Wer es sich leisten kann in Freiburg zu wohnen, zahlt 13,4 Prozent mehr als der Bundesdurchschnitt. Foto: Stefanie Salzer-Deckert

Der Stadtkreis ist laut aktueller Studie Spitzenreiter bei den Lebenshaltungskosten im Südwesten. Bundesweit bedeutet das Platz fünf.

Nirgends in Baden-Württemberg sind die Lebenshaltungskosten höher als im Stadtkreis Freiburg. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln.

 

Demnach liegen die Lebenshaltungskosten in der Stadt um 13,4 Prozent über dem Bundesschnitt. Selbst in der Landeshauptstadt Stuttgart beträgt dieser Wert „nur“ 11,5 Prozent. Allerdings liegen dort die Bruttolöhne auch um satte 37,1 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt. In Freiburg liegen die Bruttolöhne im Schnitt lediglich um 1,1 Prozent über dem Bundesniveau.

Großraum München bleibt am teuersten

Im Klartext: Laut den Zahlen der IW-Experten treffen die hohen Lebenshaltungskosten die Freiburger deutlich härter als die Stuttgarter.

Auch in den Landkreisen rund um den Starkreis Freiburg lebt es sich im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich teuer. Von den 400 Stadt- und Landkreisen in Deutschland ist Freiburg der fünftteuerste.

Die höchsten Lebenshaltungskosten findet man in München, wo allerdings auch die durchschnittlichen Bruttolöhne mehr als 40 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegen. Auf den Plätzen dahinter folgen die Landkreise München sowie Starnberg. Mit Lebenshaltungskosten um 14,6 Prozent über dem Bundesschnitt landet Frankfurt am Main auf dem vierten Platz.

Niedrigsten Lebenshaltungskosten gibt es im Vogtlandkreis

Das IW erstellt die Liste der Lebenshaltungskosten gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Bonn. Grundlage sind frei zugängliche Daten aus dem Internet.

Laut Institut zeigt sich, dass sich die Unterschiede zwischen Stadt und Land weitgehend analog und nur geringfügig veränderlich darstellen. Größter Preistreiber beim Thema Lebenshaltung sind die Wohnkosten. Städte könnten durch eine verstärkte Bautätigkeit gegensteuern, so die Studie.

Die niedrigsten Lebenshaltungskosten genießen übrigens die rund 220 000 Menschen im Vogtlandkreis im südlichen Sachsen. Allerdings stehen den dort im Schnitt rund elf Prozent niedrigeren Kosten auch deutlich unterdurchschnittliche Bruttolöhne im Bundesvergleich gegenüber.