Bei den Parkgebühren im Parkhaus Innenstadt muss die Stadt Verluste hinnehmen. Bei den Parkscheinautomaten hat die Brötchentaste die Einnahmen nicht verschlechtert. Foto: Hopp

Betreiber der Parkhäuser verlieren durch neues Parken Geld. Baustellen erschweren Beurteilung.

Horb - Für Peter Rosenberger ist das neue Parken auch eine Wirtschaftsförderung. Denn die Stadtwerke als Betreiber der Parkhäuser verlieren durch die Brötchentaste jährlich Geld.

Das belegt die Drucksache 137/2016 mit dem Titel "Evaluierung Parkraumkonzept". Ergebnis eins: Im Parkhaus Innenstadt (früher: Kaiser) sind die Einnahmen seit der Brötchentaste, die 30 Minuten kostenfreies Parken erlaubt, um knapp 28 061 Euro gesunken. Statt 125 158 Euro (Zeitraum: 1. April bis Ende März des Folgejahres) im Jahr 2014/15 haben die Stadtwerke lediglich 97 096 Euro eingenommen.

Trotzdem werden insgesamt mehr bezahlte Tickets (67 008 Parkscheine) als Gratis-Tickets (30 740 Parkscheine) gezogen.

Sichere Beurteilung ist wegen Baustellen erst im weiteren Verlauf möglich

An den Parkscheinautomaten dagegen sind die Einnahmen bislang ungefähr gleich geblieben – trotz Brötchentaste. Im Jahr 2013 zahlten die Kunden 47 726 Euro, und im Jahr 2014 insgesamt 54 940 Euro. 2015 waren es 58 513 Euro. In diesem Jahr rechnet das Rathaus mit 54 000 Euro. Der Trend: Hier hat die Brötchentaste "das Geschäft nicht kaputt gemacht". Allerdings, so die Stadtentwicklung: Wegen der Baustellen ist eine sichere Beurteilung erst im Verlauf weiterer Jahre möglich.