Der Fahrer des BMW schwebt noch immer in Lebensgefahr. Foto: Lück

Unfallursache unklar. Polizei geht mehreren Hinweisen nach. BMW-Fahrer soll auf Standstreifen rechts überholt haben. 

Horb - Nach der heftigen Kollision eines Kleintransporters mit einem BMW schwebt der 26 Jahre alte BMW-Fahrer weiter in Lebensgefahr. Die beiden Fahrzeugen waren am Mittwochnachmittag auf der A 81 in Fahrtrichtung Stuttgart zusammengeprallt. 

Der 26-Jährige wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Auch der Fahrer des Kleintransporters erlitt schwere Verletzungen. Die A 81 war über mehrere Stunden gesperrt, teilweise staute sich der Verkehr auf einer Länge von neun Kilometern. 

Ermittlungen zur Unfallursache dauern an

Die Ermittlungen zur Klärung der Unfallursache dauern noch an. Die Polizei geht mehreren Hinweisen nach, wonach der BMW-Fahrer kurz vor dem Unfall mit hoher Geschwindigkeit über den Standstreifen fuhr und so andere Fahrzeuge rechts überholte.

Das hatten bereits einige Verkehrsteilnehmer am Mittwochabend unserer Zeitung berichtet. Ein Facebook-User bestätigt auf der Seite "Schwarzwälder Bote Horb": "15 bis 20 Autos vor mir passiert, der BMW-Fahrer ist locker mit 220 km/h auf den Seitenstreifen an mir vorbeigebrettert."

Ein Sachverständiger wurde hinzugezogen.

Autobahn über längere Zeit gesperrt

Aufgrund des Unfalls musste die A 81 in Richtung Stuttgart über mehrere Stunden hinweg voll gesperrt werden. Teilweise bildete sich eine Staulänge von neun Kilometer. Der Verkehr aus Richtung Singen wurde umgeleitet, wodurch auch auf den Umleitungsstrecken besonders durch wendende Fahrzeuge zum Teil erhebliche Behinderungen entstanden.

In sozialen Netzwerken zeigten sich einige Autofahrer verärgert, dass sie nicht bereits an der Ausfahrt Empfingen umgeleitet wurden. So kommentiert Thomas K. auf der Facebook-Seite "Blaulicht News Horb" den dort geteilten Schwabo-Artikel: "Glanzleistung der Polizei... an der Abfahrt Empfingen mit Blaulicht stehen aber den Verkehr nicht ableiten sondern in die Vollsperrung fahren lassen."

Dazu sagt ein Pressesprecher des zuständigen Polizeipräsidiums Konstanz. "Durch die Hochbrücke-Vollsperrung in Horb ist die Umleitungssituation in diesem Bereich für uns sehr schwierig. Wenn der Verkehr in Empfingen runtergeleitet worden wäre, hätte sich beispielsweise in Nordstetten ein großer Stau entwickelt. Auch wäre die Umleitungsstrecke bis zur Auffahrt Rottenburg für die Verkehrsteilnehmer sehr kompliziert gewesen."

Neben dem Rettungshubschrauber, Notarzt und zwei Rettungsfahrzeugen waren auch die Feuerwehr Horb a. N.ckar mit fünf Fahrzeugen und 21 Einsatzkräften sowie die Autobahnmeisterei vor Ort. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf 50.000 Euro.

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