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Horb "2013 ist ein echtes Schmutzki-Jahr"

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Dany Maier zupft den Bass bei der Band Schmutzki, die beim Mini-Rock-Festival in Horb das Publikum rocken will. Foto: Wörz

Horb/Stuttgart - Im Lebenslauf einer Band gibt es immer das eine Jahr: Man hat unzählige Gigs gespielt, der Duft von schwitzigen Jugendhäusern und Dorffest-Fritteusen hängt einem praktisch täglich in der Frisur. Mit der ersten Band hat es nicht geklappt. Eines der Bandmitglieder merkt immer, dass man mit Auftritten vor zehn Leuten doch nicht das große Geld verdient und konzentriert sich deshalb auf sein Studium.

Aber dann kommen die richtigen Leute zusammen; Menschen, die so sind wie man selbst, die Feuer haben, Lust darauf genau die Themen, die einen bewegen in Drei-Minuten-Rotz-Rock-Nummern zu pressen. Plötzlich sind keine zehn Leute mehr vor der Bühne – es sind 300. Auf einmal gibt es statt dem Echo von zwei einsamen klatschenden Händen, tosenden Applaus. Man gewinnt Wettbewerbe und durch alle Zweifel an sich selbst und der eigenen Musik hindurch merkt man, dass das was man tut, einigen Leuten wirklich gefällt.

Schmutzki ist eine Band genau an diesem Punkt: Zwei Jahre ist die junge Formation aus Stuttgart mit Konstanzer Wurzel nun unterwegs. Jetzt machen sie Halt in Horb, am 2. August auf dem Mini-Rock-Festival. Der Schwarzwälder Bote hat mit Dany, dem Basser der Drei-Mann-Combo, gesprochen:

Dany, wie kam es zu Schmutzki?

Schmutzki ist aus so einem Proberaum-Feeling entstanden. Wir haben alle schon mal in Bands gespielt. Das hat aber irgendwann nicht mehr funktioniert und dann sind nur noch wir drei übrig geblieben.

Für was steht deiner Meinung nach Schmutzki?

Für mich bedeutet Schmutzki einfach ein cooles Lebensgefühl, zeitgemäß, frisch, ohne irgendwie abgehoben zu sein. Wir haben Spaß und wollen das weitertragen.

Wer kommt denn eigentlich auf eure Konzerte?

Der klassische Schmutzki-Fan ist kein Musikexperte, er ist genauso wie wir. Niemand der jetzt komplett aus dem Rahmen fällt – der ausflippen kann, ohne gleich Hipster zu sein. Einfach ein Typ, der ein bisschen härter Party macht als sonst.

Um was geht es im letzten Song, den du geschrieben hast?

Es geht um die kleinen Luxusprobleme und darum, sie ein bisschen auf die Schippe zu nehmen. Wir machen uns ein wenig über die Leute lustig, die vor dem Apple Store campen und sich darüber beschweren, so lange warten zu müssen.

Euer Name?

An sich keine große Sache. Unser Sänger Beat heißt Schmutz mit Nachnamen und unsere Songs gehen alle in eine etwas dreckigere Richtung. Beat wollte sich zwar nicht so in den Vordergrund stellen, aber unser Drummer Flo Hagmüller hat ihn dann doch überzeugt. Seitdem ist der Name auch ein Kriterium für unsere Songs. Wir fragen uns immer: "Ist der auch Schmutzki genug?"

Was ging bei euch im vergangenen Jahr?

2013 ist bis jetzt ein echtes Schmutzki-Jahr. Seit wir 2012 den Play Live Contest gewonnen haben (Anm. der Red: einer der renommiertesten Musikwettbewerbe in Baden-Württemberg) haben wir wahnsinnig viele Gigs gespielt. Man merkt schon, dass der Flow jetzt da ist.

Was war bis jetzt das krasseste Erlebnis?

Der Samstag des Southside Festivals dieses Jahr war ein absoluter Schmutzki-Tag. Normalerweise kommen um 12.30 Uhr zu einer Band im Zelt nur wenige, aber wir haben uns extrem reingehängt. Haben auf dem Campingplatz 200 T-Shirts verkauft und mit den Leuten geredet. Dann waren da plötzlich 1000 Leute vor der Bühne. Bei unserem Lied "Immer weiter" hatten wir einen ziemlich heftigen Moment: Wir machen da immer so das klassische Spiel zum in die Hocke gehen, und wirklich jeder hat mitgemacht. Als dann Beat die Zeile: "Du kämpfst dich weiter" gesungen hat, sind einfach alle aufgesprungen und haben hart getanzt. Aber es sind auch die kleinen Momente. Als wir auf dem Campingplatz mit den Leuten gejammed haben. Wir merken einfach die Message kommt an. Gerade haben wir wirklich das Gefühl, das Richtige zu tun.

Jetzt kommt Schmutzki zum Mini-Rock-Festival. Du warst mit deiner alten Band Sim Sin schon vergangenes Jahr am Start. Was sagst du zu unserer Hausmarke?

Das Mini-Rock ist ein richtig schnuckliges Festival. Es hat definitiv einen eigenen Style und wirklich charmante Eigenheiten. Auf der einen Seite läuft das hinter der Bühne sehr professionell ab, man merkt aber trotzdem, dass die Leute richtig Bock drauf haben.

Ihre Redaktion vor Ort Freudenstadt

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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