Mit einem Programm von einem anderen Stern fand auch in diesem Jahr wieder der Triberger Holzschuehklepferball statt. Ein Moderator für die Veranstaltung konnte zwar nicht gefunden werden, dennoch tat das der Stimmung keinen Abbruch.
Aus allen Nähten platzte der Dorfgemeinschaftsraum im ehemaligen Schulhaus in Gremmelsbach beim beliebten Holzschuehklepferball.
Aus allen Orten der Raumschaft waren Narren nach Gremmelsbach gekommen, um dem Ereignis beizuwohnen, das bis tief in die Nacht andauerte.
Das diesjährige Motto lautete „(Alles) Außer Irdisch“.
Vier Tage die Chefin im Dorf
Doch bevor es richtig losging, holte sich Zunftmeisterin Steffi Laube zunächst den Rathausschlüssel und damit die Macht im Dorf von Ortsvorsteher Helmut Finkbeiner. „Ich will noch für vier Tage die Chefin des Dorfes sein“, forderte die Zunftmeisterin.
Bereits zuvor hatte sie gemeinsam mit der Musik, Glebfdoolen und Holzschuehklepfern das Gremmelsbacher Rathaus fest im Griff. Doch erst im Festsaal holte sie sich endlich den Schlüssel. Begrüßen konnte sie neben Ortschaftsräten auch Bürgermeisterstellvertreter Reinhard Storz.
Kein Moderatorhat sich gefunden
Pünktlich um 20 Uhr zogen Narrenrat, Ortschaftsrat und Musikkapelle mit Gästen ins Schulhaus, wo das spaßige Programm mit dem Tanz der Holzschuehklepfer begann.
Auch heuer sorgte Musiker Andy Hehl für Stimmung. Zum Bedauern der Veranstalter hatte sich dieses Jahr niemand gefunden, der das Programm moderieren konnte.
Das Motto „(Alles) Außer Irdisch“ wurde sowohl in der Dekoration als auch in diversen Kostümierungen nachempfunden. Den Programmauftakt machten zwei Gastgruppen aus Schonach, die schon seit Jahren immer wieder gerne im „Gremmschbe“ auftreten: Zunächst war es die Gruppe „Delicious“ unter der Leitung von Ramona Gutemann aus Schonach, die sich in diesem Jahr geradezu atemberaubend mit der „Birthday Party“ beschäftigte.
Auch Antje Velten begeisterte mit ihrem „Familientrio“, bestehend aus Tochter Jule und Schwester Kerstin, mit einer rasanten Tanzshow „Gentleman’s Swing“ die Zuschauer. Zuvor bezauberte Jule noch mit der eigenen Gruppe „Pound Power“ unter dem Titel „Petri Heil“ – da hatte sie sich wohl vom Hobby des Vaters inspirieren lassen.
Die Gremmelsbacher Bachforellen Elke Weis und Steffi Laube schilderten gereimt etliche Fehltritte im Dorfleben unter dem Motto „ein bisschen Spaß muss sein“. So erfuhr man beispielsweise vom „Kirchbuur“, der für drei Zwergziegen ein Luxusheim baute, in dem sein Sohn im Urlaub der Eltern ungefragt Hühner platzierte. Auch der Hilserhof fand Erwähnung – die riesige Muttersau und ihre Ferkel wollten ihnen wohl in den Urlaub folgen, vor allem die Sau wollte partout nicht zurück in den Stall, erst die Androhung des Grills half da wohl.
Corinna Ringwald, Katrin Echle und Jessica Dold sorgten mit den Gremmelsbacher Tanzdoolen für einen weiteren Höhepunkt des Abends. Gemeinsam mit dem ehemaligen Männerballett waren sie „(Alles) Außer Irdisch“ und bewiesen wieder einmal, wie unglaublich fit und akrobatisch die Gruppe mitsamt den Männern noch immer ist.
Nach dem Ende des offiziellen Teils sorgte Andy Hehl für Stimmung und Tanz noch bis in die frühen Morgenstunden.