Winterneuzugang David Girmann und die TSG Balingen mussten im letzten Härtetest vor der Rückrunde eine 0:4-Niederlage gegen den FV Illertissen hinnehmen. Foto: Eibner-Pressefoto/Tobias Baur

Das letzte Testspiel der laufenden Wintervorbereitung haben die Regionalliga-Fußballer der TSG Balingen hoch verloren. Trainer Murat Isik zieht dennoch ein optimistisches Fazit.

Ausgerechnet vor dem Start in die restliche Rückrunde sind die Regionalliga-Fußballer der TSG Balingen nach zunächst guten Testspielen ins Straucheln geraten – zumindest, was die Ergebnisse betrifft.

 

Zunächst patzte die Mannschaft von Trainer Murat Isik unter der Woche beim Verbandsliga-Ersten Young Boys Reutlingen (1:2). Dann bekam die TSG am Samstag noch eine kühle Abreibung vom FV Illertissen verpasst. Dem auf Platz 4 liegenden Bayern-Regionalligisten unterlagen die Schwaben mit 0:4 (0:2).

Im letzten Testspiel der Balinger, das bei regnerischen Bedingungen auf dem Empfinger Kunstrasen ausgetragen wurde, merkte man der Isik-Truppe die Strapazen der harten Vorbereitung doch an. So hatten die Württemberger im Grunde mehr vom Spiel. Doch in den entscheidenden Situationen fehlte der jungen Mannschaft wahlweise die Spritzigkeit oder die Konzentration – oder beides.

Murat Isik: „Ergebnis zu hoch“

Isik hatte daher dennoch einen Punkt, wenn er davon sprach, dass das Ergebnis „zu hoch ausgefallen“ sei. Gleichwohl räumte der Balinger Coach, der die TSG zum Saisonende verlassen wird, freilich ein, dass die Illertissener das Testspiel verdient gewonnen haben. „Sie waren effizienter und frischer als wir“, sagte Isik, der dennoch ein paar lobende Worte für seine Elf parat hatte.

Gerade in der ersten Hälfte habe sich seine Mannschaft ausgesprochen griffig präsentiert. „Wir haben uns nie aufgegeben und sind drangeblieben, das hat mir gut gefallen.“

Viele leichte Fehler

Weniger gut: Die leichten Fehler und unnötigen Unkonzentriertheiten, mit denen sich schließlich alle vier Gegentore begründen ließen. Beim 0:1 lief die TSG in einen Konter, beim 0:2 pennte sie nach einem Eckball; das 0:3 nach der Pause fiel abermals nach einem Standard, und beim 0:4 spielten die Württemberger den bayerischen Gästen den Ball gewissermaßen in die Füße.

Angriffe nicht zu Ende gespielt

Besser werden müsse zudem auch das Offensivverhalten. In einem insgesamt chancenarmen Spiel habe sein Team immer mal wieder „spannende Angriffe“ gefahren, aber diese eben zu selten zu Ende gespielt bekommen, so der Balinger Trainer. „Daran müssen wir nun arbeiten im Hinblick auf kommenden Samstag.“

Der FC Homburg wartet

Dann werden Isik und Co. um 14 Uhr vom FC 08 Homburg erwartet, dem Tabellensechsten der Regionalliga Südwest. Trotz der jüngsten Rückschläge geht der frühere VfB-Jugendcoach optimistisch in die letzten 14 Spielen der Saison, in der die Schwaben das Unmögliche noch möglich machen wollen: den Klassenerhalt, der angesichts von bis zu zehn Punkten Rückstand eine enorme Bürde bedeutet.

Baustellen sollen geschlossen werden

„Die Mannschaft hat weiter Spaß, die Jungs sind nach wie vor hoch motiviert“, berichtet Isik. Nun gelte es, „jeden Woche für Woche besser zu machen“, um so „unsere Baustellen bestmöglich zu schließen“.

Die liegen, das zeigte sich nicht zuletzt am Samstag, eben auch in der Defensive. Mit 49 Gegentoren stellen die Balinger die schwächste Abwehr der Südweststaffel.

Erfahrenes Duo fällt aus

Ausgerechnet jetzt fallen mit Sascha Eisele (Saisonaus nach Kreuzbandriss) und Kapitän Matthias Schmitz (verpasste nahezu die gesamte Vorbereitung wegen einer Fußverletzung) nicht nur zwei Akteure der Vierer-Kette aus, sondern auch jenes Duo, das in einer enorm jungen Mannschaft über die größte Regionalliga-Erfahrung verfügt.

Fazit: Ein guter Test gegen einen sehr guten Gegner

„Die Ausfälle wiegen schon schwer“, erklärt Isik. Wettmachen müsse man diese mit „Mentalität, Haltung und einer geschlossenen Teamleistung“. Diese Tugenden hätten im Verlauf der Vorbereitung, das 1:2 gegen die Reutlinger Young Boys ausgenommen, im Grunde stets gestimmt. „Auch wenn wir gegen Illertissen deutlich verloren haben, war es ein guter Test gegen einen sehr, sehr guten Gegner“, so der Nürtinger.