10.17 Uhr. Der Bagger schaufelt Erde in den Laster – es staubt. Foto: Lück

Nach Stau-Frust folgt Staub-Frust: Riesige Wolken führen zu Verschmutzungen an Fassaden.

Horb-Nordstetten - Stau-Frust bei Nordstetten folgt jetzt der Staub-Frust: Seit Wochen nerven riesige Staubwolken von der Hochbrücken-Baustelle. Der Schwarzwälder Bote deckt auf, woran es liegt.

Das ist ein heißes Gesprächsthema in der Ortschaft: Seit Wochen, so berichten Anlieger, steigen von der Hochbrücken-Baustelle riesige Staubwolken auf. Die Folge, so berichten Nordstetter: "Wir als Anlieger in der Alemannenstraße und im Horber Gässle haben jede Menge Dreck und Staub von diesen Wolken an unseren Häusern. Und das, seitdem die Bauarbeiten auf der Hochbrücke wieder angefangen haben. Wir fragen uns, wer für die Reinigungskosten aufkommt. Und ob das wirklich sein muss."

Stadt will für Linderung sorgen

Nach Informationen des Schwarzwälder Boten sollen erste Beschwerden auch schon bei den Verantwortlichen aufgelaufen sein.

Der Schwarzwälder Bote hat die Staubwolke dokumentiert und das Foto ans Rathaus geschickt.

Inge Weber, Sprecherin der Stadt Horb, reagiert: "Wir haben das Foto gleich an das Regierungspräsidium Karlsruhe weitergeleitet, welches für die Baustellenabwicklung zuständig ist, um hier möglichst für Linderung zu sorgen."

Die Sprecherin des zuständigen RP Karlsruhe antwortet: "Ich habe die Anfrage in die Fachabteilung gegeben. Ich denke, dass ich erst morgen (gemeint: Mittwoch, d. Red.) antworten kann."

Ist also noch unklar, wie das RP reagiert.

Nur ein Teil der Straße wird bewässert

Der Schwarzwälder Bote hat zumindest mal die mögliche Ursache für die unnötigen Staubwolken ermittelt. Zu sehen auf den vier Fotos oben. Bild 1: Der Bagger schaufelt einen Graben und lädt den Boden in einem Baustellen-Lkw ab. Das staubt. Weiter hinten auf der Baustraße werden die riesigen Betonabsperrungen von den Aufliegern der Sattelschlepper abgeladen.

Bild 2: Dann kommt ein Bauarbeiter mit dem Fahrzeug an. Darauf: Ein Quader mit Wasser. Eine gute Idee: Denn Wasser bindet Staub und kann so verhindern, dass die Wolke, wenn die LKW-Reifen über die Baustraße donnern, zu groß wird.

Allerdings: Statt das Wasser auf der kompletten Baustraßenbreite zu verteilen, ist nur der Hahn auf der Seite aufgedreht. Die Folge: Es wird nur der Teil der Straße benetzt, wo normalerweise der Rinnstein ist.

Bild 3: Ein Anwohner schaut skeptisch auf die Bauarbeiten unmittelbar unter ihm von der Alemannenstraße.

Bild 4: Die Sattelschlepper donnern über die – nur am Rand genässte – Baustraße. Eine riesige Staubwolke zieht gen Nordstetten. Der Anwohner wusste wohl, was kommt, und hat sich klugerweise verzogen.

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