Udo und Lotti Eckloff erwarten ihr Urteil Foto: © ProSieben/Willi Weber

Paketschneidegerät wird in ProSieben-Show als "alltagstauglicher" beurteilt.

Horb - Ein Hochbeet mit Kräutern steht auf der Bühne bei ProSieben. Was zuerst seltsam wirken mag, ist Teil der Sendung "Das Ding des Jahres". Vier Juroren beurteilen mehr oder weniger ausgereifte Erfindungen. In der letzten Folge handelte es sich um eine Erfindung aus Horb.

Die Unternehmerin Lea-Sophie Cramer, die Moderatoren Lena Gercke und Joko Winterscheidt und der REWE-Chefeinkäufer Hans-Jürgen Moog begrüßten am Mittwochabend ein Vater-Tochter Duo.

Der 64-jährige Diplom-Holzwirt Udo Eckloff und seine zwölfjährige Tochter Lotti traten mit der sogenannten "Kräuter-Elfe" auf.

Da er gerne mit Lotti kocht, so erzählte er im Einspieler, und da er dafür Kräuter aus eigenem Garten ernten müsse, entstand die Idee einer Schere mit integrierten Auffangbehälter.

Die Moderatoren bewunderten besonders, dass sie bereits an eine offizielle Website und eine Verpackung gedacht hatten.

Sie durften die Schere mit den beiden anderen Jurymitgliedern direkt selbst ausprobieren.

Erfinderin demonstriert Entwicklung

Die Erfindung könne an jede Haushaltsschere sowie an Bartscheren anmontiert und leicht wieder abgenommen werden, so Lotti. Sie demonstrierte dem Publikum, wie man mit der "Kräuter-Elfe" schneidet und den Auffangbehälter mit einem Verbindungsmagneten an- und abmontiert.

"Und schon hat man einen geschlossenen Behälter.",sagte sie und klappte den Deckel zu, das Publikum applaudierte. Die Haftkraft dieser Magneten sei noch nicht optimiert, so der 64-Jährige. Dies habe er allerings noch vor.

Lena Gercke bezeichnete die Box als "praktisch" für das Bartscheren, da die Haare sonst im Waschbecken landen würden. Als sie erfuhr, dass die Entwicklung der "Kräuter-Elfe" zweieinhalb Jahre gedauert hat, reagierte sie überrascht mit der Bemerkung "Da warst du ja zehn!"

Die Zusammenarbeit mit seiner Tochter sei das wichtigste gewesen, so der Erfinder. Falls er das Preisgeld gewinne, fließe der Großteil davon in Lottis spätere Ausbildung. Den Rest investiere er in die "Kräuter-Elfe", für die er ohnehin noch einen Vertriebspartner brauche.

Das Publikum applaudierte mit mittelmäßiger Begeisterung, als Vater und Tochter ihre Erfindung fertig vorgestellt hatten.

Als Konkurrent trat ein technischer Zeichner namens Josef Gotsch auf. Er präsentierte den sogenannten "C-Cutter", ein Gerät, mit dem man einen Karton abmessen und ihn an bestimmten Stellen einritzen könne.

Die Erfindung soll das Falten erleichtern, für kleinere, und damit platzsparende Kartons, so der bayerische Erfinder. Dadurch werde auch Füllmaterial gespart, was wiederum die Umwelt schone. Mit dem Aspekt der Nachhaltigkeit konnte er vor allem Lea-Sophie Cramer begeistern.

Produkt laut Entwickler für alle geeignet

Auf die Frage nach der Zielgruppe antwortete der Erfinder damit, dass das Produkt für jeden geeignet sei. Schließlich verschicken und bekommen Firmen, aber auch Privatpersonen ständig Pakete, meinte Gotsch.

Joko Winterscheidt bewertete diese Erfindung im Juryurteil als praktisch für Versandhäuser, aber weniger praktisch für Einzelpersonen.

Als "Freund von simplen Dingen" könne er jedoch beiden Erfindungen etwas abgewinnen. Obwohl die Kräuterschere "ultrasmart" sei, hielt er den "C-Cutter" für alltagstauglicher. Hans-Jürgen Moog bevorzugte ebenfalls das Paketschneidegerät, obwohl die "Kräuter-Elfe" "sympatisch vorgestellt" worden wäre.

Die Zuschauer schienen ähnlicher Meinung zu sein, mit nur 39 Prozent der Zuschauerstimmen verlor das Horber Erfinderduo.

Sie reichten dem Gewinner höflich die Hand und gönnten ihm den Sieg.

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