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Horb a. N. Amtsgerichtsdirektor steigt aus dem Fenster

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Voller Einsatz bei allen Hilfskräften: Das Amtsgericht (rechtes Gebäude) war Übungsobjekt der Jahreshauptübung der Kernstadt-Feuerwehr. Fotos: Morlok Foto: Schwarzwälder Bote

Im Rahmen ihrer Jahreshauptübung haben die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Abteilung Horb Kernstadt und ihre Bildechinger Kollegen allen Spitzbuben, Verkehrssündern und sonstigen Personen, die aufs Amtsgericht zitiert werden, die Vorfreude auf den Ausfall ihrer Prozesse verdorben.

Horb. Mit souveräner, hochprofessioneller Routine, erheblichen Materialeinsatz und noch mehr Engagement aller Beteiligten konnten sie verhindern, dass das Horber Amtsgericht "abbrannte".

Bei dieser Übung ging man davon aus, dass im Bereich des Aktenlagers im Keller des Gebäudes auf dem Marktplatz 22 ein Feuer ausgebrochen ist. 16 Mitarbeiter des Gerichts befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch im Gebäude, doch ihnen war wegen der sehr starken Rauchentwicklung und der zusätzlichen Brandgefahr im Treppenhaus, speziell im Bereich der Holztreppen und im oberen Stockwerk, die Flucht ins Freie verwehrt. Hilflos mussten sie warten, bis sie von den Teams der Freiwillige Feuerwehr aus ihrer misslichen Lage befreit wurden.

Für die Trupps mit den großen Fahrzeugen, hier insbesondere die Drehleiter, aber auch die Mannschaft mit dem schweren Wechselladerfahrzeug (WLF), das mit einem großen Wassertank ausgestattet war, stellten die Enge des Altstadtbereichs mit ihren schmalen Anfahrtswegen schon eine ordentliche Herausforderung dar.

Doch irgendwie kamen sie alle hoch auf den Marktplatz, fanden in wohl einstudiertem Modus ihre Einsatzplätze, und von da an griff ein Handlungsstrang wie ein Rädchen ins andere. Menschenrettung steht immer an erster Stelle, und sofort nach der ersten Einschätzung der Einsatzleitung und Sondierung der Lage, wurde von drei Seiten aus die Evakuierung der im Gebäude befindlichen Personen eingeleitet.

Die Mannschaft mit der Drehleiter konzentrierte sich auf die Personen im zweiten und dritten Stockwerk. Darunter war neben den Verwaltungsangestellten und dem Zivilrichter auch Amtsgerichtsdirektor Albrecht Trick, der schon eine gehörige Portion Mut aufbringen musste, um von seinem Amtszimmer im obersten Stock des Gebäudes in den wackeligen Rettungskorb der Drehleiter umzusteigen.

Die Kollegen aus Bildechingen kümmerten sich um die Menschenrettung und die Brandbekämpfung am Kellereingang des Gebäudes. Mit der tragbaren Steckleiter holten sie einige Personen aus dem Haus. Parallel drangen immer wieder Zweierteams unter Atemschutz ins Gebäude ein, um zu löschen und nach eventuell Verletzten zu suchen. Das in etwa gleiche Szenario spielte sich vor dem Haupteingang des Amtsgebäudes ab.

Trotz Schmuddelwetter und Regen verfolgten so um die 250 Personen diese Hauptübung. Sie sahen eine freiwillige Feuerwehr, die den Brand innerhalb von 20 Minuten im Griff hatte, die alle Personen retten konnte und die wieder einmal bewies, wie wertvoll ihr ehrenamtliches Engagement ist.

Später, am Ende der Übung, fanden alle Redner, darunter auch der ranghöchste Feuerwehrmann im Kreis Freudenstadt, Kreisbrandmeister Frank Jahraus, nur lobende Worte für diese vorbildliche Übung.

Stadtkommandant Thomas Danninger betonte, dass er eine Übung sah, die geprägt war von Einsatzbereitschaft und sehr gutem Umgang mit dem zur Verfügung stehenden Material. Material war auch das Stichwort von Oberbürgermeister Peter Rosenberger, der in diesem Zusammenhang auch den zahlreich erschienen Gemeinderäten dankte, dass sie beim Feuerwehr-Budget nie den Rotstift ansetzten. "Es ist gut investiertes Geld – denn es gibt unserer Bevölkerung ein sicheres Gefühl und lässt uns alle nachts gut schlafen", so seine sinngemäßen Anmerkungen.

Dann hieß es zum zweiten Mal, eine Jahreshauptübung ohne das klingende Spiel des Horber Spielmannszuges abzuschließen.

Dafür wurde sie traditionell mit Kandeldapp und Einkehr beendet.

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