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Horb a. N. Ahldorf lässt "Bürger im Mittelpunkt" hoffen

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Einträchtig saßen Vertreter von OGL, SPD und BiM beim Erdbeerfest zusammen (von links): Kristina Sauter (OGL), Jerome Brunelle (SPD), Wolf Hoffmann (OGL), Thomas Mattes, Uwe Klomfass (beide SPD) sowie Gudrun und Anna-Maria Birkenberger (BiM). Fotos: Hopp Foto: Schwarzwälder Bote

In der Gutermann-Grundschule ist auch City-Manager Thomas Kreidler als Wahlhelfer dabei. Er sagt: "Ich denke, wir werden bis Mitternacht zählen. Vielleicht müssen wir morgens wieder ran, bis wir die Kommunalwahl ausgezählt haben." Der Schwarzwälder Bote sagt, wie die letzten Trends der spannendsten Wahl bisher sind.

Horb. Klar ist eines: Erst am heutigen Montag wird sich wohl im Laufe des Tages herausstellen, wer auf Kommunalebene punkten konnte und wer Federn lassen musste.

Allerdings: Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die neue Liste "Bürger im Mittelpunkt", die sich aus der BI Ahldorf heraus gebildet hat, wohl in den neuen Gemeinderat einziehen dürfte. 16.24 Uhr. Das Wahllokal im Ahldorfer Rathaus. Bis dahin haben schon 331 Wählern von 506 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Dazu 122 Briefwähler. Ein Wahlhelfer: "Wir haben eine bessere Wahlbeteiligung als bei der letzten Kommunalwahl." Das könnte dafür sprechen, dass das geplante Gewerbegebiet in Ahldorf die Wahlberechtigten unter den 834 Einwohnern klar an die Urne gelockt hat.

Auch bei der Spontan-Umfrage in den anderen Wahllokalen zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung ab.

Wahllokal Rathaus Nordstetten. Schon am Vormittag bildete sich eine lange Schlange. "So viel wie heute war bei den vergangenen Wahlen nicht los", sagt Noch-Ortsvorsteherin Edith Barth. Spannend: Auch Nordstetten ist von der Gewerbegebiet-Debatte in Ahldorf tangiert. Und die Bürger erleben jetzt den Hochbrücke-Bau hautnah.

Wahllokal Steinachtalhalle in Horbs zweitgrößtem Ortsteil Talheim. Ein Wahlhelfer um 15.50 Uhr: "Bisher haben wir 50 Prozent Beteiligung. Den ganzen Tag lief es schon gut. Wir rechnen, dass es 60 Prozent werden."

Wahllokal Hohenberg im Schulzentrum. Um 16 Uhr haben hier mit 290 Wählern gut ein Drittel der 881 Wahlberechtigten ihre Stimmzettel in die Urne geworfen. Dann kommt Lars Schmitter, FD/FW-U 30-Kandidat.

Premiere hier: Dirk Sauer von Infratest Dimap sammelt hier gleich noch Stimmen für den Deutschlandtrend der ARD um 18 Uhr. Sauer: "In Horb war ich noch nie. Das wird per Zufalls-Auslosung bestimmt."

Übrigens: Die "Konkurrenz" der Forschungsgruppe Wahlen (ZDF) steht vor dem Vereinsheim Empfingen. Hier liegt die Wahlbeteiligung mit 55 Prozent im Durchschnitt. Ein Wahlhelfer: "Das wird immer unkalkulierbarer, weil das Freizeitverhalten der Wähler immer wichtiger wird."

An der Gutermann-Grundschule melden die Wahlhelfer um 16.11 Uhr: 330 Wähler von 900. Dazu 172 Briefwähler. Einer sagt: "Eine gute Wahlbeteiligung, viele Jungwähler."

Doch wie haben sie abgestimmt? Es ist Geduld gefragt. Doch womit rechnen die Spitzen? Der Schwarzwälder Bote holte die die ganz persönlichen Prognosen vor den Wahlergebnissen ein.

CDU-Fraktionschef Michael Keßler: "Das ist ganz, ganz schwer auszurechnen. Ich selber tippe auf etwas weniger Prozente sowohl für die FD/FW als auch für die CDU. Wo wir aber landen werden, ist völlig unklar. Ich hoffe nur, dass der um sechs Plätze verkleinerte Gemeinderat nicht dazu führt, dass es junge Kandidaten nicht schaffen."

FD/FW-Fraktionschef Alfred Seifriz: "Wenn die Prozente für die Listen so wie das letzte Mal ausfallen, müsste die CDU bei neun Sitzen landen. Die FD/FW bei sechs bis sieben. Ich bin gespannt, ob die ULH zwei Sitze halten kann. Der neuen Liste "Bürger im Mittelpunkt" traue ich schon ein oder zwei Sitze zu."

Wolf Hoffmann, der für die Grünen bisher im Kreistag saß und jetzt auch für den Gemeinderat antritt: "Ich vermute, dass CDU und FD/FW Prozente abgeben müssen. Zu welchen Gunsten, ist noch unklar. Es ist aber klar, dass das nicht zugunsten der SPD sein wird."

Jerome Brunelle, EU-Kandidat der SPD und auch Gemeinderatskandidat: "Ich hoffe, dass die SPD wieder fünf Sitze holen kann. Und ich hoffe, dass die ULH rausfliegt."

ULH-Fraktionschef Hermann Walz: "Das Ding wird eine sehr, sehr enge Geschichte, weil die Zugpferde von früher fehlen. Die neue Liste ›Bürger im Mittelpunkt‹ ist der Kollateralschaden einer verfehlten Gemeinderatspolitik. Ich habe keine Angst vor der BiM. Ob ich die Lapp kontrovers im Gemeinderat aufmache oder die Nuss oder der Bauer in einem vielleicht anderen Stil das tun –­ das ist mir egal. Ich hoffe, dass es jetzt endlich Mehrheiten gibt, die sachbezogen abstimmen werden."

Und was sagt die neue Liste? "Bürger im Mittelpunkt"-Spitzenkandidatin Christina Nuss lacht: "Ich habe eine Wahlwette mit Thomas Bauer laufen. Ich tippe auf drei Sitze für uns, Thomas auf fünf."

Und wie ist die Stimmung bei den U-30-Kandidaten? Beim Erdbeerfest auf dem Marktplatz treffen sich Michael König (26, FD/FW) und Luis Schneiderhan (18, OGL). Beide begrüßen sich wie Freunde und sagen unisono: "Wir haben wirklich positive Resonanzen auf unsere Kandidaturen erhalten. Junge als auch Ältere wollen uns wählen."

Noch wichtiger, so König und Schneiderhan: "Bei dem Mini-Rock Treffen am Freitagabend hat sich gezeigt, dass wir jungen Kandidaten uns listenübergreifend gut verstehen. Wir haben auch schon einige Ideen entwickelt."

Kann man also hoffen, dass dieses Netzwerk weiter hält, falls es nur einer der jungen Kandidaten schaffen sollte.

Und was ist mit den Wahlpartys? CDU und FD/FW gehen am Montagabend auf das Musikfest in Dießen. Die BiM ist im Steiglehof. SPD und Grüne wollen am Dienstag eine Bilanz der Kommunalwahl ziehen. Und die ULH? Walz: "Ich werde –­ wie das letzte Mal –­ am heutigen Montag mal um 10 Uhr ins Wahllokal schlappen und schauen, wie die Lage ist."

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