Der Bau- und Umweltausschuss des Gemeinderat Altensteig machte sich einen Überblick über die Sanierung der Hohenbergschule. Foto: Manuel Virág

Die Sanierung der Altensteiger Werkrealschule schreitet weiter voran. Jetzt verschaffte sich auch der Gemeinderat auf der Baustelle einen Überblick.

Rund vier Monate vor der geplanten Fertigstellung zum Start des neuen Schuljahres nimmt die neu sanierte Werkrealschule in Altensteig zunehmend Gestalt an. Nun machte sich der Bau- und Umweltausschuss des Gemeinderats vor Ort ein Bild von der Baustelle, die ja bekanntlich teurer werden soll als geplant.

 

Ab dem kommenden Schuljahr soll die Hohenbergschule mit der Friedrich-Boysen-Realschule zu einer Verbundschule zusammengelegt werden.

Eine sanierte und barrierefreie Schule

Deshalb und wegen fehlender Barrierefreiheit sollte der Gebäudekomplex planmäßig räumlich zusammengeführt, generalsaniert und um einen Fahrstuhl ergänzt werden. Außerdem steht ein erneuerter Pausenhof inklusive eines grünen Klassenzimmers auf dem Plan.

Ursprünglich waren für das Bauprojekt 6,3 Millionen Euro eingeplant. Durch unvorhersehbare Herausforderungen, die im Verlauf der Bauarbeiten aufkamen, stiegen die Kosten jedoch auf rund sieben Millionen Euro.

In den neuen Aufenthaltsbereichen sind die Malerarbeiten weitestgehend fertig und der Großteil der Lampen betriebsfähig. Foto: Manuel Virág

Bevor der Ausschuss über das weitere Vorgehen entscheide, sei es besser, wenn die Mitglieder sich zunächst selbst einen Überblick über die Baustelle verschaffen, begründete Bürgermeister Oliver Valha die gemeinsame Begehung.

Auf der Baustelle geht es weiter voran

Altensteigs Hochbauleiter Andreas Bayer und Architekt Andreas Bürker gaben dem Ausschuss einen Einblick in die Baustelle. In den meisten Klassenzimmern seien die Malerarbeiten bereits abgeschlossen, berichtete Bürker.

Auch in den neuen Aufenthaltsbereichen seien sowohl der Putz als auch die Deckenlichter weitestgehend fertig. Und auch im Treppenhaus gibt es eine große Neuerung: Der geplante Fahrstuhl ist mittlerweile eingebaut und funktionstüchtig.

„Das war schon eine schwierige Stelle, aber wir haben es geschafft“, zeigt sich Bürker erleichtert. Für den Fahrstuhl fehle jetzt nur noch eine TÜV-Prüfung.

Eine „schwierige Stelle“ war laut Bürker der Einbau des Fahrstuhls, nun ist dieser geschafft. Foto: Manuel Virág

Auf dem Pausenhof soll planmäßig in den Pfingstferien das grüne Klassenzimmer in Angriff genommen werden, die Erneuerung der Asphaltfläche folgt in den Sommerferien, stellt Bürker in Aussicht.

„Das hätte besser geplant werden können“

Während des Baustellen-Rundgangs gab es seitens der Ausschuss-Mitglieder vereinzelt Stoff zur Diskussion. Unter anderem bei der gemeinsamen Wahl des Außenwand-Putzes.

Einige Mitglieder waren der Meinung, dass der für die Außenwände geplante „Besenstrich“-Putz mit seinen Rillen ein zu großer Dreckfänger sein könnte.

Altensteig sucht den Super-Putz: Das sind die Anwärter. Foto: Manuel Virág

Deshalb schlug Bürker vor, den für seine Robustheit bekannten Putz in einer hellgrauen Farbe zu streichen, um den Dreck weniger sichtbar zu machen. Darauf konnten sich die Stadträte letztendlich auch einstimmig einigen.

Kritik aus dem Ausschuss gab es bezüglich des grünen Klassenzimmers. Bürker hatte erklärt, dass einige unvorhersehbare Arbeiten, wie beispielsweise das Fällen eines Baums, zu der Kostensteigerung des Bauprojekts beigetragen hatten.

Ein Stadtrat kritisierte deshalb die Planung: „Das war doch vorher schon klar, dass der Baum gefällt werden muss“, sagte er. „Das hätte besser geplant werden können.“ Bürker wies darauf hin, dass er kein Freianlagen-Planer sei und räumte den Fehler seines Büros ein.

Außerdem versicherten Bürker und Bayer, dass das Projekt zukünftig nicht mehr teurer werde. „Wir sind mittlerweile so weit im Bau, dass keine Überraschungen mehr kommen dürften“, ist sich Bayer sicher.

Bauvergaben für die Pausenhof Sanierung

Garten- und Landschaftsbauarbeiten
Die Garten- und Landschaftsbauarbeiten wurden an die Firma „Norbert Müller Gärten und Mehr“ aus Haiterbach vergeben. Die Auftragssumme beträgt 127 053, 43 Euro, der Kostenvoranschlag lag bei 26 305 Euro.

Erneuerung Asphaltbelag
Die Erneuerung des Asphaltbelags wurde an die Firma „Rath“ aus Haiterbach vergeben. Die Auftragssumme beträgt 66 507,67 Euro, vorher gab es keinen Kostenvoranschlag.

Info
Der Kostenvoranschlag ist eine fachmännische Schätzung der voraussichtlichen Kosten eines Bauprojekts.

Die Auftragssumme ist die tatsächlich vereinbarte Gesamtsumme, die der Auftraggeber dem Auftragnehmer für die Bauleistung bezahlt.