Christine Ertelt wird in der Hohenzollern-Apotheke die Corona-Antigentests an den Patienten vornehmen. Dies tut sie mit Schutzkleidung, Schutzbrille, Maske und Handschuhen. Foto: Ertelt

Neues Angebot. Erste Apotheke im Landkreis, die Schnelltests anbietet. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Die Hohenzollern-Apotheke ist die erste im Landkreis, die Corona-Schnelltests anbietet. Was sie kosten? Wie lange es dauert und wie ein solcher Test abläuft? Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema zusammengestellt.

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Bisingen - Wer sich auf Corona testen lassen will, kann das ab sofort in der Hohenzollern-Apotheke in Bisingen tun. Wie Inhaber Johannes Ertelt informiert, werde in der Filiale an der Steinhofener Straße ein Antigentest angeboten. Was Patienten dazu wissen müssen:

Warum dürfen nun auch Apotheken testen?

Laut dem bislang geltenden Infektionsschutzgesetz war die Testung auf lebensbedrohliche Erkrankungen, darunter Corona, bisher nur Ärzten vorbehalten. Diese Regelung wurde im November durch das Dritte Bevölkerungsschutzgesetz aufgehoben. Mit dieser Entscheidung von Bund und Ländern dürfen auch Apotheker und dortiges Personal nach einer Schulung diese Schnelltests durchführen, so auch in Bisingen. In der Hohenzollern-Apotheke wird zunächst Dr. Christine Ertelt die Tests durchführen. Man kann damit rechnen, dass weitere Apotheken im Zollernalbkreis dem Beispiel folgen.

Wer wird getestet?

Wie Johannes Ertelt berichtet, werden nur Personen getestet, die keine Symptome haben. Wer Anzeichen einer Corona-Infektion zeigt, muss weiterhin einen Arzt kontaktieren.

Was muss man tun, um sich testen zu lassen?

Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich. Erstens, weil die Hygienevorschriften auch in Apotheken gelten, und zweitens aus organisatorischen Gründen. Wer einen Termin haben will, vereinbart diesen unter der folgenden Telefonnummer: 07476/7014, erreichbar ist diese zu den Öffnungszeiten der Hohenzollern-Apotheke, nämlich: montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr und 14.30 bis 19 Uhr und samstags von 8 bis 12.30 Uhr.

Wie läuft der Test ab?

Vorneweg: sehr kurz. Wie Johannes Ertelt auf Nachfrage erklärt, dauere der Test nur wenige Minuten. Seine Frau Christine schiebt ein Wattestäbchen durch die Nase bis zum Rachen, um einen Abstrich zu nehmen.

Was passiert, wenn das Ergebnis positiv ist?

Dann muss der Patient sich in Quarantäne begeben. Außerdem ist die Apotheke verpflichtet, die Daten des Getesteten ans Gesundheitsamt weiterzugeben. Über die Bestimmungen werden Patienten vor dem Test informiert.

Wann liegt das Ergebnis vor?

Schon 15 bis 30 Minuten nach dem Test. Wegen der Hygienevorschriften sollten sich die Patienten jedoch nicht in der Apotheke oder davor ansammeln und warten. Das Ergebnis wird mitgeteilt. Auf welchem Weg? Das vereinbaren Patient und Apotheke.

Erhält man einen Nachweis?

Ja. Wer sich hat testen lassen, erhält eine Bescheinigung, aus der die Teilnahme und das Testergebnis hervorgeht.

Was kostet der Test?

39 Euro. Wie die Bezahlung erfolgt, vereinbaren Patient und Apotheke. Je kontaktloser die Zahlung abläuft, desto besser.

Warum kann man sich nur in der Hohenzollern-Apotheke testen lassen?

Weil dort die räumlichen Voraussetzungen vorhanden sind, um die Hygienestandards einhalten zu können.

Wie zuverlässig sind die Testergebnisse?

Es gibt ein Restrisiko, weil der Antigentest auf die Virenbelastung im Körper anschlägt. Diese könnte zum Zeitpunkt des Tests (noch) zu gering sein, erklärt Johannes Ertelt. Das Testergebnis stellt den Gesundheitszustand zum Zeitpunkt des Tests dar.

Können sich nur Bisinger anmelden?

Nein. Eine räumliche Beschränkung auf Wohnorte der Testpersonen gibt es nicht.

Könnte jeder einen solchen Test daheim durchführen?

Nein. Das darf nur geschultes Personal. Christine Ertelt hat die entsprechenden Kenntnisse. Was bei den Experten auf Bildern so einfach aussieht, können Laien daheim nicht ohne spezielle Schulungen einfach nachahmen.

Dass Apotheken testen dürfen, ist schon einige Zeit bekannt. Aber der Zeitpunkt stand noch nicht fest. Erst in der Nacht von Montag auf Dienstag vergangener Woche fiel der Startschuss. Über Weihnachten hatten die Ertelt-Apotheken daher viel vorzubereiten: Zum Beispiel, wie Terminvergabe und Ergebnis-Mitteilung erfolgen, wie die Schutzausrüstung organisiert wird und auch Infoblätter für Patienten mussten erstellt werden.

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