Landjugend zum vierten Mal Gastgeber. Wind treibt die rund 400 Besucher in die Halle.
Hondingen - Bereits zum vierten Mal richtete die Landjugend Hondingen die Sonnenwendfeier der Landjugenden des Schwarzwald-Baar-Kreises aus. Eine ganze Woche lang hatten die Hondinger Holz aufgeschichtet. Angeführt vom Musikverein Hondingen zogen die Landjugendgruppen in Tracht mit ihren brennenden Fackeln hinaus auf die Anhöhe.
Gerade, als das Feuer entzündet werden sollte, brach ein Sturm los, wie ihn die Hondinger noch nie erlebt hatten. Das sonst so schön anzuschauende Feuer konnte von den etwa 400 Gästen leider gar nicht genossen werden. Innerhalb weniger Minuten beendete der Regen das Schauspiel und trieb die Gäste in die Halle. Dort sorgten "Die Muntermacher" musikalisch für gute Stimmung und schöne Stunden.
Die Sonnenwendfeier, in nördlichen Ländern "Mittsommer" genannt, läutet die Sommersonnenwende und damit den Beginn des Sommers ein. Gleichzeitig ist dies der längste Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. Ab diesem Tag werden die Nächte dann aber auch schon wieder länger. Der Brauch des Feuer zur Sonnenwende hat seinen Ursprung in alten, noch heidnischen Kulturen. Ein ganz besonderer Anziehungspunkt für Tausende von Menschen ist zum Beispiel Stonehenge. Seit der Christianisierung werden diese Feiern oft mit Johannes dem Täufer verbunden, von ihm stammt die Namensgebung für die in entsprechenden Gegenden angezündeten Johannisfeuer. Diese Tradition wird in ländlichen Gegenden gern gepflegt. Die Landjugenden des Kreises feiern schon Jahrzehnte dieses Fest immer gemeinsam.