Viele Kandidatinnen quer durch alle Parteien waren dem Aufruf der Horber Kommunalpolitikerinnen gefolgt und trafen sich auf dem Bauernmarkt zu Gesprächen bei Kaffee. Foto: Schwarzwälder-Bote

Politikerinnen mit Bürgern im Dialog

Horb. Viele Kandidatinnen quer durch alle Parteien waren dem Aufruf der Horber Kommunalpolitikerinnen Margarete Rebholz, Monika Fuhl, Edith Barth, Ilse Braitmaier und Melanie Nagel gefolgt und trafen sich auf dem Bauernmarkt. Mittendrin im Bauernmarkt-Geschehen waren die Frauen nicht zu übersehen und auch nicht zu überhören. Parteipolitische Grenzen zu überwinden schien gar kein Problem für die Frauen, denn es ging um ein gemeinsames Anliegen: "Frauen wollen mitentscheiden! Starke Kommunen brauchen engagierte Frauen!"

Doch bei all dem Sonnenschein und guter Stimmung wurden auch ernste Fragen diskutiert und Aufklärungsarbeit betrieben. Fragen und Sorgen, dass Frauen nur aufgrund ihres Geschlechts gewählt werden sollen, wurden von interessierten Bürgern vorgebracht und wurden von den Kommunalpolitikerinnen entkräftet. Es gehe darum, ein breites Spektrum der Bevölkerung im Gemeinderat abzubilden und daher brauche man Junge und Alte, Männer und Frauen, mit unterschiedlicher Herkunft und Erfahrung. Es gebe quer durch alle Listen tolle Frauen, die viele Fähigkeiten mitbringen. Oder wie Viviana Weschenmoser es mit einem Augenzwinkern formulierte: "Das ist so wie bei Momo. Zu viele graue Männer. Das ist nicht gut für unsere Stadt!" Anna Zimmermann sagte, dass sie jetzt schon zum wiederholten Male kandidiere und so gerne eine Chance hätte, zu zeigen, welche Fähigkeiten sie hat.

Sabine Götz aus Dießen erzählte, dass sie sich als Tagesverantwortliche beim Neckarblühen engagierte und gerne im Gemeinderat mitwirken möchte. Ob ihr Bekanntheitsgrad ausreichen würde, da Dießen ja nicht so groß ist, war ihre Sorge. Die Stimmung war gut bei den Frauen, alle waren sich einig, dass sie sich, egal ob sie gewählt würden oder nicht, auf jeden Fall wieder treffen wollen.

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