Informative Vorträge bei der Jahreshauptversammlung der Eigentümer Schutzgemeinschaft "Haus & Grund"

Horb-Isenburg (pm). Gut 70 Mitglieder der Eigentümer Schutzgemeinschaft "Haus & Grund" folgten der Einladung zur diesjährigen Jahreshauptversammlung in den "Forellengasthof" nach Isenburg.

 

Den größten Raum nahm der Vortrag von Rechtsanwalt Michael Langner ein, der zu den Themenblöcken "Mieterhöhung" und "Kündigung" referierte, an den sich später der Vortrag des Horber Fördermittelspezialisten Michael Handschuh anschloss.

Zu Beginn fasste der Vereinsvorsitzende Manfred Bok das Jahr in einem kurzen Resümee zusammen. Man besuchte zwei Mitglieder- und Verbandstagungen und führte Gespräche mit Politikern, darunter auch mit Tanja Gönner und Hans-Joachim Fuchtel.

Bok ging auf das Gartenschauprojekt des Vereins am 2. Juli ein, bei dem man das 20-jährige Bestehen des Vereins feiert. Zwei Fachvorträge und eine Podiumsdiskussion sollen dort für spannenden Informationsaustausch sorgen; Vereinsmitglieder können an diesem Tag das Neckarblühen zu einem verbilligten Eintrittspreis besuchen.

Der Beratungsbedarf sei auch im vergangenen Jahr wieder gestiegen – Ferndiagnosen seien aber nicht möglich. Ebenso erfolgt keine Beratung von Nichtmitgliedern, wie der Vereinsvorsitzende erklärte. "Es wäre unfair ihnen gegenüber, die sie ihre Jahresgebühr pünktlich entrichten", begründete er diese strikte Haltung. Seinen Mitgliedern hat der Verein dagegen oft, zum Beispiel bei der Umlegung der neuen Abwassergebühr, geholfen. An dem Thema Fernwärmeversorgung Hohenberg sei man nach wie vor dran, versicherte Bok.

Er rief die Anwesenden auf, sich an der kommenden Volkszählung zu beteiligen und die Fragebögen vollständig auszufüllen, denn nur so könne man für eine gute Übersicht über den Immobilienmarkt sorgen. In Bezug auf die Wohnwertverwaltung rechnet Bok in nächster Zeit mit verstärkten Bewegungen im ländlichen Bereich, wie er prognostizierte.

Mit der Stadtverwaltung ist er nicht nur wegen dem Hohenberg in Kontakt, sondern auch wegen des "Kaufhauses Innenstadt", wie man die Belebung der Kernstadt nennt. Natürlich liegt die Zukunft der Horber Gegend den Haus- und Grundstücksbesitzern am Herzen. Deshalb ist man von Vereinsseite gerne bereit, in der Kommission, die Horb zur klimaneutralen Kommune führen soll, mitzuarbeiten.

Nach dem Bericht des Vorstands folgten Betrachtungen von Volker Bailer zur Situation auf dem Horber Immobilienmarkt. Allgemein ginge der Trend wieder zurück zur Stadt, da Anfahrtswege aus dem ländlichen Raum zu den Arbeitsstätten in die Ballungsräume oft zu lang und aufgrund der gestiegenen Spritpreise auch zu teuer seien.

Die begehrtesten Standorte in der Gegend sind die Ortsteile Ahldorf, Bildechingen und Nordstetten sowie die Gemeinde Empfingen. Man müsse sich von alten Preisen verabschieden und energetische Maßnahmen werden ein Muss, so das Fazit hieraus.

Im Mietmarkt, den Steven Schwindhammer beleuchtete, macht sich derzeit – vermutlich – der Auszug der Kaserne bemerkbar. Er riet auch, aufgrund der zunehmenden Vorfälle mit Mietnomaden, Vermietungen nicht ohne Kaution abzuwickeln und Schlüssel erst nach Erhalt der ersten Monatsmiete auszuhändigen.