Am ersten Mai-Wochenende haben unbekannte Täter in der Rebhütte Richtung Hach gewütet – es ist nicht das erste Mal. Die Gemeinde Auggen bittet um Hinweise.
Zwei Winzer, die am Samstagmorgen in den Auggener Reben unterwegs waren, hatten den Brand als erste entdeckt. Sie schritten sofort mit einem Feuerlöscher ein und informierten die Feuerwehr.
„Wir haben dann die Nachlöscharbeiten übernommen“, berichtet Dominik Kittler, Kommandant der Auggener Feuerwehr, im Gespräch mit unserer Zeitung. Auch die Polizei Müllheim rückte an.
Was war passiert?
Unbekannte Täter hatten eine Bank, die aus einem Holzstamm bestand, in Brand gesetzt, gleiches gilt für die Terrassenverkleidung vor der Hütte. Die Polizei ermittelt nun wegen Sachbeschädigung.
Immer wieder Beschädigungen
Es ist nicht das erste Mal, dass es in der Rebhütte zu Sachbeschädigungen kam – das Sonnberghüsli, das sich in den Reben zwischen Auggen und Hach befindet, wurde in den vergangenen Jahren schon mehrfach von Vandalen heimgesucht.
„Gezündelt“ wurde im „Sonnberghüsli“ immer wieder. Im Januar 2025 hatten dort Unbekannte den Holzboden vor dem Eingang in Brand gesetzt. Zudem waren damals zum wiederholten Mal mehrere Bücher angezündet worden, die sich in dem Häuschen befanden.
Kein Bücherschrank mehr
Der Auggener Fasnachtsverein „Schlawinergilde“ betrieb dort einen öffentlichen Bücherschrank. Die wiederholte Brandstiftung hatte jedoch den Abbau zur Folge.
Ehrenamt mit Füßen getreten
„Das, was hier im Ehrenamt für die Allgemeinheit geleistet wird, wird von diesen Vandalen mit Füßen getreten“, bedauert der langjährige Feuerwehrkommandant Kittler. In die Hütte sei schon viel ehrenamtliches Engagement geflossen. Auch der Terrassenboden sei nach der Brandstiftung von Anfang 2025 vom Bauhof mit Unterstützung der „Schlawiner“ wieder instand gesetzt worden.
Kittler geht davon aus, dass es sich bei den Zerstörern um junge Leute handelt, die zuvor im Hüttchen gefeiert haben. „Diese Personen nutzen erst selbst die Infrastruktur, um sie dann, wahrscheinlich unter entsprechendem Alkoholeinfluss, zu zerstören“, meint er am Redaktionstelefon. Das mache die ganze Sache für ihn noch unverständlicher.
„Ich verstehe es einfach nicht“
Was wohl in den Köpfen der unbekannten Zerstörer vorgeht? Diese Frage stellt sich auch Nicole Diringer-Hunger, die im Auggener Rathaus unter anderem für das Ordnungsamt zuständig ist. Immer wieder habe sie mit solchen Sachbeschädigungen und Brandstiftungen zu tun, bedauert die Rathausmitarbeiterin. Seien es Beschädigungen an Rebhütten oder beispielsweise Schmierereien an der Sonnberghalle.
„Ich verstehe es einfach nicht. Das sind für mich – Entschuldigung, dass ich es so direkt sagen muss – Idioten“.
Die Gemeinde Auggen, der das Rebhäuschen gehört, hofft nun auf Unterstützung und Informationen aus der Bevölkerung. Man sei für jeden Hinweis dankbar, macht Diringer-Hunger deutlich.
Rebhäusle völlig zerstört
Die Gemeinde Auggen hat seit Jahren immer wieder mit Vandalismus zu kämpfen, der sich unter anderem an den Rebhäuschen entlädt. Besonders hart getroffen hatte es vor genau fünf Jahren das Rebhäusle „im Letten“, das damals – in der Nacht auf den 1. Mai 2021 – von Unbekannten angezündet und durch den Brand völlig zerstört wurde. Der Schaden belief sich auf mehr als 50.000 Euro.
Immer wieder Vandalismus
Massiv beschädigt wurden aber auch schon das rot gestrichene Rebhäusle (Schäfhüsle) zwischen Auggen und Schliengen, wo in der Silvesternacht 2022 Tür, Tisch und Bank demoliert und zum Teil angezündet wurden. Auch die Rossberghütte wurde bereits mehrfach attackiert – zuletzt Anfang diesen Jahres, als Holzstreben beschädigt wurden. Diringer-Hunger verweist in diesem Zusammenhang auf einen Schaden rund von 2.400 Euro.
Hinweise erbeten
Die Polizei
ermittelt wegen Sachbeschädigung.
Die Gemeinde Auggen
bittet die Bevölkerung um Hinweise unter Tel. 07631/367716 (Diringer-Hunger).