Die Bräunlinger wählen deutlich bürgerlich-konservativ und tragen zum CDU-Vorsprung im Wahlkreis 54 Villingen-Schwenningen bei.
Die Bräunlinger haben deutlich bürgerlich-konservativ gewählt und mit klaren Erst- und Zweitstimmenanteilen den CDU-Direktkandidaten Andreas Braun gestärkt – denn anders als Donaueschingen und Hüfingen gehört Bräunlingen aufgrund des ungewöhnlichen Wahlkreiszuschnitts in den Wahlkreis 54 Villingen-Schwenningen.
In Bräunlingen kommt die CDU auf 37,3 Prozent der Erststimmen, die Grünen erreichen 25,7 Prozent, die AfD 20,1 Prozent, FDP 7,4 Prozent, SPD 6,6 Prozent und die Linke 2,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung liegt mit 71,8 Prozent über dem Landesdurchschnitt und zeigt, dass die Landtagswahl die Bräunlinger mobilisierte. Damit trägt Bräunlingen zum CDU-Vorsprung im Wahlkreis 54 bei, in dem die Partei 32 Prozent der Stimmen erzielt, gefolgt von AfD (24,7 Prozent) und Bündnis90/Die Grünen (25,2 Prozent).
Bräunlingen sticht im direkten Vergleich als Gemeinde heraus, in der der CDU-Vorsprung klarer ausfällt und die Grünen trotz Verlusten deutlich stärker sind als beispielsweise in Hüfingen. In Bräunlingen traten für den Wahlkreis 54 die Wahlkreisbewerberinnen und -bewerber Martina Braun (Grüne), Andreas Braun (CDU), Nicola Schurr (SPD), Dirk Eisenbiegler (FDP), Martin Rothweiler (AfD) und Aynur Karlikli (Linke) gegeneinander an.
Andreas Braun mit klarem Vorsprung
Der CDU-Kandidat und Unterkirnacher Bürgermeister Andreas Braun erzielt in Bräunlingen einen komfortablen Erststimmenvorsprung von gut zehn Punkten vor der Grünen-Kandidatin Martina Braun und distanziert zugleich den AfD-Bewerber Martin Rothweiler deutlich. Damit wird Bräunlingen zu einer Art „Hausmacht“ für den CDU-Direktkandidaten, der hier auf ein treues, stark bürgerliches Wählerpotenzial bauen kann.
Der Wahlkreis 54 Villingen-Schwenningen ist insgesamt von einem engen Dreikampf zwischen CDU, Grünen und AfD geprägt, wobei die CDU mit 32 Prozent knapp vor den Grünen liegt, während die AfD mit 24,7 Prozent deutlich stärker abschneidet als in Bräunlingen. Bräunlingen wirkt in diesem Umfeld als stabilisierender Pol für die CDU, weil die AfD hier mit 20,1 Prozent schwächer bleibt als im Wahlkreis insgesamt und die Grünen trotz Verlusten noch vergleichsweise stark sind.
Klares Votum für Kontinuität
Die Bräunlinger Ergebnisse signalisieren ein klares Votum für Kontinuität, kommunale Verankerung und wirtschaftsorientierte Politik, wie sie der CDU-Direktkandidat Andreas Braun im Wahlkreis 54 verkörpert.
Zugleich zeigt das starke Ergebnis der AfD, dass auch in Bräunlingen ein Fünftel der Wählerinnen und Wähler aus Protest oder Unzufriedenheit mit etablierten Parteien abstimmt, wenn auch weniger stark als im Wahlkreis insgesamt.