Während sich der Holzbau positiv entwickelt hat, ist der Möbelsektor bei Homag in Schopfloch nicht zuletzt aufgrund der Zollkonflikte das Sorgenkind.
Die Homag-Group hat ihr Ergebnis im Geschäftsjahr 2025 deutlich verbessert. Als Grund führt das Unternehmen mit Sitz in Schopfloch in einer Pressemitteilung umgesetzte Kostensenkungs- und Optimierungsmaßnahmen an. In einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld nahm der Auftragseingang leicht zu, während der Umsatz das Niveau des Vorjahres leicht unterschritt.
Der Auftragseingang der Homag-Group legte im Jahr 2025 nach vorläufigen Zahlen leicht auf 1,38 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,36 Milliarden Euro) zu. „Die Nachfrage bei den Produktionsanlagen für den Holzhausbau hat sich positiv entwickelt“, wird der Vorstandsvorsitzende Daniel Schmitt zitiert. In diesem Bereich erzielte Homag einen neuen Rekordauftragseingang, der unter anderem den bisher größten Auftrag aus dem Holzbausektor enthält.
„Im Möbelsektor konnten wir hingegen keine Erholung feststellen, die Zollkonflikte haben die Verunsicherung in der Möbelindustrie eher nochmals verstärkt“, so der Vorstandsvorsitzende. Der Auftragsbestand hat sich zum 31. Dezember 2025 auf 726 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 781 Millionen Euro) reduziert.
Geringerer Umsatz, besseres Ergebnis
Aufgrund der anhaltend schwierigen Auftragslage im Geschäft mit Möbelherstellern verringerte sich der Umsatz 2025 leicht auf 1,37 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,41 Milliarden Euro). Das Ebit vor Sondereffekten konnte die Homag-Group um rund 50 Prozent auf 76,1 Millionen Euro (Vorjahr: 50,8 Millionen Euro) verbessern. Dies entspricht einer Marge von 5,5 Prozent (Vorjahr: 3,6 Prozent).
Die deutliche Ergebnissteigerung ist laut Mitteilung des Unternehmens in erster Linie auf Kostensenkungen aufgrund der durchgeführten Personalmaßnahmen sowie auf das stabile Service-Geschäft zurückzuführen.
Daniel Schmitt: „Wir haben 2025 erstmals vollumfänglich von unseren verringerten Kosten profitiert. Das abgelaufene Geschäftsjahr hat gezeigt, wie wichtig die Anpassung unserer Kapazitäten angesichts der anhaltenden Nachfrageschwäche im Möbelsektor war.“ Die Zahl der Mitarbeiter hat sich zum 31. Dezember 2025 auf 6471 (31. Dezember 2024: 6802) reduziert.
Unterschiedliche Entwicklungen
Für das laufende Jahr erwartet Homag unterschiedliche Entwicklungen in seinen Geschäftsfeldern. In der Produktionstechnik für den Holzhausbau dürfte sich der positive Nachfragetrend fortsetzen. Im größeren Geschäft mit der Möbelindustrie ist aktuell schwer absehbar, wann die Nachfrage wieder nachhaltig anziehen wird. Für das Gesamtunternehmen werden Umsatz und Auftragseingang aus heutiger Sicht auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Das Ziel für die Ebit-Marge vor Sondereffekten beträgt 5 bis 6 Prozent.