Die Preisverleihung am Dienstag wurde dem Anlass entsprechend mit Sekt, Saft und einer Torte aus der hauseigenen Konditorei des Café Fritz mit Ehrengästen und Kunden begangen. Foto: Anita Indri-Werner

Mit Vertretern der Handwerksorganisationen und Politikern fand die Auszeichnung der Bäckerei Fritz zum „Handwerksunternehmen des Jahres 2026“ im Café Fritz statt.

Hochwertiges Handwerk, innovative Ideen und ein vielfältiges gesellschaftliches Engagement bescheinigte Martin Ranz vom Vorstand der Handwerkskammer und Kreishandwerksmeister des Landkreis Lörrach dem Bäckermeister und Unternehmer.

 

Das Café Fritz stehe beispielhaft für die gelungene Verbindung von Tradition, Innovation und gesellschaftlicher Verantwortung. Simon Fritz, der das Familienunternehmen in dritter Generation führt, leistet mit seinen 32 Mitarbeitern und  aktuell vier Auszubildenden einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung sowie zur regionalen Versorgung.

Den Betrieb kennzeichne eine große Vielfalt. So würden täglich 16 Torten und Kuchen sowie insgesamt 200 verschiedene Artikel angeboten.

Mit der Bäckerei, der Konditorei, dem Restaurant und dem Onlinehandel sei das Unternehmen breit und flexibel aufgestellt. Im Bereich der Digitalisierung setze Fritz auf zeitgemäße Lösungen. Der Betrieb würde bis zum September über eine Solaranlage verfügen. LED-Beleuchtung und geplante neue Fenster würden die Energieeffizienz zusätzlich verbessern.

Kurzum: Die Auswahlkriterien für die Auszeichnung „Handwerksunternehmen des Jahres 2026“ seien erfüllt. Ranz bescheinigte dem „Quereinsteiger“ Engagement voller Hingabe und Innovation.  Neben der Urkunde überreichte Ranz den „Oscar des Handwerks“, einen USB Stick für das offizielle Logo und den Präsentationsfilm sowie einen Aufsteller. Glückwünsche sprach auch Landrätin Marion Dammann aus.

Handwerksbetriebe wie die Bäckerei Fritz trügen dazu bei, „gemeinsam regionale Stärke“ zu entwickeln. Als Geschenk hatte Dammann einen Korb mit Produkten der Region mitgebracht.

Hohe Gäste beim Bäckermeister Simon Fritz (3.v.l., mit Urkunde): (v.l.) Daniel Herkommer, Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft Lörrach, MdL Jonas Hoffmann, Landrätin Marion Dammann, Martin Ranz vom der Handwerkskammer Freiburg, Obermeister der Bäckerinnung Bernhard Paul Jun. und Bürgermeister Lorenz Wehrle Foto: Anita Indri-Werner

Als Liebhaber des Süßen outete sich Bürgermeister Lorenz Wehrle, der in Vertretung der Oberbürgermeisterin Diana Stöcker gekommen war. Er sei „bollestolz“, auf die Bäckerei und das Café Fritz in Weil am Rhein.

„Die Kontinuität des Traditionsbetriebs macht Mut“

Die Kontinuität des Traditionsbetriebes mache Mut, sagte Wehrle. Glückwünsche überbrachte auch Bäckereiinnungsmeister Bernhard Paul.  Die Auszeichnung nehme er „als Gesicht der Bäckerei“ für alle seine Mitarbeiter entgegen, sagte Simon Fritz.

Umgang mit Respekt und auf Augenhöhe

Wichtig sei ihm, die Begegnung mit den Mitarbeitern „auf Augenhöhe und ein Umgang, der von gegenseitigem Respekt geprägt ist“. Die Basis der Bäckerei seien die Stammkunden, die auch in schwierigen Zeiten dem Betrieb die Treue gehalten hätten. Viele von ihnen kenne er persönlich.

Kooperation mit vielen Weiler Betrieben

Die Zusammenarbeit mit Firmen wie „ Mitch Barbeque“, der „Alten Zunft“ oder dem „Vitra Haus Café“, um nur einige zu nennen, sei ebenfalls ein wichtiger Baustein.  

Mit dieser Brötchenteilmaschine arbeitete bereits der Großvater von Bäckermeister Simon Fritz. Foto: Anita Indri-Werner

Und, ganz besonders wichtig: „Die Familie steht fest hinter dem Betrieb“. Diesen zukunftsfest zu machen ist eines seiner Ziele, und er hat auch einen Traum: Er möchte noch eine Bonbon-Manufaktur aufbauen.  Mit den Gästen und Gratulanten wurde die hohe Auszeichnung bei einem Stück Torte und einem Gläschen Sekt gebührend gefeiert.