Offiziell in Betrieb genommen wurde im Oktober 2020 die neue Notwasserversorgung für die Stadt Vöhrenbach mit Wasser aus Furtwangen. Diese Leitung wurde inzwischen immer wieder einmal genutzt, um in Vöhrenbach Engpässe zu vermeiden. Unser Bild zeigt im Vordergrund die Verantwortlichen (von links) Michael Dold (Geschäftsführer der Aquavilla), Dominik Bordt (BIT-Ingenieure AG), Martina Braun MdL, Bürgermeister Herdner Furtwangen und Bürgermeister Strumberger Vöhrenbach. (Archivbild) Foto: Stefan Heimpel

Statt reine Sanierungsprojekte weiterzuverfolgen, will die Gemeinde ein „Wasserwerk Burg Ost“ realisieren. Dafür sollen möglichst viele Zuschüsse fließen.

Wie geht es weiter mit dem Ausbau der Vöhrenbacher Wasserversorgung? Nun wurde die langfristige Planung aus dem Jahr 2017 von den BIT-Ingenieuren überarbeitet und neue Überlegungen vorgestellt.

 

Die eine Möglichkeit ist, die Sanierungen wie geplant bis etwa 2040 weiterzuführen mit Gesamtkosten von fast vier Millionen Euro. Die Alternative wäre ein neues Wasserwerk Vöhrenbach-Ost, wodurch ein Teil der Sanierungen entfiele. Die Gesamtkosten inklusive Neubau lägen bei 6,6 Millionen Euro. Im Unterschied zu reinen Sanierungen könnte bei einem Neubau mit einem Zuschuss gerechnet werden.

Im September 2017 wurde von der BIT Ingenieure AG das Strukturgutachten „Trinkwasserversorgung 2040 Vöhrenbach“ im Gemeinderat vorgestellt. Es wurde geprüft, welche Maßnahmen für eine gesicherte Wasserversorgung in den Folgejahren bis 2040 erforderlich sind. Untersucht wurden alle Anlagen einschließlich dem Leitungsnetz. Realisiert und kräftig bezuschusst wurde hier vor allem „Verbundleitung zur Wasserversorgung Furtwangen“.

Nun wurde das Büro BIT Ingenieure AG von der Stadt Vöhrenbach in Absprache mit Aquavilla beauftragt, das Gutachten 2017 für die Wasserversorgung in Vöhrenbach fortzuführen. In der Gemeinderatssitzung stellte Dominik Bordt, BIT Ingenieure AG Villingen-Schwenningen, seine Planungen und Überlegungen ausführlich vor. Die Fortführung des Strukturgutachtens Wasserversorgung, so die Verwaltung, sei wichtig zur weiteren Planung sinnvoller Maßnahmen, für die Finanzplanung der kommenden Jahre und dient als Grundlage möglicher Förderanträge.

Verbundleitung nach Furtwangen wichtig

Dominik Bordt stellte noch einmal den Zustand des Leitungsnetzes 2017 dar. Vor allem wichtig war die Gefahr von Engpässen in der Wasserversorgung, wobei die Verbundleitung nach Furtwangen inzwischen eine wichtige Unterstützung darstellt. Einige damals vorgestellte notwendige Maßnahmen sind aktuell in Arbeit. Dabei machte Bordt deutlich, dass die damals kalkulierte Gesamtsumme durch allgemeine Preissteigerungen von 3,4 Millionen auf 4,3 Millionen anstieg, wovon für die Verbundleitung nach Furtwangen bereits knapp 1 Million Euro ausgegeben wurden.

Teils sehr altes System

Doch all dies seien nur Sanierungen in dem teilweise sehr alten System, in der Folge auch keine strukturelle Verbesserung der Wasserversorgung. Dafür gebe es keinerlei Förderung. Dominik Bordt unterbreitete einen Vorschlag, wie das Wasserwerk Burg durch ein neues „Wasserwerk Burg Ost“ ersetzt werden könnte.

Hier rechnet er mit Kosten von 3,3 Millionen Euro. Durch einige Maßnahmen im Bereich der Leitungen für weitere 362 000 Euro könnte von hier aus die Wasserversorgung für den ganzen Ort deutlich optimiert werden. Dann verbleiben für den westlichen Teil der Stadt noch die geplanten Sanierungen für etwa 2,2 Millionen Euro, Gesamt also 6,6 Millionen Euro. Der Gemeinderat folgt diesem Vorschlag. Als erste Maßnahme wird das Wasserwerk Ecke im westlichen Bereich um- und ausgebaut.

Zuschussantrag 2027 vorgesehen

Für den Ausbau im Bereich „Ost“ wird eine Entwurfsplanung erstellt, um 2027 einen Antrag auf Zuschüsse einreichen zu können. Bis 2032 könnte dann die Maßnahme abgeschlossen sein. Dabei sei allein die Größe der Fördertöpfe nicht abschätzbar, hier sollte man von Seiten der Stadt auch die Abgeordneten ansprechen.