Nach dem Gewinn des Landes-Holzbaupreises 2024 für die Sanierung des historischen Gründleshofs in Hornberg erhielt Holzbau Göppert aus Schönwald nun eine weitere Auszeichnung.
Die Schönwälder Zimmerei Holzbau Göppert ist eine ausgezeichnete Adresse, nicht nur für Neubauten. Der Inhaber Johannes Göppert ist als Zimmermeister zugleich anerkannter Restaurator für historische Bauten und wurde bereits mehrfach für seine sensible Arbeit an solche Häusern ausgezeichnet.
Nun erhielt er den Denkmalschutzpreis Baden-Württemberg für die fachkundige Sanierung des Farnrainhofs in Elzach-Yach. Im Rahmen der feierlichen Verleihung des Denkmalschutzpreises in Achern erhielt das Unternehmen eine besondere Anerkennung für die qualitätsvolle Sanierung des Farnrainhofs.
Der Hof ist ein ehemaliges Taglöhnerhäuschen aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert und war nach erster Einschätzung von Göppert eine Ruine. Es stellte sich als ein Sammelsurium etlicher unsachgemäß dazu gebastelter An- und Erweiterungsbauten dar.
„Zweite Chance“ gegeben
„Jedes Objekt verdient aber eine zweite Chance“ – und die gab ihm Göppert. „Nach vielen Untersuchungen und Studien, die wir gemeinsam mit Architekten und Planern vom Architekturbüro Hardy Happle unternahmen, erkannten wir den Wert des Hauses.“ Ab etwa 1880 begannen die Umbauten. „Der hervorragende Zustand der drei original erhaltenen Stuben im Erdgeschoss präsentierte sich erst nach dem Rückbau der neuzeitlichen Verkleidungen“, stellte Göppert fest – und stürzte sich in das Vorhaben.
Johannes Göppert nahm die Auszeichnung persönlich entgegen. „Der Farnrainhof wurde nach den Plänen des Architekturbüros Hardy Happle von uns als Gesamtprojekt betreut“, berichtete er bei der Preisverleihung in Achern. „Darunter fielen die statische Sicherung, die Restaurierung der historischen Holzkonstruktion, die Herstellung von Kastenfenstern, die Schindelverkleidung sowie die detailgetreue Aufarbeitung der bauzeitlichen Fenster und Innenausstattungen. Diese Gewerke wurden durch unser Team mit höchster handwerklicher Präzision umgesetzt.“
Besonders hervorgehoben durch die Vergabekommission wurden sowohl die handwerkliche Qualität als auch das Engagement der Mitarbeiter, die mit ihrer Fachkompetenz und großen Sorgfalt das denkmalpflegerische Gesamtkonzept erfolgreich realisierten. Die Jury lobte die Arbeiten als beispielhaft für den sensiblen Umgang mit historischer Bausubstanz und die wieder einmal hervorragend gelöste Verbindung von Tradition und moderner Nutzung.
Mit dieser Auszeichnung unterstrich das Familienunternehmen seine führende Rolle in der Restaurierung historischer Gebäude im Schwarzwald und setzte erneut Maßstäbe für nachhaltige Baukultur und regionale Handwerkskunst. Man erkennt unschwer, dass sich Denkmalschutz, Klimaschutz und hohe gestalterische Qualität nicht ausschließen müssen, sie können sich vielmehr in gegenseitiger Verknüpfung zu ganz besonderen, dem Ort angemessenen und herausragenden Ergebnissen führen.