachkräftemangel und -qualifizierung. "Die Wissensvermittlung hat sich im Laufe der letzten Jahre grundlegend verändert und hat durch die aktuelle Corona-Pandemie einen deutlichen Schub hin zu alternativen Lernformaten erhalten", so Hefner.

Im Vortrag wurden auch Themen wie die demoskopische Entwicklung und deren Auswirkung auf den Arbeitsmarkt, der Academic Drift und auch die stetig wachsende Bedeutung der Digitalisierung beleuchtet. "Es gibt keinen einfachen Lösungsansatz. Unternehmen werden sich selbst mehr um ihren Fachkräfte-Nachwuchs kümmern müssen." Aber auch der Einzelne müsse sich bewusst sein, dass "lebenslanges Lernen" keine abgedroschene Floskel, sondern "die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Berufstätigkeit darstellt", erläutert Hefner weiter.

Im Anschluss hatten die Besucher die Möglichkeit, sich ein Bild von den Weiterbildungsangeboten des SKZ zu machen. Unter Einhaltung der geltenden Hygieneregeln wurden die Theorieräume, die Werkstätten und das Technikum besucht. "Wir bemerken, dass die kunststoffverarbeitende Industrie unter dem augenblicklich schlechten Image leidet", erläutert Thomas Fischer, der als Ausbilder im Bereich Spritzgießen schon seit vielen Jahren erfolgreich am SKZ tätig ist. "Leider werden nur die aktuellen Umweltprobleme im Zusammenhang mit Kunststoffen diskutiert und nicht die Erfolgsgeschichten, zum Beispiel im Bereich der Medizintechnik, die mit keinem anderen Werkstoff möglich gewesen wären. Würde man aus einem Patientenzimmer alle Kunststoffbauteile entfernen, würden wir einen spartanisch eingerichteten Raum erkennen, der uns stark an die Situation in den 40er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts erinnern würde. Glücklicherweise kennen das die meisten von uns nur aus alten Filmen", äußert sich Jürgen Kern zur aktuellen Situation.

Abschließend fand eine lebhafte Diskussion zum eigentlichen Thema Fachkräftemangel und -entwicklung statt, so dass sich sowohl die Besucher als auch die Gastgeber umfassend über die verschiedenen Facetten des Themas austauschen konnten.

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