Freundeskreis St. Just Desvern bringt die Skulptur zur Sanierung / Gebranntes Mosaik muss erneuert werden
Von Jürgen Lück
Horb. Der Drache. Ein Reptil aus Mosaiken, bekannt aus dem Parc Güell in Barcelona. Auch in Horb sorgt das bunte Tier an der Inselspitze für Staunen. Doch weil die große Kreisstadt nicht ganz so viel Sonne hat, muss das Tier jetzt ins Winterquartier.
Denn die Witterung hat ihre Spuren an der Außenhaut hinterlassen. Volker Pohl zeigt auf die dünnen Mosaikplatten an der Außenhaut: "Sehen Sie, hier ist eine abgeplatzt."
Vorsichtig hat er mit Klaus Kühne, Julian Kohl und Udo Riefer das Tier auf einen Hänger geladen. Und dann – ohne Stricke oder Gurte – hin zur alten Kaserne gefahren. Im Untergeschoss neben dem Atombunker, wie Wirtschaftsförderer Axel Blochwitz erwähnt, wurde das Tier auf mehrere Euro-Paletten gestellt.
Glück für die vier Männer: Der Drache ist nur aus Glasfaser und deshalb mit vier Mann recht einfach zu tragen. Udo Riefer: "Das ist eine Kopie, die wir zum zehnjährigen Jubiläum unserer Städtepartnerschaft bekommen haben. Sie wurde uns von St Just Desvern geschenkt." Glück für Horb: St Just Desvern ist nur gut zehn Kilometer von der katalonischen Metropole Barcelona entfernt. Das Original steht im Parc Güell und wurde von Antoni Gaudi geschaffen.
Fast jeden Winter wird die Skulptur in Horb ins Winterlager gebracht. Das gebrannte Emaille-Mosaik wird ausgebessert, der Oberflächenschutz erneuert.
Weil die Stadt die alte Kaserne inzwischen gemietet hat, damit dort die duale Hochschule ihre vielen Studenten unter bekommen kann, ist auch der Kellerraum mit drin. Und hier werden die vier den bunten Drachen wieder fit für den Sommer machen. Haben die Katalonen eigentlich mit dem Gegengeschenk der Horber auch solch einen Stress? Volker Pohl lacht: "Nein. Wir haben denen einen Flößer geschenkt – der ist rostbeständig!"