Der Kampf um die beste Startposition: Vor dem Hechinger Weiherstadion wurde auch mit den Ellenbogen gearbeitet. Foto: Roth

Dominik Notz ist beim 38. Internationalen Hohenzollern-Berglauf als Erster auf der Burg Hohenzollern angekommen. Im Nebel am Weiherstadion gestartet, konnten die 417 Finisher nach 365 überwundenen Höhenmeter die Novembersonne genießen.

Dichter Nebel und Außentemperaturen um die vier Grad Celsius boten am Sonntagmorgen den Rahmen beim Start des 38. Internationalen Hohenzollern-Berglaufes des Ski-Clubs Hechingen vor dem Weiherstadion. Ein Blick auf das Ziel der Läufer – die Burg Hohenzollern, die sonst von dort aus gut zu sehen ist – blieb erstmal verwehrt.

 

Dennoch herrschte reges Treiben an der Startnummernausgabe und auch die Bierbänke und -tische, an welchen die Nachmeldungen ausgefüllt werden konnten, waren gut frequentiert. Letztlich meisterten 417 Finisher die 8,1 Kilometer lange Strecke. Für Hauptorganisatorin Susanne Bitzer vom Ski-Club Hechingen ein toller Wert: „Wir hatten mit 379 Voranmeldungen so viele wie nie. Wir wollten auf jeden Fall wieder über 400 Läufer dabei haben.“ Der Rekord von der 30. Auflage mit 526 Finishern wurde zwar nicht erreicht, der Hohenzollern Berglauf sei aber nach wie vor überregional beliebt.

Hört man sich unter den Teilnehmern um, wird vor allem der Einlauf im Burghof – 365 Höhenmeter über dem Weiherstadion gelegen – als Anreiz genannt. Dort ist in diesem Jahr Dominik Notz (LAV Stadtwerke Tübingen) in 29 Minuten und 14 Sekunden als Erster angekommen. Bei den Frauen war Hannah Arndt (LV Pliezhausen 2012) in 34 Minuten und 58 Sekunden die Schnellste. Dort bekamen die Läufer dann auch die Sonne zu sehen – ein herrlicher Ausblick als Lohn für die Strapazen.

70 Ehrenamtliche vom Ski-Club Hechingen im Einsatz

Damit der Lauf reibungslos über die Bühne gehen konnte, waren wieder rund 70 Ehrenamtliche des Ski-Clubs im Einsatz. „Für uns ist das eine logistische Herausforderung“, sagt Susanne Bitzer bereits im Vorfeld und spricht unter anderem den Transport der Rucksäcke der Läufer auf die Burg an. Dort wurden die Sportler von Ski-Club-Verantwortlichen mit wärmendem Tee empfangen.

Bitzer betont: „Die Veranstaltung ist rundum gelungen. Es wurden super schnelle Zeiten gelaufen.“ Sie selbst ist seit dem ersten Hohenzollern Berglauf als Starterin mit dabei, seit Mitte der 90er-Jahre ist sie zudem die Hauptorganisatorin. „Der Hohenzollern-Berglauf ist inzwischen ein fester Bestandteil im Laufkalender.“ Das zeige sich auch daran, dass viele Teilnehmer eine weite Anreise auf sich nehmen. So waren auch Starter aus dem Stuttgarter Raum oder dem Schwarzwald gemeldet. Und auch aus der Schweiz oder Österreich waren Sportler mit am Start.

Auch Ü-70-Athleten am Start

Was Bitzer immer freue, sei zudem die Teilnahme von Athleten aller Altersklassen. Mehrere Läufer über 70 Jahre absolvierten beispielsweise die rund acht Kilometer unter einer Stunde.

Parallel zum Hauptlauf haben sich im Weiherstadion rund 150 Kinder beim 4. Hechinger Kinderstadtlauf gemessen. Im Vordergrund stand dabei der Spaß an der Bewegung. Eine Medaille gab es in den unterschiedlichen Altersklassen für jeden Starter. Ob über 200, 400, 800 oder 1200 Meter – nach dem Aufwärmprogramm mit Sebastian Breimesser wurde an Applaus nicht gespart. Maskottchen Jolinchen war zudem als Fotomotiv stark gefragt.