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Horb a. N. Brandgefahr: Stadt verbietet Grillen

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Aufgrund der Brandgefahr verbietet die Stadt Horb das Grillen an öffentlichen Stellen. (Symbolfoto) Foto: Ebener

Horb - Hohe Wald- und Flächenbrandgefahr gilt auch für Horb und Umgebung, deshalb hat die Stadt nun das Grillen an öffentlichen Grillstellen verboten, um die Gefahr von Bränden zu minimieren.

Stufe vier von fünf beim "Grasland-Feuerindex" gilt momentan für die Große Kreisstadt. Bereits zu vier Flächenbränden ist es seit April in der Umgebung schon gekommen, das teilt die Stadt auf Nachfrage unserer Zeitung mit. "Diese Brände sind auf die Trockenheit zurückzuführen oder durch sie begünstigt", erklärt ein Stadtsprecher. Bei Bildechingen, Altheim/Grünmettstetten, Horb und Isenburg hat es schon Flächenbrände gegeben. Die Hitzewelle der vergangenen Wochen hat die Lage nun noch zugespitzt. Vielerorts gibt es nun die Debatte um ein Grillverbot an öffentlichen Plätzen – die Stadt Horb und auch die Gemeinde Empfingen haben gestern reagiert und Grillstellen ab sofort bis auf Weiteres gesperrt. Die Stadtverwaltung bittet eindringlich darum, das Verbot zu beachten und einzuhalten.

Im Garten kein Verbot

Was das Grillen im eigenen Garten anbelangt, bleibt dies weiterhin zulässig, aber es sollte mit der nötigen Vorsicht betrieben werden. "Im Ernstfall sollte immer die 112 gewählt werden, bevor man wertvolle Zeit verliert oder sich selber in Gefahr bringt", teilt ein Stadtsprecher mit. Auch sollten keine brennenden Zigaretten oder Glasflaschen in der freien Natur entsorgt werden. "Allein durch eine Glasscherbe, die wie ein Brennglas wirkt, können Brände entstehen." Außerdem sollte man auch darauf achten, wo man sein Auto parkt, erklärt der Stadtsprecher weiter. Wiesen oder Felder würden sich derzeit dadurch auch leicht entzünden. Eine Großzahl dieser Art von Bränden werde durch "Fahrlässigkeit und Unachtsamkeit" verursacht.

Die Stadtverwaltung betont auch die Gefahr für die Tier- und Pflanzenwelt. "Nicht nur der Mensch erleidet durch einen Wald- und Flächenbrand Verluste. Auch für viele Insekten und Vögel wird der Lebensraum zerstört. Zudem entstehen erhebliche Kosten für eine Wiederaufforstung bei Waldbränden."

Wenn die Wald- und Flächenbrandgefahr gebannt sei, werde das Verbot an den Grillstellen wieder aufgehoben. Bis dahin könnte es aber noch dauern: "Auch wenn es mal regnen sollte, ist die Gefahr nicht gebannt", warnt die Stadtverwaltung. Die Trockenheit auf den Wiesen und in den Wäldern sei durch etwas Regen noch nicht wieder ausgeglichen. Dafür wäre eine deutlich längere Regenphase mit niedrigen Temperaturen notwendig.

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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