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Horb a. N. Dem Fach Latein galt seine besondere Leidenschaft

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Adolf Gnannt ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Foto: Martin-Gerbert-Gymnasium Foto: Schwarzwälder Bote

Horb. Der langjährige Pädagoge am Martin-Gerbert-Gymnasium, Adolf Gnannt, ist an seinem 84. Geburtstag gestorben. Er hat Generationen von Schülern in den Fächern Latein und Geschichte unterrichtet.

Nach dem Studium an den Universitäten Tübingen und Hamburg kam Adolf Gnannt im Jahr 1966 als junger Studienassessor nach Horb. Hier unterrichtete er mit hohem Engagement die Schüler. Dem Fach Latein, dessen Fachbeauftragter er über 30 Jahre am MGG war, galt seine besondere Leidenschaft. Er spornte seine Schüler zum Erlernen der notwendigen Vokabeln und grammatischen Grundlagen an. Fiel eine Klassenarbeit nicht so zufriedenstellend aus, konnte er deutliche Worte finden und den Stapel der Hefte geräuschvoll auf dem Pult ablegen. Dies konnte das gute Verhältnis, das er stets zu den Schülern pflegte, nicht trüben.

Offen für Neues

Sie schätzten seinen Einsatz für seine Fächer und seine Arbeit als guter Pädagoge. Denn er hatte immer ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Probleme. Bei vielen Schülern war er als besondere Lehrerpersönlichkeit mit seiner Mischung aus Strenge und gleichzeitiger Zugewandtheit beliebt.

Da ihm eine ganzheitliche Erziehung ein großes Anliegen war, suchte er mit seinen Schülern Lernorte außerhalb der Schule auf. Bei zahlreichen Studien- und Klassenfahrten vermittelte er in seinem zweiten Fach historische Zusammenhänge vor Ort. Während der Schullandheime in Südtirol führte er bereits in den frühen achtziger Jahren modernen Projektunterricht ein.

Legendär sind die Studienfahrten nach Rom, bei denen er den Schülern mit großer Begeisterung und Ausdauer Kunst und Kultur des alten Roms und des modernen Italiens nahebrachte. Auch bei den Kollegen und beim Freundeskreis des Gymnasiums war Adolf Gnannt ein begehrter Reiseführer bei Bildungsfahrten, bei denen er äußerst sachkundig, dynamisch und gewürzt mit Humor den Teilnehmern die europäischen Metropolen nahebrachte.

Im Jahr 2000 wurde Adolf Gnannt in den Ruhestand verabschiedet, er blieb aber weiterhin aktiv. So übernahm er noch Unterrichtsvertretungen, begleitete Reisen als kundiger Leiter und hatte mehr Zeit, selber zu reisen und fremde Länder auf eigene Faust zu erkunden.

Als Pädagoge war er außerdem in einem Hilfsprojekt für Rumänien aktiv und hat Sprachkursen für Deutsch als Fremdsprache gegeben.

Bis zuletzt hielt er den Kontakt zu seiner alten Schule und nahm an vielen schulischen Veranstaltungen, Lehrerhocketen und Ausflügen teil, sofern sein Terminkalender es zuließ.

Schulleiter Georg Neumann drückt seine Betroffenheit anlässlich des Todes seines langjährigen Kollegen aus: "Wir behalten Adolf Gnannt als besondere Persönlichkeit in unserer Erinnerung und können uns noch nicht vorstellen, dass er nicht mehr zu unseren Veranstaltungen kommt, bei denen er in den letzten zwanzig Jahren gern gesehener Gast war."

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