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Horb a. N. Abgang einer Dirigenten-Legende

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Für ihren Dirigenten Martin Stöckel rollten die Musiker extra den roten Teppich aus, um ihn gebührend zu verabschieden. Fotos Wagner Foto: Schwarzwälder Bote

Nach 17 Jahren verabschiedet sich Dirigent Martin Stöckel vom Musikverein Harmonie Betra. Sein Abgang wird gebührend gefeiert.

Horb-Betra. "Einige Leute bringen unsere Seele zum Tanzen. Sie bleiben für einige Zeit in unserem Leben, hinterlassen Fußspuren in unseren Herzen und wir sind nie wieder die Gleichen", lautete ein Auszug aus Johnny Dorners Anmoderation zu dem Titel "Heaven’s Light" beim Jahreskonzert des Musikvereins (MV) "Harmonie" Betra (wir berichteten).

Dieses Zitat stand allerdings ebenso sinnbildlich für die tiefe Verbundenheit der Musiker zu ihrem langjährigen Dirigenten Martin Stöckel, welcher nach 17 Jahren im Dienste des MV Betra, vom Verein ehrenhaft verabschiedet wurde. Nach der letzten Darbietung geleitete die Vorsitzende Lisa Schäfer den Dirigenten in das Foyer der Hohenzollernhalle, während die Musiker rasch die Bühne umgestalteten.

Günther Maier ging kurz darauf mit dem Staubsauger nochmals über den roten Teppich, bevor Moderatorin Maria Flaig-Maier über diesen Schritt und die Gäste zur Sendung "Kultur in der Region" begrüßte. Der Stargast des Abends unter dem Motto "außergewöhnliche Bilder einer Ausstellung" : Dirigent Martin Stöckel.

Flaig-Maier klärte den überraschten musikalischen Leiter über den großen Bilderrahmen auf, der auf der Bühne stand und in welchem sich eine Abordnung des MV positioniert hatte. Mit seinem Taktstock könne er den "digitalen" Bilderrahmen bedienen, womit die Bilder zum Leben erweckt wurden und der Titel des geschaffenen Motivs von Stöckel erraten werden musste.

In den Live-Bildern stellten die Musiker die Haupteigenschaften ihres Dirigenten dar. So symbolisierten die auf dem roten Teppich liegenden Musiker, welche ein Ständchen zum Besten gaben, einen "Klangteppich". "Du hast uns gelehrt, dass man auch trotz anspruchsvoller Musik immer Spaß haben kann. Keine Probe ging ohne einen Lacher oder flotten Spruch vorbei. Aber die Qualität der Musik und des Klangs hast du deswegen nie hinten angestellt, sondern eine tolle Kombination erschaffen", betonte die Vorsitzende in ihrer anschließenden Laudatio.

Gespür für die passenden Musikstücke

"Es war fast jedes Jahr mindestens ein Stück dabei, welches wir Musiker nie und nimmer gewählt hätten", verriet Schäfer leicht amüsiert. Deswegen kam es beim ersten Probespiel auch durchaus mal vor, dass rollende Augen und fragende Blicke dem Dirigenten zugewandt wurden. Stöckel gab dabei meist als Antwort: "Hey Leute, wartet es ab, das wird richtig cool."

Dinge, die auf den ersten Blick nichts mit Musik zu tun haben, wurden einfach einem neuen Zweck zugeführt. "Von der Radkappe bis hin zum Schleifpapier war jede verrückte Idee herzlich willkommen", konstatierte Schäfer und stellte ferner fest: "Ja, verrückt bist du schon ein wenig, aber das hat uns in Bereiche geführt, in die wir uns sonst ganz sicher nicht hinein getraut hätten."

Stöckel sei ein unglaublich guter Netzwerker, der durch seine Einsätze in vielen Orchestern und Projektgruppen enorm viele Musiker kennengelernt habe. "Dieses Netzwerk, aus Bekannten und Freunden um die Musik, soll dich auch in Zukunft immer auffangen, wenn du derjenige bist, der Halt braucht. Zu uns darfst du jederzeit kommen", teilte Schäfer, mittlerweile sichtlich gerührt, mit. Als besondere Wertschätzung für Stöckels Verdienste wurde dieser zu seinem Abschied zum Ehrendirigenten des MV "Harmonie" ernannt. "Wir verabschieden dich zwar als Dirigenten, aber behalten dich als Freund", betonte die Vorsitzende.

Ein letztes Mal wechselte das Motiv in dem großen Bilderrahmen, womit eine "ABBA-Formation" die Bühne betrat und eine für Stöckel umgeschriebene Fassung von "Thank You For The Music" performte. "Das ist das Bild, wie du uns in Erinnerung behalten sollst", teilte Schäfer dem scheidenden Dirigenten mit, welcher sich letztlich von jedem einzelnen Musiker mit einer Umarmung verabschiedete.

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