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Horb a. N. Corona-Krise: "Öffnen ist schwieriger als schließen"

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Mode & Style hat ein Mundschutz-Foto mit einer Kundin (rechts) gemacht: "Als Motivation für alle!" Foto: Lück

Horb - Tag eins der Corona-Lockerungen in Horb: Viele Händler sind glücklich, dass es wieder weitergeht. Doch die Kunden sind am Montag eher zurückhaltend.

Wie ist das Stimmungsbild am Tag der "Wiedereröffnung"? Unsere Zeitung hat sich bei Händlern umgehört.

Moni Schönfeld, Inhaberin von Mode & Style: "Gleich um zehn Uhr war die erste Kundin da. Wir waren alle so happy, dass wir ein gemeinsames Foto mit Atemschutzmasken gemacht haben!"

Gegenüber hat Brigitte Ohagen ihr "Blickfang". Geschenkartikel. Sie sagt: "Eigentlich habe ich noch gar nicht offen. Aber ich hatte Glück: Heute morgen kam schon eine der Näherinnen und hat mir Stoffschutzmasken zum Verkauf angeboten. Morgen kommt die nächste Näherin. Und damit können alle, die noch keinen Mundschutz haben, bei mir ihren Shopping-Bummel anfangen, ehe sie in die anderen Geschäfte gegen."

Kunden im Rentenalter sind die ersten Einkäufer

Weinhändler Martin Dörr: "Ich bin zufrieden mit dem ersten Tag der Öffnung des Ladengeschäftes. Heute morgen habe ich noch den Spuckschutz besorgt. Es war nicht so hilfreich, dass die Verordnung der Landesregierung erst am Samstagnachmittag veröffentlicht wurde. Man hatte kaum Zeit, zu reagieren. Man merkt natürlich, dass die Leute am ersten Tag noch zurückhalten sind. Das muss sich erst einmal einspielen."

Felica Zikeli, Filialleiterin von Texxdeal in der Neckarstraße: "Ich habe nicht erwartet, dass die Kunden gleich am ersten Tag die Läden stürmen. Ich hoffe, das wird die nächsten Tage besser."

Gerade die Kunden, die eher im Rentenalter sind, bei denen man also denken könnte, dass die sich nicht raustrauen, sind die ersten, die "shoppen" gehen.

Bei Moni Schönfeld kommt eine Stammkundin ins Geschäft – mit zwei Oberteilen vom Ständer. Lässt sie sich gleich einpacken. Sagt zum Schwarzwälder Boten: "Ja, warum nicht shoppen gehen? Ich passe auf und halte Abstand. Aber dieser Kauf muss jetzt sein –­ das ist ganz dringend."

Eine ältere Frau am Rollator geht die Bildechinger Steige runter. Fragt den Schwabo-Reporter, ob alle Blumenläden wieder aufhaben: "Ich brauche etwas für das Grab. Dort sind die Blumen schon verwelkt."

Diesen Trend bestätigt auch Ursula Tillery von Mode Gramer: "Es geht zwar sehr verhalten los, aber es waren schon die ersten Kunden da. Ein Renner sind Schals, die man auch als Mundschutz tragen kann. Davon sind schon sehr viele bestellt."

Menschen bereiten sich auf Mundschutzpflicht vor

Es scheint so, dass sich einige auf eine mögliche Mundschutzpflicht in den Geschäften und das Shopping vorzubereiten.

Noch ohne Mundschutz ist Sebastian Jurek unterwegs. Der Inhaber einer Werbeagentur: "Klasse, dass Neckar-Sport wieder geöffnet hat. Ich brauche neue T-Shirts für meine Agentur – und ich fühle gerne den Stoff, bevor ich die Ware kaufe." Constanze Kittel, Inhaberin von Neckar Sport: "Am ersten Tag waren noch wenige Kunden unterwegs. Wer da war, hat sich gefreut. Und wir bekommen bald Schutzmasken, die wir individuell bedrucken können!"

Aydin Kütük, Inhaber von Audiokom, beim Autohaus Daub, sagt : "Wir sind positiv gestimmt, dass wir endlich wieder unser normales Geschäft betreiben können. Wir hatten nur als Paketshop und Reparaturservice geöffnet. Wenn alles von Home Office redet, aber der Händler nicht da ist, der die Kunden über Anschlüsse, Mobilfunk-Verbindungen oder Smartphones und Tablets gründlich und kompetent berät, entsteht eine große Lücke. Deshalb sind wir froh, dass das auch die Landesregierung erkannt hat und wir wieder für unsere Kunden da sein können."

Matthias Menke, Geschäftsführer von Madison (u.a. Nagold, Horb): "Wir sind glücklich, froh und happy, dass wir wieder offen haben dürfen. Das ist ein toller Tag."

Und was sagt Horbs City-Manager? Thomas Kreidler: "Öffnen ist schwieriger als schließen. Ich bin froh darüber, dass die Abstimmung zwischen dem Ordnungsamt und den Händlern über die notwendigen Schutzmaßnahmen für Personal und Kunden so reibungslos und freundlich gelöst wurden. Es ist ein gutes Zeichen, dass die Nachfrage nach Atemschutz sehr hoch ist. Denn die Bemühungen von Horb Aktiv liegen darin, dass auch die älteren Kunden, die zur Risikogruppe gehören, sicher einkaufen können."

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