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Horb a. N. Carsharing steht auf der Kippe

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Das Carsharing in Horb läuft bisher alles andere als gut. Auch der Standort Dammstraße ist nicht sicher. Foto: Hopp

Horb - Wenigstens eine gute Nachricht gibt es vom Car-Sharing-Projekt: Nachdem das Teil-Auto bei der Nachfrage bisher schleppend läuft, können wenigstens die im Zusammenhang damit installierten Ladesäulen für Elektroautos bald per Handy geladen werden.

Der Schwarzwälder Bote hatte im "E-Check" aufgedeckt, dass das versprochene "SMS & Charge"-System bis heute nicht installiert ist – sieben Monate nach der Ankündigung durch Stadtwerke-Chef Eckardt Huber im September 2014. Dazu wurde noch klammheimlich die Ladesäule an der Inselspitze abgebaut. Damit landeten die Stadtwerke bei der E-Mobilität-Freundlichkeit auf dem letzten Platz im Vergleich (wir berichteten).

Fatal. Denn die Ladesäule an der Dammstraße wäre eigentlich die perfekte Zwischenstation beispielsweise für Stuttgarter, die an den Bodensee mit ihrem Elektroauto fahren wollen. Eine Akkuladung hält normalerweise gut 100 Kilometer. Doch wie soll dieser Stuttgarter sein Elektroauto am Wochenende laden, wenn das nur mit der Kundenkarte der Stadtwerke Horb geht?

Jetzt endlich reagiert Huber. Er sagt: "Das sms & charge-System ist an den Ladesäulen verfügbar, getestet und freigegeben. Hinweisschilder hierfür mit der über sms anzuwählenden Ladesäule und die Ladedauer werden gerade angefertigt. Die bisherigen E-Mobil-Nutzer werden direkt von uns angeschrieben und darüber informiert." Klimaschutzmanager Heer merkt noch an: "Der Hersteller hatte das System nicht – wie längst vereinbart – nachgerüstet."

Bleibt jetzt nur noch das Elektroauto übrig?

Mit sms & charge schickt der E-Auto-Fahrer eine SMS. Der geladene Strom wird dann über die Handy-Rechnung bezahlt.

Während also die Ladesäulen endlich auf Trab sind, lahmt das Car-Sharing weiter.  Horbs Klimamanager Martin Heer: "Es sind zwar weitere Nutzer in den letzten Wochen dazu gekommen, jedoch noch nicht so viel, dass man von einem starken Trend sprechen könnte." Das heißt: Es könnte dazu kommen, dass das mit Verbrennungsmotor ausgestattete Teil-Auto an der Dammstraße auch noch aus Horb abgezogen wird. Heer: "Hier können wir noch keine finalen Aussagen hinsichtlich der Standorte und Autos treffen." Es solle zunächst die Diskussion im VTA abgewartet werden. Das Teil-Auto-Projekt in Horb war mit insgesamt vier Autos gestartet. Bleibt jetzt nur noch das Elektroauto übrig?  Der Renault Zoe steht im Parkhaus Marktplatz. Er wird hauptsächlich von Rathaus-Mitarbeitern genutzt, weil Dienstautos abgeschafft wurden. Die Teilautos VW Up und der Opel Corsa sind schon wieder aus Horb abgefahren. Der Renault Kangoo auf dem Hohenberg wurde in drei Monaten nur alle vier Tage einmal gebucht! Der Opel Corsa an der Dammstraße ebenfalls.

Bis zum Sommer wollte man die weitere Entwicklung abwarten. Es könnte sein, dass auch noch der Renault Kangoo bald aus Horb verschwindet. Dann bliebe nur noch der Renault Zoe, der in den ersten drei Monaten zu knapp 80 Prozent von den Rathaus-Mitarbeitern gebucht wurde.

Kosten für den Steuerzahler: 1000 Euro im Monat. Joachim Patig, Fachbereichsleiter Zentrale Steuerung, hatte in der letzten VTA-Car-Sharing-Krisensitzung im Februar gesagt: "Wir waren bei vier Fahrzeugen im Worst-Case bei einem Stadtzuschuss von 18.000 Euro jährlich ausgegangen. Durch die jetzige Fahrzeugreduzierung liegt das Risiko bei maximal 12.000 Euro."

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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