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Horb a. N. Das Licht zwischen Himmel und Erde

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Eine Morgendämmerungs-Impression der Stadt Berrón (links) und eine Stadtpartie Venedigs sind zwei besondere Werke in der Ausstellung. Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Christof Schülke

Farben und endlose Weiten, in die man am liebsten an einem heißen Sommertag eintauchen möchte: Die neue Ausstellung beim Kunstverein Oberer Neckar im Kloster zeigt Bilder des spanischen Malers Celso Martínez Naves.

Horb. 45 Ölgemälde in verschiedenen Formaten stellt der 1953 in El Entrego, San Martín del Rey Aurelio (Asturien, Spanien) geborene Maler aus. Seit fast 40 Jahren lebt er in Freiburg, und seine Werke waren seit 1979 in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, Spanien und der Schweiz zu sehen.

Die Bilder in der aktuellen Schau haben quasi eine Sofortwirkung. Die Faszination und Anziehungskraft der zumeist kühlen, frischen Farben, das poetische Lichtspiel und die weiten Räume sind Bildelemente, die auf den ersten Blick erfrischend wirken. "Dem Licht, wo es sich am meisten behaupten muss und wo man es am nötigsten hat, gilt das größte Interesse in meinen Arbeiten", schreibt der Künstler in einem Katalog. Damit meint er aber auch die später dazugekommenen Dämmerungs-Motive, in denen er dem Wetter Raum gibt. Morgennebel, nasse Straßen oder üppiges Grün von Feldern unter grauem Himmel wecken das Gefühl, in eine Art Raum der Seelenruhe zu treten. Das vermeintlich platte Lob, sich so etwas stundenlang ansehen zu können: Bei Martínez Naves meint man’s ehrlich. Besonders, wer sich für Farbtöne der Blau-Grün-Skala begeistert, darf sich in der Ausstellung auf ein Fest der Sinne freuen. Die Morgen- und Abendstimmungen, die Martínez Naves festgehalten hat, lassen sich aber keineswegs mit knalligen Fotos vergleichen, die man sich als Bildschirm herunterlädt. Das Malerische, die herrlichen Farbflächen, die leuchtenden Wolken: Wer so etwas nicht nur im Urlaub genießen kann, sondern auch im Alltag das eine oder andere "Dämmerstündchen" schätzt, wird in diesen Bildern schwelgen. Oft sind es die Fassaden historischer Innenstädte wie Madrid oder Venedig, die der Maler als Kulisse für seine Lichtpoesie verwendet.

Kommt bei diesen Bildern noch wie im Fall von Venedig ein Hauch von Touristik-Träumerei dazu, so verliert sich auf dem Bild "El Berrón" die Wucht der Architektur in eine Alltagslandschaft zwischen einer Straße und Bahngleisen. In diesem Gemälde wird die Stimmung fast zur Essenz einer Einheit aus Luft, Licht, Temperatur, Feuchtigkeit und Gefühlsgehalt einer Zeitspanne von fünf Minuten oder mehr.

Ein Fest der Farbe Grün sind die kleinformatigen Bilder von lichtdurchfluteten Szenen aus Wäldern. Mag sein, dass der Kunstverein Oberer Neckar mit seinen Ausstellungen vornehmlich die Kunstfreunde begeistern will. In diesem Fall darf sich aber ein weiterer Kreis von Genießern angesprochen fühlen.

Weitere Informationen: Vernissage der Ausstellung "a media luz" ist am Sonntag, 5. Juni, um 11 Uhr. Zur Einführung spricht die Kunsthistorikerin Antje Lechner aus Freiburg. Die Ausstellung dauert bis 10. Juli. Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr. www.kunstverein-oberer-neckar.de

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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