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Horb a. N. Das FSJ als Entlastung für Ehrenamtliche

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Meret Hellstern betreut und trainiert in ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr den Nachwuchs des TC Dettingen. Foto: Müssigmann Foto: Schwarzwälder-Bote

Für den Tennisclub Dettingen ist sie ein Segen: Meret Hellstern macht ein Freiwilliges Soziales Jahr bei dem Verein und zwei Grundschulen. Sie soll Ehrenamtliche entlasten und selber erfahren, wo ihr Berufsweg hinführen könnte.

Horb-Dettingen. Meret Hellstern (20) könnte sich "irgendwas Soziales" als Beruf vorstellen. Ein Freiwilliges Soziales Jahr verschafft ihr erst mal Beschäftigung und noch ein bisschen mehr Zeit, um über ihren Berufswunsch nachzudenken. Ein FSJ bei einem Sportverein ist eher ungewöhnlich, aber auch der ASV Bildechingen hat schon Erfahrung damit gesammelt.

"Nach den mehr als positiven Erfahrungen und Rückmeldungen aller Beteiligten hat sich diese Kooperation zu einem Erfolgsmodell entwickelt", konstatiert die Stadtverwaltung zu diesem Thema. "Gerade die wechselnden Einsatzorte und der höhere Bedarf an allen vier Schulen sprechen eindeutig für eine Ausweitung der FSJ Stellen im Bereich Schule – Verein", hieß es in einer Gemeinderatsvorlage. Die Stadt fördert beide FSJ- Stellen mit je 6000 Euro pro Jahr.

Der Trainer des Tennisclubs Dettingen, Frercks Hartwig, ist glücklich über die FSJ-Stelle, die mit Meret Hellstern zudem mit einer jungen Frau besetzt sei, die den Verein und seine Strukturen kenne. Zu 70 Prozent arbeitet sie an der Gutermann-Grundschule in Horb sowie an den Grundschulen Dettingen und Bittelbronn, zu 30 Prozent beim TC Dettingen, der die Stelle trägt.

Hartwig hofft darauf, dass durch die zehn Stunden FSJ-Arbeit pro Woche im Verein die freiwillig helfenden Vereinsmitglieder entlastet werden. "Die Ehrenamtlichen sind an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit", sagt Hartwig. Vor allem mit Blick auf die zeitlichen und fachlichen Anforderungen. 90 Kinder betreut der Verein in seiner Jugendabteilung.

Meret Becker wird im Laufe ihres FSJ die Grundstufe der Tennistrainerausbildung absolvieren und den Übungsleiterschein im Kinderturnen machen. Denn der TC Dettingen macht Angebote, die auch über den Tennissport hinausgehen – etwa ein Bewegungsangebot im Kindergarten sowie ein Kinderturnen in Dettingen, das auch Nichtmitgliedern offensteht. Wie aber kam der Verein an die begehrte und doch eher ungewöhnliche FSJ-Stelle? Hartwig hatte gehört, dass die Stadt einen zweiten Verein suchte, der einen FSJler gebrauchen kann und mit Grundschulen teilen will. "Da es uns nichts kostet, haben wir gleich zugeschlagen", sagt Hartwig.

Meret Hellstern hat am 15. August angefangen – zunächst kann sie sich voll auf die Arbeit im Tennisclub konzentrieren und Zusatztrainings anbieten. Ab September wird sie den Großteil ihrer Zeit an den Schulen verbringen, wo sie die Sportlehrer als zusätzliche Betreuerin im Schwimmunterricht unterstützt und Pausenangebote für die Kinder machen kann.

Hartwig hofft auch, dass die Kooperation mit den Schulen noch intensiver wird. Durch den persönlichen Kontakt mit Hellstern könne vielleicht beim ein oder anderen Kind ein schlummerndes Interesse für den Tennissport geweckt werden.

Meret Hellstern aus Dettingen hat ihre Fachhochschulreife auf der kaufmännischen Schule in Freudenstadt gemacht. Danach war sie ein halbes Jahr in Australien und einen Monat in Thailand. Ihr Studium der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Weingarten hat sie nach einem Semester abgebrochen. "Ich bin kein Studententyp", sagt sie. "Ich habe gemerkt, dass ich da nicht glücklich werde." Sie wolle nach dem FSJ eine Ausbildung beginnen – möglicherweise als Reiseverkehrskauffrau. Sie kennt den Dettinger Verein seit Jahren und war selber zwei Jahre lang Jugendsprecherin.

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