Der Hofstetter Sportplatz wird seit Jahren als Trainingsplatz genutzt – jetzt soll er ein Kunstrasenplatz werden. Foto: Bauer

Der Hofstetter Rat beschloss bei einer Sondersitzung, sich am Projektaufruf des Bundes zur Umwandlung des Trainingsplatzes zu beteiligen.

Bei seiner jüngsten Sitzung hatte der Hofstetter Gemeinderat darüber zu entscheiden, ob die Gemeinde am Projektaufruf zum Bundesprogramm Sanierung kommunaler Sportstätten 2025/2026 teilnimmt.

 

Eilig deshalb, weil das Portal ab dem 10. November, also ab kommendem Montag, freigeschaltet wird und die Kommunen bis zum 15. Januar ihr Interesse beim Bund bekunden können. Das Zeitfenster ist also klein, um von den 333 Millionen Euro etwas abzubekommen. Diese Mittel sollen in die Sanierung und Modernisierung von Sportstätten mit besonderer regionaler oder überregionaler Bedeutung fließen. Erklärtes Ziel ist es, die Sportinfrastruktur nachhaltig zu stärken und zukunftsfähig zu gestalten.

In Hofstetten ist die Umwandlung des alten Trainingsplatzes in einen Kunstrasenplatz schon seit mehr als einem Jahr Thema. Arbeitsgruppen hatten sich gebildet, um ein vernünftiges Konzept auszuarbeiten. Denn der vom SC Hofstetten genutzte Trainingsplatz aus den frühen 1970er-Jahren (Naturrasen) ist trotz sorgfältiger Pflege und laufender Instandhaltung für die Zukunft nicht mehr tragbar. Bereits ab Anfang September hinterlasse der Trainingsbetrieb von 21 Mannschaften zuzüglich der Vorbereitung an Spieltagen sichtbare Spuren, informierte Bürgermeister Martin Aßmuth. Dazu komme die Sperrung, wenn die Platzverhältnisse einen Trainingsoder Spielbetrieb nicht mehr zulassen würden.

Wegen der Unbespielbarkeit müsse verstärkt gegen Entgelt auf Umlandgemeinden ausgewichen werden. Doch auch in Haslach, Biederbach oder in Fischerbach trainierten die örtlichen Mannschaften an der Grenze des Möglichen, sodass im Grunde kaum zeitliche Ressourcen für Ausweichmöglichkeiten bestünden.Aufgrund der schwierigen Finanzlage als kleine Gemeinde konnte der Platz bisher nicht in Angriff genommen werden. Martin Aßmuth präzisierte: „Ein Kunstrasenplatz würde die Sportstätteninfrastruktur wesentlich und grundlegend für die nächsten Jahre und Jahrzehnte verbessern.“ Bürgermeister, Gemeinderat und der SC-Vorstand hatten unterdessen schon alle Möglichkeiten der Finanzierung abgeklopft und beim Badischen Sportbund den Förderantrag gestellt. Dieser bezuschusst das geplante Projekt mit 30 Prozent der Baukostensumme (maximal bis 400 000 Euro), was in der maximalen Förderung 120 000 Euro betragen würde.

Am 4. September hatten die Regierungsfraktionen in der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses die Sportmilliarde angekündigt, durch die jetzt andere Fördersummen möglich werden. Beim Förderprogramm durch den Badischen Sportbund wäre der Sportclub als Bauherr aufgetreten. Nun aber darf es nur die Gemeinde sein, weshalb dieser Beschluss zur Teilnahme am Projektaufruf durch den Gemeinderat erfolgen musste.Bis 45 Prozent der Gesamtsumme sind als Förderung möglich.

Fragen der Gemeinderäte

Arnold Allgaier (FWV) wollte dann wissen, ob nach dem „Windhundprinzip“ entschieden werde, was Aßmuth verneinte. Gemeinderat Bernhard Krämer (CDU) hakte nach, ob man bei einer Nichtzusage wieder auf das Förderprogramm des Badischen Sportbunds zurückgreifen könne, was Aßmuth bejahte. Hubert Kinast (CDU) fragte nach der Zeitschiene. Laut Bürgermeister soll bis Ende Februar nach Vorprüfung der Projektskizzen im Haushaltsausschuss des Bundes über die berechtigten Städte und Gemeinden Beschluss gefasst werden.Danach sollen Antrags- und Koordinierungsgespräche für die Erstellung der Zuwendungsanträge und Bescheide durch den Bund ergehen.