Eine erste Grafik der Burg aus Klemmbausteinen. Foto: Screenshot/BlueBrixx/Youtube

Der Traum nimmt Gestalt an: Die Noppenstein-Hersteller von BlueBrixx aus dem hessischen Flörsheim treiben die Produktion des Bausets der Burg Hohenzollern heftig voran. Doch kann das Versprechen, das Set bis vor Weihnachten in die Läden zu bringen, wirklich wahr werden?

Burg Hohenzollern - Seit dem äußerst witzigen und fruchtbaren Treffen von Burgherrn Georg Friedrich Prinz von Preußen und dem BlueBrixx-Team um CEO Klaus Kiunke im Februar auf der Burg wird bei den Noppenstein-Entwicklern getüftelt, was das Zeug hält.

Weitere Treffen vor Ort in der Sache folgten, und über jedes berichtete BlueBrixx auf seinem Youtube-Kanal. In einem der neuesten Videos erzählen Kiunke und Set-Entwickler Martin über den aktuellen Stand der Mini-Burg-Kreation. Die Grafiken, die Martin dabei zeigt, lassen schon gut erkennen, wie außerordentlich schön und originalgetreu das Bauset einmal sein wird.

"Kringelige" Auffahrt hoch zur Burg

Kiunke geht gleich zu Beginn des Videos schon in die Vollen: "Zeig her, was du hast, Martin", fordert der CEO auf. Und Martin hat bereits viel zu bieten: Er zeigt die Grafiken, angefangen von der gewundenen Auffahrt hoch zur Burg, weiter zum Torturm, hin zur evangelischen Kapelle und den großen Gebäudeelementen inklusive Rittersaal, die sich als Ganzes wie ein überdimensionales "U" auf den Hohenzoller schmiegen. Kiunke lobt: "Das sieht schon richtig toll aus."

Baupläne sind Gold wert

Martin, der seit Wochen rund um die Uhr nur in Sachen Noppenstein-Burg beschäftigt ist, gibt sich bescheiden: "Die Baupläne sind Gold wert", sagt er. Die originalen Baupläne der Burg hatte BlueBrixx im Februar von Georg Friedrich Prinz von Preußen erhalten, nachdem sich beide Seiten einig waren, dass es die Stammburg des ehemaligen preußischen Königs- und Kaiserhauses als Set aus Noppensteinen geben soll.

Die Mini-Burg auf der echten Burg

"Bis vor Weihnachten", sagte Kiunke damals, sei das wohl machbar. Und Georg Friedrich Prinz von Preußen freute sich sehr über diesen Zeitplan, denn er und seine Zwillingssöhne hatten die Idee, das Burg-Set im Vorfeld des Königlichen Winterzaubers 2022 aufzubauen – und es dann für die Öffentlichkeit "unter den Christbaum auf der Burg zu stellen", wie der Prinz in einem Interview mit der Redaktion Anfang April verraten hat.

Doch jetzt kommt der Zeitplan ins Wanken. Zum einen ist es unheimlich "kniffelig" und "verdammt viel Arbeit", das Set mit seinen vielen Details zu konzipieren – das wird im Youtube-Beitrag mehr als deutlich. Doch Designer Martin ist schnell und gut, und er wird, wie er sagt, die Pläne in wenigen Wochen fertig haben. Und Kiunke beschwört ihn: "Vorfahrt für Burg Hohenzollern." Andere Arbeit sei nun nebensächlich.

Zwei Monate dauert die interkontinentale Reise

Zum anderen: Vom ersten "physischen Bauset", das auf Fehler gecheckt werden muss, bis hin zur Erstellung einer Stückliste für die chinesischen Partner "Xingbao", der BlueBrixx bei der Herstellung von sehr großen Sets mit mehreren 1000 Steinen Hilfe leistet, und weiteren Prüfungen, können mehrere Wochen vergehen. Sind die Sets dann produziert, müssen sie per Container nach Deutschland verschifft werden. Zwei Monate dauert die interkontinentale Reise, weiß Kiunke aus Erfahrung.

Dazu kommt, dass auch BlueBrixx von den derzeitigen Lücken in den Logistikketten betroffen ist: "Zwei Prozent der Container haben derzeit Probleme, überhaupt in den Hamburger Hafen reinzukommen." Und wenn der Hafen erreicht sei, gebe es wieder Wartezeiten, bis Zug oder Lastwagen bereitstünden. Fazit Kiunke: Man habe noch eine Chance bis Weihnachten, aber "es wird einen harte Nummer".