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Horb a. N. Der Ort, an dem Berufslaufbahnen beginnen

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Das Berufliche Schulzentrum Horb informiert Schüler und Eltern über sein Bildungsangebot. Foto: Hopp Foto: Schwarzwälder Bote

Das Berufliche Schulzentrum in Horb stellt sich am Donnerstag, 17. Januar, ab 19 Uhr den Schülern und Eltern vor. Lehrer und Schüler nehmen sich Zeit zur Beratung von interessierten Schülern und Eltern und präsentieren Inhalte und Erfahrungen aus dem Unterricht.

Horb. Zu Beginn der Veranstaltung wird das im Regierungspräsidium Karlsruhe seit diesem Jahr verpflichtend eingeführte Bewerber-Online-Verfahren vorgestellt, welches für die Schularten 2BK-Pharmazie, 2BK-Produktdesign und das Technische Gymnasium gilt.

Technisches Gymnasium

Seit Jahren wird am Technischen Gymnasium (TG) in Horb die allgemeine Hochschulreife vermittelt. Gerade diese Schulart fasziniert immer mehr Jugendliche, die nach der Mittleren Reife die Zulassung zum Studium in dem zukunftsweisenden Bereich Gestaltungs- und Medientechnik erwerben wollen. Das TG setzt seit letztem Schuljahr zielgerichtet Tablets in den Fremdsprachen und mathematischen Bereichen ein. Laptops im Fach Physik sind schon seit Jahren im Einsatz.

Berufsfachschule BFPE

Im Bildungsbereich von der Hauptschulreife zur Mittleren Reife ist die sogenannte Berufsfachschule Pädagogische Erprobung (BFPE) angesiedelt. Dies ist eine Schulart für junge Menschen, die in einem Jahr den Hauptschulabschluss oder in zwei Jahren einen mittleren Bildungsabschluss erlangen wollen. Das Besondere dieser Schulart ist die individuelle Betreuung durch die Lernberaterinnen/Lernberater und eine intensive Elternarbeit.

Diese Schulart umfasst folgende Bildungsziele: Vermittlung einer beruflichen Grundbildung, Erlangung des mittleren Bildungsabschlusses (Fachschulreife), Vermittlung von überfachlichen Kompetenzen und Selbstlerntechniken. Dies kann in drei Profilierungen geschehen: Hauswirtschaft und Ernährung, Gesundheit und Pflege oder Metalltechnik.

Es wird in drei verschiedenen Niveaustufen getrennt unterrichtet. Wer das Niveau A besucht hat, kann das BFPE nach einem Jahr mit einem dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Bildungsabschluss verlassen.

Wer das Niveau B besucht, legt nochmals einen dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Bildungsstand ab und kann in eine berufliche Ausbildung oder weiterführende Schule gehen.

Wer das Niveau C besucht hat, kann innerhalb der Schule in einem fließenden Übergang in das zweite Jahr der zweijährigen Berufsfachschule einsteigen und den mittleren Bildungsabschluss erlangen. Neben den allgemeinbildenden Fächern (unter anderem Mathematik, Deutsch, Englisch, Religion, Geschichte/Gemeinschaftskunde) liegt der Schwerpunkt im sogenannten Profilbereich (Hauswirtschaft, Pflege, Metall), in dem fachtheoretische und fachpraktische Kenntnisse erworben werden. Eine Vorbereitung für einschlägige Berufsausbildungen.

PTA-Ausbildung

Als besonders gefragt gilt die Ausbildung zum Pharmazeutisch-technischen Assistenten für Schülerinnen und Schüler mit Mittlerer Reife. Die Ausbildung findet innerhalb von zwei Jahren statt, an welche sich ein halbjähriges Praktikum in einer Apotheke anschließt. Diese Ausbildung ist schulkostenfrei und bietet für sehr gute Schülerinnen und Schüler parallel dazu den Erwerb der Fachhochschulreife.

Produktdesign

Der staatlich geprüfte Assistent für Produktdesign (zweijähriges Berufskolleg Produktdesign) findet Beschäftigungsmöglichkeiten in Designerbüros. Die Ausbildung hierzu kann aber auch als sehr fundierte Ausbildung in einem gestalterischen Ausbildungsberuf dienen. Wie in allen Berufskollegs, kann auch hier durch die Teilnahme am Zusatzunterricht in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch mit einer Zusatzprüfung die Fachhochschulreife erworben werden.

Fachhochschulreife

Speziell Schülern mit mittlerem Bildungsabschluss und einer abgeschlossenen staatlich anerkannten Berufsausbildung ist das einjährige Berufskolleg zum Erwerb der Fachhochschulreife vorgehalten. Ambitionierte Fachkräfte können sich hier den Hochschulzugang erarbeiten.

Berufskolleg

Eine für die Region sehr interessante Form stellt das dreijährige duale Berufskolleg dar, in welchem Auszubildende aus dem Berufsfeld Metalltechnik in Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben parallel zur Ausbildung die Fachhochschulreife erlangen können.

Fachschulen

Wer eine entsprechende Berufsausbildung und -praxis vorweisen kann, findet in den Fachschulen eine Fortbildungsmöglichkeit. Im Bereich Maschinentechnik kann der Stand eines staatlich geprüften Technikers erlangt werden. Dies erfolgt ab kommendem Schuljahr neben dem zweijährigen Bildungsgang in Vollzeit auch in einem dreijährigen Bildungsgang in Blockbeschulung. Somit kommt die Schule dem vielfach ausgesprochenen Wunsch der Industriepartner und Technikerschüler nach besseren Finanzierungsmöglichkeiten nach. Mit erfolgreichem Abschluss wird gleichzeitig die Fachhochschulreife zugesprochen. Gleiches gilt für den zukünftigen Techniker im Bereich Automatisierungstechnik/Mechatronik mit dem Unterschied, dass diese Ausbildung ausschließlich in Blöcken unterrichtet wird. Mit dem neuen Schuljahr wird dann auch praxisnaher Unterricht in der neuen Lernwerkstatt 4.0 stattfinden, welche sich der Umsetzung der Ideen der digital gesteuerten und unterstützen Fertigung annimmt.

Industriemeister

Die Fortbildung zum Industriemeister Metall dauert bei Vollzeitunterricht ein Jahr. Die Prüfung erfolgt durch die IHK. Durch die gleichzeitig erlangte Ausbildereignung eröffnen sich Möglichkeiten im beruflichen Ausbildungswesen.

Zusatzkurse

Über Zusatzkurse des Fördervereins wie REFA-Grundschein und Geprüfter Technischer Betriebswirt (IHK) wird ebenfalls informiert.

Weitere Informationen: Zur individuellen Klärung der Möglichkeit finanzieller Förderung (Schüler- oder Meister-BAföG) stehen am Donnerstagabend ebenfalls Fachkräfte des Landratsamtes Freudenstadt zur Verfügung. www.bs-horb.de

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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