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Horb a. N. Coronavirus: Der große Markt-Check zum Virenschutz

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Hela hat vor dem Eingang sogar ein Waschbecken mit Seife, Papiertüchern und Desinfektionsspray aufgebaut. Foto: Lück

Horb - Aus dem Fahrstuhl im Einkaufszentrum steigt Stefan Dreher, Kreischef der Linken. Vorsichtshalber mit Mundschutz schiebt er den Einkaufswagen. Denn eine der wichtigsten Fragen der Kunden heute ist: Wo kaufe ich angesichts von Corona in Horb am sichersten ein?

Viele Menschen gehen mittlerweile mit einem mulmigen Gefühl einkaufen; Kann ich den Griff des Einkaufswagen desinfizieren? Gibt es einen sogenannten Spuckschutz an den Bedien-Theken und an der Kasse? Wie kümmern sich die Geschäfte, die noch aufhaben dürfen, um die Hygiene. Der seit Montag vorgeschriebene Abstand zwischen Mitarbeitern und Kunden sowie zwischen Kunden und Kunden muss eingehalten werden. Auf zum Check, der nur eine Stichprobe am Dienstagmittag ist.

Drogerie Müller

Helmut Schmid, Lebensgefährte einer Mitarbeiterin, hatte sich über die mangelhaften Schutzmaßnahmen im Müller beschwert. Eine Schutzscheibe hatte es zunächst nicht gegeben. "60 Zentimeter Abstand zum Kunden. Wie hier mit den Mitarbeitern umgegangen wird, ist eine Frechheit", ärgert sich Schmid, der daraufhin das Ordnungsamt kontaktierte. Die Stadtverwaltung schreibt auf Anfrage: "Ein Eingreifen der Ordnungsbehörde war nicht erforderlich. Der Vollzugsdienst der Stadt hat bei seiner Kontrolle festgestellt, dass eine ›Schutzscheibe‹ zwischen Kunden und Mitarbeitern angebracht war." Denn am Montagmorgen wurde bei Müller nach Informationen des Schwarzwälder Boten dann doch ein "Spuckschutz" installiert.: Ketten an die Decke fixiert, darunter eine große Plastikfolie vom Bandanfang bis rund um die Kasse. Mit Öffnung für die Bezahlung. Ein Pressesprecher des Unternehmens antwortet auf unsere Anfrage: "Wir betreiben fast 900 Filialen und sind derzeit dabei, flächendeckend umfassende Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Bei fast allen Betrieben ist dies nun abgeschlossen. Angesichts der Menge unserer Filialen und der Dynamik, die die Krise entwickelt hat, mag es hier und da zu Verzögerungen gekommen sein." Diese würden aber nun umgehend behoben.

Real

Einkaufswagen ziehen. Reingerollt. Sowohl der Brötchen-Stand als auch der Metzger rechts haben den sogenannten "Spuckschutz". Der Senf für das Brötchen wird hinter dem Spuckschutz draufgemacht, alles in die Tüte gepackt. Alles bestens.

Die Tore sind geöffnet, in der Mitte steht ein Tisch mit festgekettetem Desinfektionspray. Cool – Hände desinfizieren möglich. Man benötigt allerdings ein Taschentuch, wenn man den Griff des Einkaufswagens desinfizieren machen will. Weiter rein in den Markt. Während an der Wursttheke der sogenannte Spuckschutz installiert ist, fehlt dieser komplett an der Käsetheke. Bitte nachrüsten! An den Kassen dagegen ist alles im grünen Bereich: Spuckschutz an jeder Kasse, Abstands-Bänder auf dem Boden. Händewaschen ist im Obergeschoss möglich.

Hela

Weiter gehts zum Hela. Hier haben die Baumarkt-Chefs den Eingangsbereich mit Bauzäunen komplett neu gestaltet. Eine Schleuse für die, die reinwollen. Mit Security in einem kultigen 50er/60er Jahre Industrie-Design. Gleich dahinter: ein Waschbecken mit Seife, Papiertüchern und Desinfektionsspray. Klasse. Hier ist alles da, um den Griff des Einkaufswagens und auch die Hände zu desinfizieren. Wir gehen rein. Rechts neben der Info-Theke am Eingang hängt ganz groß ein Schild direkt am eigentlichen Eingang innen in den Markt: Desinfektionsspray. Drunter die Flasche. Spuckschutz überall, Abstandsstreifen auf dem Boden. Hela ist an diesem Dienstag der absolute Punktsieger in Horb.

Norma

Zwar gibt es Spuckschutz an der Kasse. Abstandsstreifen auf dem Boden fehlen. Teilweise enge Regale. Desinfektionsmittel, Händewaschen? Beim Schnelldurchgang Fehlanzeige. Beim Familienbäcker Sehne gibts nicht mal einen Spuckschutz. Das ist absolut ausbaufähig.

Rewe

Links neben den sich automatisch öffnenden Türen stecken Einweghandschuhe. Rechts über den Körber ein Spender mit Desinfektionsmittel. Leider leer. Weder an den Bedientheken noch an den Kassen gibt es Spuckschutz. Auch beim Bäcker nicht. Nur geklebte Abstandsstreifen. Auch das ist noch optimierungsbedürftig.

Kaufland

Der Zigarettenladen hat einen hohen Spuckschutz. Bäcker Sauer auch – wie überall in den Filialen. Mathias Saur: "Mein Vater hat die am Freitag vom Ladenbauer aus Durlach geholt, wir haben sie gleich überall angebracht." Gut: Der Spuckschutz wirkt elegant, schützt mit der Theke nicht nur die Hände der Mitarbeiter, sondern deckt auch komplett das Gesicht ab. Nach jedem Verkaufsvorgang werden die Hände von den Saur-Mitarbeitern gewaschen.

Bei der Fleischerei Thomma nebendran ist keine Schutzscheibe oder ähnliches angebracht. Vor dem eigentlichen Verkaufstresen gibt es eine rot-weiße Absperrung, die den Kunden geschätzt einen halben Meter von der Theke

Und Kaufland selbst? Wer sicher gehen will, kann sich neben dem Pfandautomaten gleich per Sprühstoß die Hände desinfizieren. Schon weit vor den Kassen: Distanzstreifen auf der Erde. Überall Spuckschutz. Nur an der Bedientheke nicht. Die Toiletten sind weiter geöffnet, allerdings ist auf dem Herrenklo gerade das Desinfektionsmittel aus.

Café Ziegler

Café Ziegler. Abstandsstreifen ja. Spuckschutz auf den ersten Blick nicht optimal. Zwar ist hinter der Kasse die Theke hochgebaut, ab Nasenhöhe können die Viren aber ungehindert die Verkäuferin erreichen.

DM

Großzügiger Kassenbereich, genügend Abstand zwischen den Regalen. Großer Spuckschutz aus Plexiglas, Abstandsstreifen. Kein Desinfektionsmittel, kein Händewaschen.

Aldi

Spuckschutz und Abstandsstreifen. Ausreichender Regalabstand.

Fressnapf

Am Kassenbereich sind Abstandsmarkierung aufgeklebt. An jedem Regal steht ein Hinweisschild, dass man auf die notwendige Distanz geht.

Die Spuckschutz-Vorrichtungen an der Kasse machen allerdings einen provisorischen Eindruck. Plastikschutz, der nicht durchsichtig ist, hängt von der Decke, allerdings hängt die Virenabwehr davon ab, wie der Kunde gerade steht. Am Kartenterminal ist eine nicht sehr hohe Plastikscheibe angebracht.

Toom

Hier hängt ebenfalls ein kleiner Plastikschutz von der Decke runter. Mehr nicht. Auch das ist ausbaufähig.

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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